Jahrgang 
1914
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IV. Zur Geschichte der Anstalt.

Das Schuljahr begann Montag, den 31. März.

Am Schlusse des vorigen Schuljahres erkrankte der Direktor und war bis zu den Sommerferien beurlaubt. Seine Vertretung übernahm Professor Dr. Storck.

Oberlehrer Professor Dr. Nies, der vom Winterhalbjahr des vorigen Schuljahres an beurlaubt war, wurde am 13. Dezember auf sein Nachsuchen unter Anerkennung seiner lang- jährigen treuen Dienste in den Ruhestand versetzt und ihm aus diesem Anlaß die Krone zum Eitterkreuz I. Klasse des Verdienstordens Philipps des Großmütigen verliehen. Mit ihm scheidet der Mann aus unserem Kollegium aus, der ihm am längsten, seit Februar 1878, angehört hat und aufs innigste mit unserer Anstalt und der früher mit ihr verbundenen Oberrealschule verwachsen war. In liebenswürdigster Weise hat er uns seine Mitwirkung bei der Einrichtung im neuen Schulhause zugesagt, wofür wir ihm unseren herzlichsten Dank aussprechen. Sein Andenken wird in den Annalen unserer Anstalt fortleben. Sein Vertreter war Lehramts- assessor Dr. Kämmerer.

Professor Dr. Beck, der bereits gegen Schluß des vorigen Schuljahres mit Rücksicht auf seinen Gesundheitszustand von einem Teil seiner Unterrichtsstunden entbunden war, wurde auch zu Beginn des neuen Schuliahres in ähnlicher Weise entlastet und für die Monate Juli, August und September ganz beurlaubt. Seine Entlastung und Vertretung wurde im wesent- lichen von Assessoren und Referendaren übernommen.

Oberlehrer Glückert wurde am 1. April zum Professor ernannt.

Prof. Dr. Hellwig war zu Beginn des Schuljahres zu einer vierwöchigen militärischen Ubung einberufen. Seine Vertretung übernahmen die Kollegen.

Professor Jost war vom 19. Juni bis 16. Juli beurlaubt; seine Vertretung wurde von Assessoren und Referendaren übernommen.

Professor Hager erhielt am 25. November das Ritterkreuz I. Klasse des Verdienst- ordens Philipps des Großmütigen.

Am 13. Dezember wurde Lehramtsassessor Diemer und am 31. Januar Lehramts- assessor Friedrich zum Oberlehrer ernannt.

Vom 4. 12. März war Oberlehrer Kohl zur Teilnahme an einem mathematisch-natur- wissenschaftlichen Fortbildungskursus an der Universität Gießen beurlaubt.

Lehramtsassessor Dr. Berghäuser war auch in diesem Schuljahr als Volontär an unserer Anstalt tätig und hat der Anstalt durch Entlastung oder Vertretung erkrankter Lehrer schätzenswerte Dienste geleistet. Am 1. April wurde Lehramtsreferendar Schneider zum Lehramtsassessor ernannt und verließ die Anstalt, um eine Oberlehrerstelle in Bremen an- zutreten. Am 1. Oktober wurde Lehramtsreferendar Stratemeyer zum Lehramtsassessor ernannt und verblieb an unserer Anstalt als Volontär.

Im zweiten Vorbereitungsjahr war Lehramtsreferendar Dr. Römheld von Ostern bis Weihnachten an unserer Anstalt, um von da an die Vertretung eines erkrankten Lehrers am Volksschullehrerseminar zu Bensheim zu übernehmen.

Das pädagogische Seminar verließen zu Ostern 1913 die Referendare Diemer, Falk, Henkel und Dr. Römheld und zu Herbst 1913 die Referendare Dr. Blaß, Diehl, Egger, Heinemann, Dr. Müller, Ott und Dr. Zschech. Dafür traten ein zu Ostern die Referendare Deister, Joest, Dr. Schader, und zu Herbst Diepenbach, Dr. Erben, Gerhard, Reiß, Schmahl, Seybold und Dr. Hartleb. Letzterer hatte dem Seminar bereits im Sommerhalbjahr 1912 angehört. Die Referendare Joest und Dr. Schader sind vom 1. Oktober ab zur Ableistung ihres Militärjahres beurlaubt.