Geschichte: 2 Stdn. Deutsche und preussische Geschichte vom Regierungsantritt Friedrichs des Grossen bis zur Gegenwart. Wiederholungen aus der brandenburgisch-preussischen Geschichte. Hölzerkopf, Nedden.
Erdkunde 1 Stde. Wiederholung der Länderkunde Europas mit Ausnahme des deutschen Reiches mit Anfertigung von Kartenskizzen. Elementare mathematische Erdkunde. Schmidt.
Mathematik: 5 Stdn. a) Arithmetik: Lehre von den Logarithmen. Heis,§§ 56— 59 a. Ein- fache und quadratische Gleichungen. Heis,§§ 67, 71, 73, 75. b) Geometrie: Kon- struktionen von algebraischen Ausdrücken, Anfangsgründe der Trigonometrie. Be- rechnung von Dreiecken. Koppe-Dielmann, I. C.§§ 1— 40. Anfangsgründe der Stereo- metrie. Berechnungen von Inhalt, Oberfläche, Mantel und Kanten der einfachen Körper. Koppe-Diermann, I. B.§§ 1— 55. Jung, später Knabe.
Naturbeschreibung: 2 Stdn. S.-S. Anatomie und Physiologie der Pflanzen. W.-S. Anthropo- logie. Burhenne.
Physik: 2 Stdn. Die einfachsten Erscheinungen aus der Lehre von Magnetismus und Elektri- cität, Akustik und Optik. Sattler,§§ 29— 33.§§ 47— 70. Jung, Böhmel, Burhenne.
Chemie: 2 Stdn. Vorbereitender Lehrgang der Chemie und Mineralogie. Sattler,§§ 71— 97. Burhenne.
Zeichnen: Freihandzeichnen: 2 Stdn. Einfache Modelle, Blätter, Rosetten etc. werden mit Angabe von Licht und Schatten in zwei Kreiden gezeichnet. Skizzier-, Mal- und Zeichenübungen mit Benutzung des Skizzenbuches.— Linearzeichnen: 2 Stdn. Ein- leitung in die Projektionslehre. Horizontal- und Vertikalprojektion der regulären Poly- éder, des Prismas und der Pyramide. Abwickelungen dieser Körper. Schürmann.
Ober-Sekunda.
Klassenlehrer: Oberlehrer Nau.
Religion: 2 Stdn. Erklärung der Apostelgeschichte und leichterer Abschnitte aus Galater- und 1. Korintherbrief. Lebensbilder der Apostel und anderer biblischer Personen. Kirchengeschichte bis 325. Schmidt.
Deutsch: 4 Stdn. Goethes„Götz von Berlichingen“. Sophokles'„König Odipus“, übersetzt von Donner. Schillers„Braut von Messina“. Euripides'„Iphigenie in Aulis“ in Schillers Bearbeitung. Goethes„Iphigenie auf Tauris“. Grillparzers„Sappho“. Auswendig- lernen von Dichterstellen und Abschnitten der gelesenen Dramen. Freie Vorträge der Schüler. Madert.
8 Aufsätze: 1. Erfüllt der erste Akt von Goethes„Götz von Berlichingen“ die Anforderungen, die man an die Exposition eines Dramas stellen kann? 2. Untreue schlägt ihren eigenen Herrn(nach- zuweisen an Goethes„Götz v. B.“). 3. Welche Momente bringen Ödipus allmählich zur Erkenntnis seiner verbrecherischen Taten?(Kl. A.) 4. Auf welche Weise bemüht sich Isabella, die Fürstin von Messina, ihre Söhne Don Manuel und Don Cesar zu versöhnen? 5. Hinter den grossen Höhen folgt auch der tiefe, donnernde Fall. 6. Agamemnon in„Tphigenie in Aulis“.(Kl. A.) 7. Welches Gefühl vornehmlich zeigt bei Goethe Iphigenie im ersten Auftritte, und von welchem Einflusse ist dasselbe
auf die im ersten Aufzuge folgenden Begebenheiten? 8. Vergleichende Charakteristik des Orest und Pylades in Goethes„Iphigenie“.


