Jahrgang 
1937
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Grubenarbeiter. 8. Beſichtigung mittlerer Bauernhöfe. Dreifelderwirtſchaft. H. Beſuch von Wetzlar und der Optiſchen Anſtalt von W. und H. Seibert. 10. Teilnahme am Alnterricht der Volksſchule: Heimatgeſchichte von Weilburg. 11. Stadtführung: Weilburg in Gegenwart und Vergangenheit. 12. Schloßführung und Beſichtigung der Wiederherſtellungsarbeiten am Schloß. 13. Beſuch der Irrenanſtalt Weilmünſter. Geſundheitszuſtand der Bevölkerung des Kreiſes Weilburg, Berufs⸗ und Erbkrankheiten. 14. Beſichtigung des Karlsſprudels. 15. Beſuch der Marmorbrüche bei Gaudernbach.

Die körperliche Ertüchtigung wurde durch täglichen Frühſport, geſchloſſenen Beſuch des Stranoͤbades mit anſchließenden ſportlichen und gumnaſtiſchen Llebungen gefördert.

Durch Selbſtverpflegung waren wir in der Lage, ein ſehr reichliches und hochwertiges Eſſen für einen durchſchnittlichen Tagesſatz von 90 Rpfg. zu liefern.

Da alle Teilnehmer über Fahrräder verfügten, konnten auch entferntere Ziele an einem Tage aufgeſucht werden, ohne daß damit Belaſtung durch Fahrkoſten entſtand.

Die Eltern unſerer Schüler luden mir zu 2 Veranſtaltungen ein. Am 26. November ſprach unſer Schul⸗ arzt, Medizinalrat Dr. Lucius, überFamilienkunde und Familienpflege mit Lichtbildern. Daran ſchloß ſich die Beſichtigung mehrerer Ausſtellungen und Räume: 1. Zeichenausſtellung der Zeichenoberlehrer Reitz und Kroſt, wobei die einzelnen Techniken durch Schüler vorgeführt wurden. 2. Ausſtellung der 105 AquarelleAlt⸗Mainz von Profeſſor Bronner. 3. Chemiſch⸗technologiſche Ausſtellung von Studienrat Dr. Stautz. 4. Schießſtand im Keller(46 Meter). 5. Turnehrenraum(Jahnhalle). 6. Boxraum. 7. Brauſeanlage.

Dem zweiten Elternabend am 11. März lagDer heloͤiſche Gedanke in der deutſchen Geſchichte zu Grunde. Er zeigte durch Beiſpiele aus Dichtung, Muſik und bildender Kunſt von der germaniſchen Frühzeit bis zur Gegenwart das Heldentum in germaniſch⸗deutſcher Prägung. Eine Einführung gab Studienrat Martenſtein. Beide Abende waren ſehr gut beſucht.

Von beſonderer Bedeutung wurde die große AusſtellungVierjahresplan, die Studienrat Dr. Stautz mit Aſſeſſor Moſter und den Referendaren Baumann, Etz, Ochſenreither, Schröder und Singer in aufopfernder Arbeit und mit Anterſtützung weiter Kreiſe der deutſchen Induſtrie aufbaute. Sie war urſprünglich nur als Schau für unſere Schüler gedacht, um in ihnen das Verſtänoͤnis für den Vierjahresplan zu erwecken und ihnen ein Bild von den großen Leiſtungen unſerer Induſtrie zu geben. Nach Fertigſtellung ergab ſich jedoch, daß ſie in ſo klarer und vollſtändiger Form ein Bild von dem beim Vierjahresplan Gewollten und ſchon Erreichten gab, daß ſich auch Behörden, Fachgruppen, wiſſenſchaftliche und techniſche Vereinigungen für ſie intereſſierten und Führungen wünſchten, ſo daß ſie noch einige Zeit aufgebaut bleiben wird.

Geſchloſſen beſuchten wir die Schulfilmvorführungen im Afatheater und ſahen dort die Filme:Der Rebell,Kunſt des Fliegens,Auf großer Fahrt,Der Choral von Leuthen. Außerdem ſind Schmalfilm⸗ vorführungen mit einem Apparat, den wir mit dem Gumnaſium gemeinſam haben, in den Annterricht eingebaut.

An Ausſtellungen beſuchten wir:Entartete Kunſt undWeltfeind KNr. 1, der Bolſchewismus.

Wir waren im verfloſſenen Jahr bemüht, unſere Schulräume mit friſchem Leben zu erfüllen, dem reinen Intellektualismus die Ausbildung des ganzen Menſchen entgegenzuſetzen, der grauen Theorie die Lebensnähe und die Wirklichkeit. Daß dieſe Bemühungen zum großen Teil erfolgreich waren, iſt dem kameradſchaftlichen Zuſammenarbeiten aller Erzieher zu danken, ganz beſonders denen, die immer bereit waren, zu beſonderen zwecken auch beſondere Arbeit zu leiſten und den Grundſatz zu verwirklichen:Erſt die Jugend und dann ich ſelbſt.

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