Jahrgang 
1894
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3) Übersicht über die während des abgelaufenen Schuljahres absolvierten Pensen.

Sekunda.

Religion.

Zwei Stunden wöchentlich.

A. Sommer-Semester.

I. Quartal.

a) Bibellesen: Matth. 28; Marc. 16; Luc. 24; Johann. 19; Abschnitte aus der Apostel- geschichte.

b) Katechismus: Wiederholung des ersten Hauptstückes und der dazu gehörigen, früher gelernten Sprüche; Aufzeigung der inneren Gliederung.

c) Lieder: Gesangbuch, Nr. 97, 106, 128, 131 werden wiederholt; dgl. Ps. l und 23.

II. Quartal.

a) Bibellesen: Abschnitte aus dem Alten Testamente und aus den andern Pro- pheten, mess. Weissagungen und mess. Psalmen, Hiob.

b) Katechismus: Wiederholung des zweiten Hauptstückes, Artikel 1 und 2, und der früher gelernten Sprüche; Aufzeigung der inneren Gliederung.

c) Lieder: Gesangbuch Nr. 279, 304, 308, 377, 415 werden wiederholt; Psalm 90.

B. Winter-Semester.

I. Quartal.

a) Bibellesen: das Evangelium Lukas.

b) Katechismus: Wiederholung des zweiten Hauptstückes, Art. 3 des III. Haupt- stückes und der betr. Sprüche; Auf- zeigung der inneren Gliederung.

c) Lieder: Gesangbuch 141, 145, 333, 347, 28, 35 werden wiederholt; Ps. 103.

II. Quartal.

a) Bibellesen: Forts. des Ev. Lukas und Abschnitte aus den Briefen Pauli, Petri, Jacobi und Johannis.

b) Katechismus: Wiederholung des Wort- lautes vom IV. und V. Hauptstück und

der bezügl. Sprüche; Aufzeigung der inneren Gliederung.

c) Lieder: Gesangbuch 52(einzelne Verse), 178, 72, 199 rep., dazu Ps. 130.

Deutsch.

Drei Stunden wöchentlich.

Praktische Anleitung zur Aufsatzbil- dung durch Ubungen, in Auffindung des Stoffes und Ordnung desselben in der Klasse. Aufsätze im Sommerhalbjahr: Gedanken- gang in Goethe's Gedicht Der Sänger; Wie Siegfried zum Ritter geschlagen wird(nach dem Nibelungenliede); Charakteristik des braven Mannes nach Bürgers gleichnamigem Gedichte: Wie verteidigt sich der Ritter in Schillers Gedicht Der Kampf mit dem Drachen?(Klassenarbeit); Die Werbung um Hilda und ihre Entführung(nach dem Gudrunliede).

Im Winterhalbjahr: Wer im Sommer nicht mag schneiden, muss im Winter Hunger leiden; Was eine echte Nessel werden will, brennt beizeiten; Böse Gesell- schaft verdirbt gute Sitten(Klassenarbeit); Charakteristik Fridolins in Schillers Ge- dicht Der Gang nach dem Eisenhammer; Der Strom, ein Bild des Lebens(Klassen- aufsatz); Der Ackerbau, die Grundlage aller Kultur(mit Bezugnahme auf Schillers Gedicht Das eleusische Fest); Das Leben eine Reise; Charakteristik des Grafen in Uhlands Gedicht Der Schenk von Limburg (Aufsatz für die Reifeprüfung).

Lektüre: Schillers Wilhelm Tell und Goethes Hermann und Dorothea. Ausser- dem eine Reihe von Gedichten Schillers, Goethes, Uhlands u. a. gelesen und erläutert; der Mehrzahl nach auswendig gelernt, wie auch die wichtigsten Stellen aus Schillers Tell.

Das Wichtigste aus der Metrik und Poetik, wie aus dem Leben der hervorragenden