Emil Schmidt, geboren am 10. April 1883 zu Diez a. d. Lahn, besuchte das Realprogymnasium seiner Vaterstadt und von 1897 bis Ostern 1901 das Kgl. Gymnasium zu Weilburg. Er studierte in Halle, Berlin und Marburg Theologie, Germanistik und hebräische Philologie, legte die Staatsprüfung am 26. Mai 1906 ab und promovierte am 31. Juli 1907. Von Ostern 1907 bis Ostern 1908 war er Mitglied des pädagogischen Seminars des Kgl. Gymnasiums zu Wiesbaden. Sein Probejahr trat er Ostern 1908 an der Oberrealschule zu Marburg an und übernahm zugleich die Tätigkeit eines wissenschaftlichen Hilfslehrers.
Heinrich Müller, geboren am S8. November 1882 zu Hofgeismar, genoß seine Schulbildung auf der Volksschule zu Biedenkopf(1888— 1892), dem Realprogymnasium daselbst(1892— 1896) und dem Realgymnasium zu Cassel(1896— 1901). Er studierte in Berlin und Marburg Mathematik und Naturwissenschaften, promovierte am 30. Mai 1906 zu Marburg und bestand am 27. Oktober 1906 die Staatsprüfung. Von Ostern 1907 bis Ostern 1908 war er Mitglied des pädagogischen Seminars an der Oberrealschule I zu Cassel. Sein Probejahr trat er Ostern 1908 an der Oberrealschule zu Marburg an. Zugleich wurde er mit Versehung einer wissenschaftlichen Hilfslehrerstelle betraut.
Lorenz Schmitt, geb. am 18. März 1878 zu Heddesheim(Nahe), besuchte das Friedrich-Wilhelms- Gymnasium zu Trier, studierte an den Universitäten München, Berlin, Paris, Bonn neuere Sprachen, war ein halbes Jahr Lehrer an der Chaloner's School zu Braunton, Devons.(England), studierte von August 1905 bis April 1906 in den Vereinigten Staaten von Amerika, bestand die Doktorprüfung am 20. Juni 1906 zu Bonn und ebendaselbst die Staatsprüfung am 25. Juli 1907, war vom 1. Oktober 1907 bis 1. Oktober 1908 Mitglied des Seminars zu Königshütte(Schlesien) und in dieser Eigenschaft beschäftigt an den Gymnasien zu Neustadt, Sagan und Oppeln. Seit Oktober 1908 ist er als wissenschaftlicher Hilfslehrer an der Oberrealschule zu Marburg beauftragt.
Am Ende des vorigen Schuljahres war auf einige Wochen beurlaubt behufs Teilnahme an einem kunsthistorischen Kursus in Florenz, vom Herrn Unterrichtsminister einberufen, Herr Oberlehrer Dr. Schmidt, der der gesamten Schule am 27. Juni einen sehr schönen Bericht gab, auft einige Tage zu einer Reise nach Süd-Frankreich Herr Oberlehrer Wallenfels. Vom 16. Juni an musste wegen einer militärischen Ubung Herr Oberlehrer Schüler bis zu den Sommerferien seinen Dienst versäumen, am 11. Juli hatte Herr Oberlehrer Kürschner eine Studienreise nach Frankreich angetreten. Vom 5. bis 9. November war der Unterzeichnete zu einer Versammlung preussischer Oberrealschuldirektoren nach Berlin gereist, und am 15. und 16. März 1909 war er wegen der Turnlehrerprüfung an seinem Dienste verhindert. Am 8. März war Herr Ober- lehrer Dr. Hauck als Geschworener tätig. Außerdem kamen noch manche Störungen durch glücklicher Weise nur kürzere Erkrankungen vor.
An der XXXIII. Versammlung des Philologen-Vereins der Provinz Hessen-Nassau in Ems nahmen am 27. Mai teil die Herren Oberlehrer Dr. Hauck, Oberlehrer Kürschner, Ober- lehrer Schüler, Dr. Gunckell, Dr. Müller und der Berichterstatter.
Am 23. Juni unternahmen wir die großen Klassenausflüge, und zwar suchte die Ober- Prima(Oberlehrer Dr. Hauck) von Frankenberg aus das Lengebach- und Orke-Tal auf, während die Unter-Prima(Oberlehrer Dr. Burhenne) von Waldkappel aus den Meißner bestieg, in Esch- wege übernachtete und am folgenden Tage über den Heldrastein nach Eisenach wanderte. Die Ober-Sekunda A(Professor Jänicke) ging von Ems nach Braubach, unternahm eine Dampfer- fahrt nach Koblenz und begab sich von da wieder heimwärts, während die Ober-Sekunda B (Oberlehrer Wallenfels) über Frankfurt und Darmstadt die Bergstrasse aufsuchte. Die beiden Unter-Sekunden(Professor Nau und Oberlehrer Brand) gingen von Friedberg nach der Kapners- burg und über den Limes und das Forsthaus Winterstein bis Nauheim. Die beiden Ober-Tertien suchten in Gemeinschaft mit der Unter-Tertia A(Oberlehrer Dörbecker, Oberlehrer Kürschner, Zeichenlehrer Becker) von Neukirchen aus das Knüllköpfchen auf und fuhren von Homburg aus zurück, während die Unter-Tertia B(Oberlehrer Dr. Schmidt) Hartenrod und Dillenburg besuchte. Die Quarta A(Oberlehrer Dr. Schwerdtfeger) begab sich auf den Schiffenberg bei Gießen, die Quarta B(Lehrer Wickenhöfer) über den Wollenberg nach Wetter. Die Quinta A


