Jahrgang 
1894
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ische Aufgabe: Zwei Kreise, deren Radien um 7 dm differieren, haben einen Flächen- inhalt von 200 dm. Wie gross sind ihre Inhalte und Halbmesser? Die planimetri- sche Aufgabe war: Ein Dreieck zu zeichnen aus r, we und y. Als stereometrische Aufgabe war gegeben: Aus der Grund- kante a und der Seitenkanteb einer geraden, regelmässigen Pyramide die Höhe und das Volumen derselben zu berechnen. a= 0,75; b= 3,17.

Zum Kommissar war durch Verfügung Königl. Prov.-Schulkolleg. vom 4. Febr. v. I. S. 708 der Unterzeichnete bestellt. Die mündliche Prüfung fand daher unter dessen Vorsitz am 8. April statt. An dieser.- nahmen die Abiturienten Pohl, Engel, Kahl- mann, Kinkel, Schneider, Grosskopff und Dörbecker teil. Die Prüfung hatte das er- freuliche Resultat, dass sämtliche Abitu rienten bestanden.

Im Herbst(22. Septbr. v. J.) fand noch- mals eine Reifeprüfung an der Anstalt von vier Untersekundanern statt, deren Zu lassung zu Ostern höheren Orts beanstandet worden war.

Die schriftliche Prüfung wurde am 9., 11., 12., 13., 14. Sept. abgehalten. Das Aufsatzthema war: Inhaltsangabe des zweiten Gesanges von Goethe'sHermann und Dorothea. Es war eine UÜbersetzung in das Lateinische, Französische und Englische auszuführen. In der Mathe- matik waren folgende Aufgaben gestellt: eine algebraische: Die Grundlinie und Höhe eines Rechtecks sollen beide um ein gleiches Stück vergrössert werden, so dass ein neues Rechteck entsteht, dessen Inhalt doppelt so gross ist als der des ersten. Wie gross muss die Verlängerung genommen werden, wenn a= 80 m und b= 37 m lang sind? Eine planimetrische Aufgabe: Ein Dreieck zu zeichnen aus der Seite o, der Transversalen ta und dem Winkel. Eine stereometrische Aufgabe: Vier messingene Würfel, deren Kanten 12 cm, 15 cm, 18 cm und 25 cm lang sind, sollen zu einer Kugel zusammen gegossen werden. Wie gross wird der Durchmesser dieser Kugel sein?

Durch Verfüg. Königl. Prov.-Schulkolleg. war auch für diese Herbstprüfung der Un- terzeichnete zum Königl. Kommissar er- nannt worden. Der 21. Septbr. war für die mündliche Prüfung angesetzt worden. Indessen war man in der angenehmen Lage, auf Grund der schriftlichen Arbeiten und Schulfaktoren die vier Abiturienten vom münd- lichen Examen dispensieren zu können.

Es war diese Prüfung die sechste, in denen der Unterzeichnete seit dem Jahre 1890 als Königlicher Kommissar alle Ge- schäfte des Provinzialschulrats vorzuneh- men hatte. Es mag diese Bemerkung ein Beweis sein, wie unbegründet die Gerüchte waren, welche s. Zt. hier verbreitet wurden.

Durch Verfüg. Königl. Prov.-Schulkolleg. vom 18. Jan. c. Nr. 412 wurden 17 Unter- sekundaner zur Reifeprüfung nach Vorschlag des Lehrerkollegiums zugelassen. Die schriftliche Prüfung fand am 30. Jan., am I., 2. und 5. Febr. statt. Die Aufgaben waren folgende:

1. Im Deutschen ein Aufsatz über das Thema: Charakteristik des Grafen in Uhlands Gedicht: Der Schenk von Lim- burg.. Im Lateinischen eine Ubersetzung Im Französischen ausdem Deutschen . Im Englischen in diese Sprachen. . In der Mathematik und zwar: a) eine arithmetische Aufgabe: Ein Kapital von 800 Mk. war ein Jahr länger an- geliehen als die Zahl der Prozente, zu denen es angeliehen war. Wie lange war das Kapital ausgeliehen, wenn die Zinsen 160 Mk. betrugen? b) eine planimetri- sche Aufgabe: Ein Dreieck zu zeichnen aus der Summe der drei Seiten a+ b C= s, aus der Projektion p einer Seite auf eine andre und aus der zur letzteren gehöri- gen Höhe he. c) eine stereometrische Aufgabe: Ein gerader Kegel sei aus einem Stoffe angefertigt, dessen spezif. Gewicht 2,37 beträgt und er wiege 970 kg. Die Seitenlinie des Kegels bilde mit dessen Grundfläche den Winkel 67⁰31. Man be- rechne den Mantel des Kegels.

Die mündliche Prüfung war auf den

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