23. 11. 14. Cassel, Aenderung des Min.-Erl. vom 10. 3. 1914 beir. Prufung für den einjährig-freiwil- . ligen Dienst.
27. 11. 14. Cassel, Abschrift des Min.-Erl. vom 21. 11. 1914 betfr. Umwechselung des Coldes.
10. 12. 14. Cassel, Abschrift des Min.-Erl. vom 27. 11. 1914 betr. Anlegung von Turn- und Spiel- plätzen.
16. 12. 14. Cassel, Prof Bröker erhält Urlaub bis 23. 12. 1914.
23. 12. 14. Cassel, Abschrift des Min.-Erl. vom 17. 12. 1914 betfr. Kriegsbrot.
5. 1. 15. Cassel, Abschrift des Min.-Erl. vom 19. 12. 1914 betfr. Geltung der Zeugnisse der Reife für nächsthöhere Klassen.
23. 1. 15. Cassel, Abschrift des Min.-Erl. vom 23. 11. 1914 betr. Prüfungen von Schülern und Schü- lerinnen feindlicher Siaaten.
3. 2. 15. Cassel, Abschrift des Min.-Erl. vom 27. 1. 1915 befr. Verseßung der Schüler zu Ostern 1915.
13. 2. 15. Cassel, Abschrift des Min.-Erl. betr. Notprüfungen und Zuerkennung der Reife für eine höhere Klasse vom 1. Juni ab.
25. 2. 25. Cassel, Abschrifft des Min.-Erl. vomn 15. 2. 1915 betfr. die Feier des hundertfjährigen Ce- burtstages Bismardks.
4. 3. 15. Cassel, Abschrift des Min.-Erl. betr. Kriegsanleihe.
10. 3. 15. Cassel, Abänderung des Min.-Erl. betr. Beseßung von Oberlehrerstellen.
III. Zur Geschichte der Anstalt.
Das Schuljahr begann am 22. April 1914. Am Tage vorher wurden die zur Prüfung ange- meldeten Schüler geprüft. Das Schuljahr schlicßt am 30. März 1915.
Prof. Grandpierre und Prof. Bröker waren während des ganzen Schuljahres wegen Krank- heit beurlaubt.
Prof. Grandpierre wurde von Ostern bis zum 1. Oktober 1914 durch den wissenschaftlichen Hilfslehrer Dr. Karl Welz und vom 1. Oktfober 1914 bis Ostern 1915 durch den wissenschaftlichen Hilfslehrer Krämer vertreten.
Die Vertretung des Prof. Bröker wurde für den Sommer dem wissenschaftlichen Hilfslehrer Dr. Raudnitkv und für den Winter dem wissenschaftlichen Hilfslehrer Dr. Jos. Welz überfragen.
Der Kandidat Reichenbecher wurde der Anstalt als unbesoldeter Hilfslehrer überwiesen. Dem Kandidaten Richter wurde zur Forftsetung seiner Täötigkeit am Lvyceum der Ursulinen zu Coblenz weitferer Urlaub bis Ostern 1915 erteilt.
Dem pädagogischen Seminar wurden zu ihrer Ausbildung überwiesen die Kandidaten des höheren Lehramtes Peter Egenolf, jean Ernst, Wilh. Göbel, Heinrich Rödelbronn, Jos. Rüdell, Dr. theol. Joh. Schäfer und August Schmift. Zu Seminarlehrern wurden ernannt die Professoren Dr. Linz, Diefenthal, Dröge und Oberlehrer Nicoldv.
Am 290. April hielt der Seminarkandidat Dr. Schäfer vor versammelten Lehrern und Schülern einen Vortrag über die Erstürmung der Düppeler Schanzen am 18. 4. 1866.
Die Pfingsiferien dauerten vom 20. Mai bis zum 9. juni. Am 2. juli machten die einzelnen Klassen unter Führung des Klassenlehrers den Sommerausflug.
Am Ende des Sommerhalbjahres drang der Kriegsruf in die stillen Räume der Schule. Als die Kriegserklärung erfolgte, wurde den auswärfigen Schülern gestatfet, heimzufahren, da die befr. Eltern in Sorge waren, daß ihre Söhne Schwierigkeiten hätten, heimzukommen, wenn sie bis zum Schlusse des Sommerhalbjahres hier blieben.
Auf Grund der ministeriellen Verfügungen fanden in der ersten Hälfte des August die Not- reifeprüfungen statt. Es dauerfen die Prüfungen eine Reihe von Tagen, weil die auswärtigen


