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7. Chronik der Anſtalt.
Am 10. Dezember 1924 entriß uns der Tod unſern lieben Kollegen, den Studienrat Dr. Willibald Schrötter. Der Lehrkörper widmete ihm folgenden Nachruf: Mit äußerſter Willenskraft hat er jahrelang gegen eine heimtückiſche Krankheit angekämpft, bis ſie ihn be— zwang. Eine reichbegabte Perſönlichkeit ſcheidet mit ihm aus unſerer Gemeinſchaft. Wir werden ihm ein ehrendes Andenken bewahren.
Im Laufe des Jahres wurden folgende Mitglieder des Lehrkörpers zu wiſſenſchaftlichen bezw. künſtleriſchen und techniſchen Kurſen beurlaubt: Geſanglehrer Müller(14. u. 15. Juli, Einführungskurſus in die Methode Eitz, Würzburg, Mitte bis Ende Juli, Geſangsmethodik und rhythmiſche Gymnaſtik, Jena), Studienrat Kürſchner(14. September, Verſammlung der Religionslehrer in Kaſſel), Studienrat Dr. Enderlein(15.—17. September, Tagung über Bühne und Schule in Frankfurt a. M.), Oberſtudiendirektor Dr. Otto(29. Sept. bis 3. Oktober, Germaniſten⸗ und Neuphilologentag in Berlin), Studienrat Dr. Glaſer(1.—3. Oktober, Neuphilologentag in Berlin), Studienrat Lange(20.—30. Oktober, Landes⸗ turnanſtalt in Spandau), Studienaſſeſſor Raſch(23.— 29. November, Kurſus für Ein⸗ heitsſtenographie in Berlin). Am 19. März 25 fand ein Beſuch der Liebig-Oberrealſchule in Frankfurt a. M. ſtatt, an dem außer Mitgliedern der ſtädtiſchen Körperſchaften ſowie dem Direktor und dem Oberſtudienrat die Studienräte Doerbecker und Dr. Zick teilnahmen, es iſt ein Neubau der Schule in Ausſicht genommen. Im Sommer wurden die Vorträge fort⸗ geſetzt, die ſeit Oktober 1923 dem Kollegium von Profeſſoren der Univerſität gehalten waren.
Der Univerſitätsprofeſſor Dr. Eduard Müller, der Vorſitzende des Elternbeirats, ſprach am 8. November vor allen Schülern über Tuberkuloſe. Der Direktor beſuchte vom 18. bis 21. Juni mit den zur Ausbildung überwieſenen Referendaren die freie Schulgemeinde Wickersdorf, der Oberſchullehrer Haag und der Studienaſſeſſor Schreuers nahmen auch teil. Außerdem wohnten die Referendare dem Unterricht an hieſigen Bürgerſchulen bei.
Die Schule wurde am 15. Juli mit einer Liliencron⸗Feier geſchloſſen, deren Leitung der Studienrat Dr. Enderlein übernommen hatte. Die Verfaſſungsfeier fand am 19. Auguſt ſtatt, die Anſprache hielt Studienrat Dr. Hauck. Bei Gelegenheit der Reichsgründungs⸗ feier ſprach der Studienrat Heinze. Der Reformationstag vereinigte die ev. Schüler zu einer Feier, bei welcher der Studienrat Martin über das evangeliſche Kirchenlied ſprach. Die Abiturienten wurden am 3. März 1925 vom Oberſtudienrat Dr. Brand entlaſſen, da der Direktor erkrankt war. Am folgenden Tage wurde die Trauerfeier für den verſtorbenen Reichspräſidenten begangen, der Studienrat Dr. Kracke hielt die Rede. Am 20. November beſuchte uns der Dezernent der Schule Vizepräſident Prof. Dr. Borbein und wohnte dem Unterricht mehrerer Lehrer bei.
8. Verfügungen der Behörde u. Mitteilungen an die Eltern.
Nach dem Erlaß vom 24. Juni 1924 müſſen alle Schüler an den Spielnachmittagen teilnehmen, alſo auch die Fahrſchüler. Eine Befreiung findet nur ſtatt auf Grund eines


