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proben am 16. und die mündliche Prüfung am 17. März; erstere wurden unter dem Vorsitz des Herrn Geheimrats Dr. Eisenhuth abgehalten, für letztere war der Unterzeichnete zum Regierungs- kommissär ernannt. Von den 11 jungen Damen, die sich an der Prüfung beteiligten, haben 10 das Zeugnis der Befähigung zum Unterrichten an Höheren Mädchenschulen erhalten.
In der Nacht vom 20/21. Februar verschied die seit dem 10. November krankheits- halber beurlaubte Lehrerin Frl. Eva Klein. Schon längere Zeit hatten wir um ihr Leben gebangt, uns dabei aber doch immer wieder der Hoffnung hingegeben, sie werde sich von ihrem Kran- kenlager noch einmal erheben, um als Lohn für treue Arbeit wenigstens noch einige Jahre der wohlverdienten Ruhe zu geniessen; allein es kam anders: unsere Hoffnung sollte sich zum grossen Schmerze der Kolleginnen und Kollegen wie auch der Schülerinnen der Dahingeschiedenen nicht erfüllen. In ihr haben wir eine Lehrerin verloren, die auf eine achtzehnjährige reich gesegnete Wirksamkeit im Dienste unsrer Schule zurückblicken konnte, eine Dame von seltener Pflichttreue und Gewissenhaftigkeit und zugleich eine um ihrer trefflichen Charaktereigenschaften willen allgemein beliebte Berufsgenossin. Die Beerdigung erfolgte, dem anspruchslosen Wesen der Entschlafenen entsprechend, in aller Stille; reiche Kranzspenden, von dem Kollegium und von einzelnen Schulklassen auf dem Sarge niedergelegt, waren ein beredtes Zeugnis für die Liebe und Ver- ehrung, deren sich die Heimgegangene während ihres Lebens zu erfreuen hatte. Stets wird ihr die Schule ein dankbares Andenken bewahren.
Durch Höchstes Dekret vom 26. Februar wurde Fräulein Anna Bickel auf ihr Nachsuchen aus dem Schuldienste entlassen.
Am 4. April fand der Schluss des Schuljahrs statt.


