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Beginn des Winterhalbjahres 1888/89 am 17. September.
Durch Miniſterialverfügungen vom 13. Sept. 1888 wurden der Lehramtsacceſſiſt Auguſtin Uebel, der ſeitherige Vertreter für den beurlaubten Reallehrer Reeb, mit der Verwaltung einer Lehrerſtelle, und der ſeither zur Ableiſtung ſeiner einjährigen Militärpflicht beurlaubte Acceſſiſt Ernſt Neeb mit der Vertretung für Reallehrer Reeb beauftragt, und zwar erſterer mit Wirkung vom 16. Sept., letzterer mit Wirkung vom 1. Okt. an.
Durch weitere Verfügung vom 15. Sept. 1888 wurde der ſeitherige Vertreter für den verſt. Prof. Kölſch, Lehramtsacceſſiſt Karl Schnellbächer, als Verwalter einer Lehrerſtelle an die Realſchule zu Alsfeld verſetzt, ebenſo durch Verf. vom 20. Sept. der ſeitherige Vertreter für den erkrankten Realgymnaſiallehrer Dr. Preiſer, Lehramtsacceſſiſt Friedrich Becker, an das Gymnaſium zu Laubach, beide mit Wirkung vom 1. Okt. 1888 an.
Als Erſatz für Schnellbächer wurde dem prov. Realgymnaſiallehrer Dr. Karl Dorfeld, ſeither an der Realſchule zu Wimpfen, mit Wirkung vom 1. Okt. 1888 an die proviſoriſche Verwaltung einer Lehrerſtelle an unſerer Anſtalt übertragen.
Am 20. Sept. wurde durch Allerhöchſtes Dekret der Realgymnaſiallehrer Dr. Franz Preiſer auf ſein Nachſuchen bis zur Wiederherſtellung ſeiner Geſundheit in den Ruheſtand verſetzt.
Die erledigte Stelle wurde durch Allerhöchſtes Dekret vom 20. Sept. dem ſeith. proviſoriſchen Gymnaſiallehrer Victor Geißner mit Wirkung vom 1. Okt. an definitiv übertragen.
Durch Dekrete von gleichem Datum wurden die ſeitherigen proviſoriſchen Realgymnaſiallehrer Rudolf Gerhard, Dr. Georg Vollhard und Dr. Jakob Schneider definitiv angeſtellt.
Dem Lehramtsacceſſiſten Daniel Bonin wurde, nachdem er an dem Realgymnaſium zu Gießen ſeinen Acceß beſtanden, durch Verf. vom 18. September 188s geſtattet, freiwillig einige Unterrichts⸗ ſtunden an unſerer Anſtalt zu übernehmen. Sein Dienſteintritt erfolgte am 21. September.
Am 10. Nov. ſtarb, von Lehrern und Schülern allgemein betrauert, nach mehrwöchigem Kranken⸗ lager an Herzſchlag unſer Zeichenlehrer, Herr Paul Gehry. Er hatte unſerer Anſtalt ſeit dem 4. Febr. 1884 als Lehrer angehört. Bei der am 12. Nov. ſtattgehabten Beerdigung beteiligten ſich ſämmtliche Lehrer und Schulllaſſen.
Seine Stelle wurde infolge Miniſterialverfügung vom 6. Dec. durch den Lehrer an der Hand⸗ werkerſchule zu Friedberg, Karl Bronner aus Stuttgart, mit Wirkung vom 1. Jan. 1889 an proviſoriſch beſetzt. Da derſelbe jedoch ſein ſeitheriges Dienſtverhältniß nicht ſofort löſen konnte, ſo erfolgte ſein Dienſtantritt erſt am 1. Febr. 1889.
Am 25. Nov. 1888 ſtarb nach kurzem Leiden Frau Charlotte Kath. Becker, welche ſeit dem Tode ihres Mannes, des früheren Pedellen Joh. Becker(ſiehe die Chronik im vorigen Programm), die Stelle desſelben proviſoriſch verwaltet hatte. Sämmtliche Lehrer der Anſtalt beteiligten ſich bei der Beerdigung der tüchtigen und braven Frau.
Bis zur Wiederbeſetzung der Pedellenſtelle wurde dieſelbe nun darch Fräulein Anna Becker, die ſeither ſchon ihre Mutter thatkräftig unterſtützt hatte, auf's beſte verwaltet.
Die proviſoriſche Wiederbeſetzung erfolgte am 16. Jan. 1889 durch den ſeitherigen Vicefeld⸗ webel im 3. Großh. Heſſ. Infanterie⸗Regt. Nr. 117, Karl Lange aus Volksſtadt, dem die Stelle dann am 29. Mai desſelben Jahres definitiv übertragen wurde.
Am 27. Jan., dem Geburtstage Sr. Maj. Kaiſer Wilhelm II., fiel der Unterricht aus.
Am 9. März, dem Todestage des erhabenen Gründers des deutſchen Reiches, Kaiſer Wilhelm I.,


