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Auf dem Ausfluge, den die gesamte Schule zur Feier des 25 jährigen Regierungs- jubiläums Seiner Majestät durch einen Ausflug nach Spiegelslust am 16. Juni feierlich beging, wurden Turnspiele ausgeführt, und am 18. Oktober wurden bei der Erinnerungs- feier an 1813 von sämtlichen hiesigen Lehranstalten und Schulen gemeinsam unter dem Befehl des Oberlehrers Kürschner Freiübungen dargeboten, die vorzüglich ausfielen.
Einzelne Klassen veranstalteten unter Führung ihrer Klassenleiter mehrfach Aus- flüge und Kriegsspiele. Am 26. September, traten zur Feier des 75 jährigen Bestehens der Anstalt, alle Schüler zu einem gemeinschaftlichen Kriegsspiele unter Leitung mehrerer Klassen- und Turnlehrer an. Mit 26 Schülern unternahm in den Sommerferien Herr Oberlehrer Kürschner eine zweitägige Ferienwanderung ins mittlere Lahntal. Am 2. September wurden zur Feier des Sedantages von allen Klassen unter Führung ihrer Klassenleiter ganztägige Wanderungen unternommen.
Der langanhaltende Frost im Winter gestattete auch in den Turnstunden auf der gutgepflegten, neben der Schule belegenen städtischen Eisbahn eifrig dem Schlittschuhsport zu huldigen. Bei dem von dem Marburger Eisverein veranstalteten Preisschlittschuhlaufen errangen die Schüler: Möhring(OIIIRG), Kassing(IVA), Lemmer(IVB) und Lohmann (VB) Preise.
Am Baden und Schwimmen beteiligten sich die meisten Schüler in der neben dem Schulgrundstück gelegenen städtischen Badeanstalt, einige auch in anderen Anstalten. Die Zahl der Freischwimmer beträgt 196, d. s. 39,4%. Davon haben sich im letzten Sommer 25 freigeschwommen. Bei dem Preisschwimmen, welches am Schlusse der Badezeit statt- fand, haben die Schüler: Tacke(OIIIOR), Gorsewski(OIII RG), Bachenheimer(UIIIOn), Hering(IVB), Brinkmann(VB), Schimpff und Raabe(VIA) Preise erhalten.
Der Chor zählte 156 Schüler aus den Klassen l bis IV(einschl.). Sopran und Alt: 1 Stunde, Tenor und Baß: 1 Stunde, der volle Chor: 1 Stunde wöchentlich. Herr Gesanglehrer Müller hat in dankenswerter Weise eine Quartettvereinigung für Instrumental- musik ins Leben gerufen, welche mit ihren Darbietungen die Schulfeiern verschnte. Ihr gehörten 21 Schüler an.
Privatunterricht in Latein nanmen in je 2 Wochenstunden aus OI: 2, UI: 4 Schüler. Professor Heinze und Oberlehrer Dr. Eymer.
Herr Oberlehrer Dr. Enderlein veranstaltete mit der OllRG ein englisches Lese- kränzchen.
Praktische Schülerarbeiten in Chemie wurden in den beiden Primen der Ober- realschule lehrplanmäßig in 2 Stunden wochentlich betrieben, in den Primen des Real- gymnasiums schlossen sie sich unmittelbar an den theoretischen Unterricht in den Klassen
an. Herr Professor Nau berichtet darüber wie folgt:
Nachdem das Vorkommen, die Darstellung, die Eigenschaften und die Verbindungen eines Metalls in der Klasse besprochen und auch durch einige Versuche erläutert worden sind, gehen sämt- liche Schüler in der folgenden Stunde in den Arbeitsraum und begeben sich auf ihre Arbeitsplätze. Einige Schüler bringen vor Beginn der Arbeit die Tische in Ordnung, zünden die Gaslampen an und schreiben nach Angabe des Lehrers den Gang der anzustellenden Versuche an die Wandtafel. Die zu untersuchende Substanz. gewöhnlich ein in Wasser lösliches Salz, wird jetzt an die einzelnen Schüler verteilt. Häufig stellen sich die Schüler auch das Salz, wie z. B. beim Quecksilber, selbst dar, um dabei die Unterschiede zwischen Oxydul- und Oxydverbindung kennen zu lernen. Die Arbeit wird dann nach dem angegebenen Plane ausgeführt. Das Praktikum gliedert sich in zwei Abschnitte: Es werden sog. Vorproben und Reaktionen auf nassem Wege gemacht. Der Schüler macht sich beim Arbeiten kurze Notizen über die Versuche und Vorgänge, wie er sie wahrnimmt. Die Substanz wird in folgender Weise


