Jahrgang 
1928
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Ihre Vortragsfolge war:

1. Schülerorchester: Adagio aus op. 81 b L. v. Beethoven 7. Festrede. Oberstudiendirektor Dr. Zulauf. 2. Psalm 103, Prof. Upken. 8. a) Rätsel. Volkslied für fünf- 3. a) Gebet, vierstimmiger Chor.... C. M. v. Weber stimmigen gem. Chor..... A. v. Othegraven b) Festgesang, vierstimmiger Chor.. Chr. W. v. Gluck b) Jäger aus Kurpfalz. Volkslied für 5 4. Deu amhation; Pro ot zu Wallenstein. Fr. v. Schiller vierstimmigen gem. Chor.... A. v. Othegraven udwlg. Klol 142 64 9. Schülerorchester 5. Klavier-Solo, Sonate pathétique op. 13 I. Satz..... 41. r.. L. v. Beethoven Mazurka op. 10 Nr. 4..... C. M. v. Weber Walter Windbichler Ib? 10. a) Gruß ans Schätzel. 6. Deklamation. a) Erster Sonnenblick. E. Geibel 4stimmiger gemischter Chor Max Salveter IIIb Fr. Nagler b) Den Söhnen des Vaterlandes.. E. v. Wildenbruch b) Schelmenliedel, desgl. Jos. Albert IIIa1 11. Schlußwort des Direktors

An die Feier schloß sich eine Besichtigung unseres Hauses an, bei der unsere Radioeinrichtung für 20 Hörer, das Leitz'sche Epidiaskop und der Sprechapparat mit fremdsprachlichen Platten vorgeführt wurden. Im Zeichensaal waren Zeichnungen der Schüler ausgestellt, in der Bibliothek seltene Bücher, Sammlungen von Münzen, Notgeld, Brotscheine usw. Die in unserer Turnhalle neu eingerichtete Badeeinrich- tung konnte aus Zeitmangel nicht vorgeführt werden, wurde aber von den Schülern im Laufe dieses Schuljahres fleißig und gerne benutzt und hat sich sehr gut bewährt.

Durch das weitgehende und hochherzige Entgegenkommen der städtischen Ver- waltung und der Feststellungsbehörde konnten unsere Sammlungen und Einrich- tungen, die schwer zu Schaden gekommen waren, neuzeitlich hergerichtet und er- gänzt werden, und es ist uns eine angenehme Pflicht, hierfür den genannten Be- hörden, insbesondere den Herren Bürgermeister Dr. Ehrhard, Reg.-Rat Dr. Walter und Reg.-Rat Dr. Dietrich auch an diceser Stelle unseren herzlichsten Dank aus- zusprechen.

Prof. Hilsbos, der schon im alten Schuljahre wegen schwerer Erkrankung mehrere Wochen fehlen mußte, konnte im Berichtsjahre keinen Dienst mehr tun und ist am 2. Januar 1928 nach langem, schwerem Leiden gestorben. Wir haben in ihm einen überaus tüchtigen und gewissenhaften Lehrer, einen lieben Amtsgenossen von lauterem Charakter, einen väterlichen Freund unserer Schüler verloren. Sein Andenken wird von uns allen stets hoch in Ehren gehalten werden. An seinem Sarge sang unser Chor eine Motette. Der Direktor widmete dem Verstorbenen einen Nachruf und legte im Namen des Lehrkörpers einen Kranz nieder. Ihm schloß sich mit einer Kranzspende und Worten des Dankes und der Verehrung der Schüler Kirn der Ia an, deren Klassenführer Prof. Hilsbos bis zu seiner Erkrankung war. Während dieser und nach seinem Tode wurde er durch Studienassessor Dr. Heinrich Klenk vertreten, der am 13. Dezember 1927 zum Studienrat ernannt wurde.

Auch einen lieben, hoffnungsvollen Schüler haben wir in Paul Theis, IIa:, durch den Tod verloren. Seiner Beerdigung in Groß-Gerau wohnten seine Klasse, seine Lehrer und der Direktor bei. Der Klassenführer Prof. Schäfer und der Schüler Weigand der IIas gedachten des Verstorbenen in warm empfundenen Wor- ten und legten Kränze an seinem Grabe nieder.

Studienrat Dr. Bezold wurde mit Wirkung vom 1. April an die Oberrealschule versetzt. Studienrat Dr. Keym mußte wegen eines Gallenblasenleidens bis zu den Sommerferien Urlaub nehmen und wurde durch Studienreferendar Dr. Meuser ver- treten. Krankheits- bzw. erholungshalber waren weiter beurlaubt: der Direktor 10 Tage vor den Herbstferien, die Studienräte Metzler von den Sommer- bis zu den Herbstferien, Diemer 14 Tage im Anschluß an die Herbstferien, Bender acht Tage nach den Weihnachtsferien. In allen diesen Fällen übernahm das Kollegium die ver- tretung, ebenso auch bei kürzeren Erkrankungen der Herren Halm, Jöst, Jüdicke, Kirsch, Rodrian, Schäfer, Schulze, Schneider, Upken und Willenbücher und bei einer viertägigen Beurlaubung der Herren Kief- ling, Metzler und Stratemeyer, die an einem mathematisch-physikalischen Fortbildungskursus in Darmstadt teilnahmen. Studienrat Dr. Reichert mußte sich am 18. Mai einer Blinddarmoperation unterziehen und bis zum 15. September der Schule fernbleiben. In dieser Zeit wurde er von Pfarrer Bescher und den Kaplänen Kirschhoch und Wiegand vertreten, die sich in seinen Unterricht teilten.