gesandt und deren richtigen Empfang durch gefäll. Rücksendung eines unterzeichneten Scheins sich mitteilen lassen.
„Die Ausschreitungen, welche sich einige Schüler zur Betrübnis ihrer Eltern und Lehrer im verflossenen Schuljahr haben zu Schulden kommen lassen und welche vor- schriftsmässig der vorgesetzten Schulbehörde mitgeteilt werden mussten, haben Dieser Veranlassung gegeben, die Lehrer darauf hinzuweisen, wie eine noch innigere Ver- bindung zwischen Schule und Haus zu erstreben sei.
„Infolge dessen hat die Lehrerkonferenz beschlossen, durch Hausbesuche bei den Eltern der Schüler der oberen Klassen Ge- legenheit zu gegenseitigen Mitteilungen und Besprechungen über das Verhalten der Schüler in und ausser der Schule zu finden.
„Eine heilsame Wirkung dieses mit grossem Zeitaufwand für die Lehrer ver- bundenen Verfahrens wird jedoch nur dann zu hoffen sein, wenn seitens der Eltern den Lehrern mit Offenheit und Vertrauen entgegengekommen wird, zumal es sich nur um Verhütung und nicht um Bestrafung vonUbertretungenderSchülergesetzehandelt.
„Die Lehrer bitten ihre Bestrebungen in diesem Sinne aufzufassen und zu unter— stützen. Sie geben sich dann der Hoff- nung hin, dass solche bedauerlichen Vor-
21
fälle wie in der letzten Zeit für die Zukunft dadurch verhütet werden.
Das Lehrerkollegium des Real- progymnasiums und der Realschule.
Für dasselbe: Direktor Dr. Hempfing.“
Das Lehrerkollegium glaubt nun an der Grenze seiner Verpflichtung und seines Handelns angelangt zu sein; denn in dem Ausschreiben des Herrn Ministers der geist- lichen etc. Angelegenheiten vom 29. Mai 1880 heisst es,„den Ausschreitungen vor- zubeugen ist Aufgabe der häuslichen Zucht der Eltern oder ihrer Stellvertreter“. Wenn nun auch dem vereinigten Wirken in dem letztverflossenen Schuljahr es gelungen sein mag, die erwähnten Ausschreitungen zu verhüten, so möge diese Wahrnehmung in keiner Weise Veranlassung geben, in der bewährten Strenge der Aufsicht und in liebevollem Ermahnen und Warnen nach- zulassen.
Das Reifezeugnis kostet 3 Mark, das Abgangszeugnis, welches nur auf be— sonderen Wunsch erteilt wird, kostet 1 ½ Mark. Abschriften haben denselben Preis wie die Originale. Abschriften der kostenlos erteilten Semestral- und Quartal- Zeugnisse kosten 1 ½ Mark.
VIII. Verzeichnis der Schüler
im Schuljahr 1893/94.
Namen der Schüler. Wohnort der Eltern.
Unter-Sekunda. 1.*Klingelhöfer, Ludwig Marburg 2.*Meyer, Willi„ 3.*Keppler, Wilhelm„ 4.*Ullrich, Reinhold Gladenbach 5. Krüger, Friedrich Marburg 6.*Diehl, Adolf Kirchhain
Namen der Schüler. Wohnort der Eltern.
7. Fischbach, Otto Dautphe, Kr. Biedenk. 8. Wertheim, Gustav Bürgeln, Kr. Marburg 9.*Freund, Heinrich Ockershausen
10. Freund, Albert Marburg
11. Bange, Konrad Haina, Kr. Frankenb. 12. Heck, Oscar Schwarzenau, Kr. Wst. 13. Stern, Karl Kirchhain
14. Purgold, Adolf Marburg
*N bedeutet nur im Sommersemester; Nr heisst nur im Wintersemester.


