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D. Zur Geschichte der Anstalt
Am 1. 7. 26 trat der langjährige Referent unserer Anstalt Herr Ministerialrat Dr. Karl Dor- feld in Darmstadt in den Ruhestand. Wir sahen ihn mit Bedauern scheiden und benutzen die Ge- legenheit, ihm auch an dieser Stelle den Dank der Anstalt auszusprechen für die sorgende Wahr- nehmung der Interessen unserer Oberrealschule. Das Lehrerkollegium beteiligte sich an einer Adresse der ihm unterstellten Schulen, in der die Verdienste des Scheidenden dankbar anerkannt werden. Bei der Uebergabe dieser Adresse war der Unterzeichnete zugegen. 3
Das Referat der Schule übernahm Herr Ministerialrat Glückert, dem nunmehr sämtliche Mainzer Schulen unterstellt sind.
Lehrer. Aus dem Kollegium schieden an Ostern aus die Herren Studienrat Heinr. Faller und Studienassessor Heinrich Bertram, um Stellen an der Oberrealschule am Friedrichsplatz in Offenbach bezw. an der Oberrealschule in Bad-Nauheim zu übernehmen. Studienassessor Win- terholer, seither als Volontär an der Anstalt, übernahm eine Studienratsstelle an dem Reform- realgymnasium in Sondershausen(Thüringen), Studienassessor Julius, der Anstalt als Volontär überwiesen, verließ sie bald zu anderweitiger Verwendung.
Die Studienräte Prof. Dr. Schmitt und Dr. Mannheimer wurden mit Wirkung vom 1. 6. 27 bezw. 1. 5. 27 zu Oberstudienräten ernannt.
Die Studienassessoren Seemann und Selzer erhielten die Amtsbezeichnung»Studienrat«.
Der Studienrat Prof. Bernhard und der Oberreallehrer Müller waren vom 11.—15. 10. 27 zur Teilnahme zu der vom Zentralinstitut für Erziehung und Unterricht in Darmstadt veranstalteten Reichsmusikwoche beurlaubt.
An der von demselben Institut vom 4.—7. 10. in Frankfurt veranstalteten Tagung der Ober- realschulen und Reformanstalten nahmen mehrere Herren des Kollegiums teil.
Der Gesundheitszustand von Lehrern und Schülern war befriedigend, wenn auch zeitweise die Grippe unter den Schülern der Mittel und Unterklassen stark auftrat.
Einer Reihe von Schülern konnten wir in Verbindung mit den städt. Behörden in den Sommer- monaten einen Erholungsaufenthalt auf dem Lande oder an der See vermitteln. Wir bitten die El- tern, sich auch in diesem Sommer unserer Vermittlung zu bedienen, doch ist zeitige Anmeldung sehr erwünscht.
Der Tod entriß uns leider einen lieben Schüler. Am 17. 1. 27 starb der Obertertianer Fritz Major. Direktor, Lehrer der IIIa⸗ und seine Mitschüler gaben ihm das letzte Geleite. An seinem Grabe sprach sein Klassenführer Studienrat Ott. πFñ 2 n
Wohlfahrtseinrichtungen: Zum ersten Mal ist es dank dem verständnisvollen Entgegenkommen der Eltern gelungen, sämtliche Schüler gegen die geringe Prämie von 75 Rpf gegen die Folgen von Unfällen in der Schule und auf dem Schulweg zu versichern. Die Versicherung erwies sich als sehr segensreich. Bei mehreren Unfällen, die sich leider nicht ganz vermeiden lassen, wurden die Eltern der Betroffenen wenigstens vor finanziellem Schaden geschützt.


