Iſraelitiſcher. S. Sexta.
2. Sprachen. Deutſch: Leſen und Nacherzählen. Grammatik meiſt im Anſchluß an Diktate; einfacher, erweiterter, zuſammengezogener Satz, die leichteren Formen des zuſammengeſetzten Satzes. Orthographiſche Diktate. Kleinere Auf⸗ ſätze. Vortrag von Gedichten.
Latein: Die Zahlwörter, die Pronomina, zweite, dritte und vierte Konjugation, Activum und Passivum, Verba deponentia. Ausgewählte Fabeln. Memorieren von Vokabeln. Exercitia extemporalia und domestica.
Franzöſiſch. Regeln über die Ausſprache, Leſeübungen, Formenlehre, Deklination des Hauptwortes, die Eigen⸗ namen, der Teilungsartikel, das Adjektiv, Konjugation der Hilfszeitwörter, Zahlwörter. Einprägung von Vokabeln. Mündliche und ſchriftliche überſetzung der Übungsſtücke. Extemporalia.
3. Geographie und Geſchichte. Geographie: Deutſchland phyſikaliſch und politiſch. Die allgemeine Entwickelung der geographiſchen Begriffe und Überſicht der Erdoberfläche wiederholt.
Geſchichte: Griechiſche Geſchichte bis zum Tod Alexanders des Großen in biographiſcher Form.
4. Rechnen. Wiederholung und weitere Behandlung der Brüche. Periodiſche Dezimalbrüche. Einfache Regel de tri. Kopfrechnen.
5. Naturmiſſenſchaften. Zoologie: Säugetiere und Vögel. Botanik: Kenntnis der Hauptorgane des Pflanzen⸗ körpers und Beſchreibung der hauptſächlichſten Pflanzenformen.
6. Zeichnen. Fortſetzung der Übungen wie in Sexta.
7. Schreiben. Die deutſche und engliſche Kurrentſchrift nebſt den entſprechenden Vorübungen.
8. Geſang. 9. Nurneu. i. Bemerk zu VvI.
Quarta. Klaſſenführer: Weihrauch.
1. Religionsunterricht. Katholiſcher, gemeinſam mit der vierten Klaſſe. Katechismus: Beichtunterricht. Er⸗ klärung der zehn Gebote Gottes mit ſteter Beziehung auf die bibliſche Geſchichte.
Evangeliſcher, gemeinſchaftlich mit der vierten Klaſſe. Wiederholung der Geſchichte des neuen Teſtaments. Geographie des heiligen Landes. Katechismus: II., III. und IV. Hauptſtück der Glaubenslehre. Sprüche und Lieder.
Iſraelitiſcher, gemeinſchaftlich mit der vierten Klaſſe: Wiederholung der bibliſchen Geſchichten des Pentateuchs. Bibliſche Geſchichte von der Eroberung Kanaans bis zur Königsherrſchaft.— Erklärung einzelner Teile der Bibel. Er⸗ läuterung der Feſttage.
2. Sprathen. Deutſch: Leſen, Reproduzieren des Geleſenen. Erweiterung der Satzlehre; zuſammengeſetzter Satz; Interpunktion; ſchriftliche Ubungen und grammatiſche Erklärung von Leſeſtücken. Orthographiſche Übungen. Vortrag von Gedichten. Kleinere Aufſätze über Erlebtes, Beſchreibungen.
Latein: Wiederholung und Erweiterung der Formenlehre. Verba anomala et defectiva. Das Wichtigſte aus der Syntax. Accusativus cum infinitivo, Participial⸗Conſtruction, Ablativus absolutus; Gebrauch der wichtigſten Conjunctionen. Exercitia domestica und extemporalia.
Franzöſiſch: Formenlehre: Wiederholung des vorhergegangenen Penſums; die regelmäßigen Zeitwörter, einige der gebräuchlichſten unregelmäßigen Zeitwörter; die Fürwörter, Stellung und Steigerung des Adjektivs, die Zahlwörter. Mündliche und ſchriftliche Überſetzung der Übungſtücke. Vokabeln. 3e Bechigie und Geographie. Geſchichte: Römiſche Geſchichte bis zum Prinzipat des Auguſtus; die Kaiſergeſchichte ummariſch.
Geographie: Stößner, 2. Kurs. Außereuropäiſche Erdteile; außerdeutſche Länder Europas; natürliche Geographie Deutſchlands.
4. Mathematik. Arithmetik: Zuſammengeſetzte Regel de tri. Miſchungs⸗ und Teilungsaufgaben. Prozent⸗ rechnungen. Abgekürzte Multiplikation und Diviſion nach Reebs Rechenbuch 2. Curſus 1—8. Abſchn. Kopfrechnen.
Geometrie: Einleitung in die Planimetrie. Von den Winkeln; von den Seiten und Winkeln der Dreiecke und Vierecke im Anſchluß an Reidt, Planimetrie§ 1—20. Konſtruktionsaufgaben.
5. Naturmiſſenſchaften. Zoologie: Amphibien und Fiſche. Botanik: Entwickelung der Begriffe von Familie, Gattung und Art. Einleitung in das natürliche Pflanzenſyſtem; das Linné'ſche Syſtem..
6. Zeichnen. Das Penſum der Schüler überhaupt iſt: Anfangsübungen an gradlinigen geometriſchen Figuren, gebogenen Formen. Ornamentenzeichnen nach klaſſiſchen Vorbildern mit Benutzung der beſten Werke, ſpäter Zuziehung von Formen der Renaiſſance, wie ſie neuere Werke vorführen, mit Anwendung von Tuſch und leichten Farbentönen, Schattieren mit Kreide.— Studien des menſchlichen Kopfes und Körpers, Kontur⸗ und Schattenausführung mit Bleiſtift, Kohle und Kreide. Studien nach dem Runden, Ornamente und menſchlicher Kopf.— Landſchaftſtudien.
Da das Talent zum Zeichnen ſo verſchieden verteilt und der Unterricht ſo eingerichtet iſt, daß jeder Schüler nach ſeinen individuellen Fähigkeiten behandelt wird, ſo kann es vorkommen, daß Einzelne ſehr raſche Fortſchritte machen


