Jahrgang 
1908
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8. Mathematik: 3 St.

Arithmetik: Wiederholung des Pensums der IIle. Bruchrechnung in Anwendung auf Buch- stabenausdrücke. Die einfachsten Sätze der Pro- portionslehre. Gleichungen ersten Grades mit einer und mit mehreren Unbekannten Potenzen mit positiven ganzzahligen Exponenten.

Planimetrie: Kreislehre. Sätze über den Flächeninhalt. Konstruktionsaufgaben. Linz.

9. Naturwissenschaft: 2 St. Lehre vom Bau des menschlichen Körpers.

Unterweisungen über die Gesundheitslehre. Mechanik. Wärmelehre. Linz. Untertertia.

Ordinarius: Oberlehrer Dröge.

1. Religionslehre: 2 St.

a) Katholische: Erstes Hauptstück, vom Glauben. Abschluss sowie ergänzende und vertiefende Wiederholung der Biblischen Geschichte des Neuen Testamentes. Erklärung und Ein-

rägung einiger Kirchenlieder und lateinischer ymnen. Michels

b) Evangelische: Das Reich Gottes im Neuen Testamente Lesen und Erklären von ent- sprechenden biblischen Abschnitten. Das Kirchenjahr und die Bedeutung der gottes- dienstlichen Ordnungen. Wiederholung aus dem Katechismus. Die Sakramente. Wieder- holung von Sprüchen und Kirchenliedern; 4 neue Lieder. Dencker.

2. Deutsch: 2 St.

Behandlung von Gedichten und Prosastücken. Daran anschliessend Belchrung über die persön- lichen Verhältnisse der Dichter sowie über die poetischen Formen und Gattungen. Auswendig- lernen der im Kanon bestimmten Gedichte. Wie- derholung und Erweiterung der Satz- und Formen- lehre. Alle 4 Wochen ein Aufsatz, ausserdem drei kleine Ausarbeitungen. Im S.: Höhler.

Im W.: Brœker. 3. Latein: 2 St.

a) Lektüre: 4 St Caesars de bello Gall. IIV. Apleitung zur Vorbereitung und Uebungen im Konstruieren. Nachübersetzen sowie unvorbereitetes Uebersetzen. Zusammen- stellung von Phrasen und synonymischen Unterscheidungen.

b) Grammatik: 4 St. Wiederholung und Er- gänzung der Kasuslehre. Die auptregeln der Tempus- und Moduslehre. Uebersetzen ins Lateinische aus Ostermanns Uebungs-

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buch. Wöchentlich eine schriftliche Ueber- setzung in das Lateinische abwechselnd als Klassenarbeit oder als häusliche Arbeit. In jedem Tertial dafür eine schriftliche Uebersetzung in das Deutsche als Klassen- arbeit. Dröge.

4. Griechisch: 6 St.

Die regelmässige Formenlehre des attischen Dialekts bis zum Verbum liquidum einschliesslich. Das Nötigste aus der Laut- und Accentlehre in Verbindung mit der Flexionslehre. Einprägung einzelner syntaktischer Regeln im Anschluss an das Gelesene.

Lektüre nach dem grieschischen Uebungsbuch von Kaegi. Mündliche und alle 8 Tage kurze schriftliche Uebersetzungen in das Griechische, teils Hausarbeiten, teils Klassenarbeiten, im An- schluss an den Lesestoff. Dröge.

5. Französisch: 2 St.

a) Lektüre: Elementarbuch Ausg. B. Lect. 34 55 b) Grammatik: Einübung der regelmässigen

Konjugation und der Fürwörter, Sprech- übungen; nachahmende Wiedergabe von Gelesenem und Vorerzähltem. Alle 14 Tage

eine schriftliche Arbeit. Michels.

6. Geschichte: 2 St.

Die Blütezeit des römischen Reiches unter den grossen Kaisern. Deutsche Geschichte von dem ersten Zusammenstoss der Deutschen mit den Römern bis zum Ausgange des Mittelalters. Einprägung von Jahreszahlen und Wiederholung der alten Geschichte nach einem Kanon der Jahreszahlen. Im S.: Westenberger.

Im W.: Heckmann.

7. Erdkunde: 1 St.

Erdkunde der aussereuropäischen Länder. Die deutschen Kolonien. Dröge.

8. Mathematik: 3 St.

Arithmetik: Die Grundrechnungen mit abso- luten Zahlen. Einführung der positiven und negativen Zahlengrössen. Gleichungen ersten Grades mit einer Unbekannten.

Planimetrie: Erweiterung der Dreieckslehre. Lchre von den Parallelogrammen, den Sehnen, Winkeln und Figuren am Kreise. Konstruktions- übungen. Deinet.

9. Naturbeschreibung: 2 St.

Nadelhölzer, Sporenpflanzen. Uebersicht über das natürliche System der Pflanzen. Ausländische Nutzpflanzen, Anatomie und Physiologie der Pflanzen. Niedere Tiere und Ueberblick über das Tierreich. Deinet.

von G. Ploetz.