Jahrgang 
1929
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1 Das Schulgeld beträgt 200 RM. im Jahr, monatlich zahlbar in Beträgen von 17, 17 und 16 RM. Von dem Bruttoaufkommen an Schulgeld werden 20% zu sozialen Zwecken verwandt. Da hier in Marburg die sogenannten Geschwisterermäßigungen 19% des Schulgeldes in Anspruch nehmen, bleiben, wenn nicht eine Aenderung der Bestimmungen eintritt, für Schul- geldermäßigungen, Freistellen und Unterstützungs- sowie Hilfsbibliothek nur sehr geringe Mittel zur Verfügung.

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Auch in diesem Jahre fanden besondere Veranstaltungen zur Berufsberatung nicht statt. Die Schule läßt keine Gelegenheit unbenutzt, um zur Kenntnis der Eltern und der Schüler zu bringen, was sie über besondere Berufseignung beobachtet, in der Regel so gut wie ohne jeden Erfolg. Die Angaben über den gewählten Beruf bei der Liste der Abiturienten sind ohne Zuverlässigkeit.

Die Schule war auch in diesem Jahr bemüht, Berufskenntnis durch Führung in technischen Betrieben zu schaffen; besonders verdient machte sich hier Studienrat Dr. Heckmann.

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Die V. D. A.-Schulgruppe(Leitung St.-Rat Strippel) zählte 155 Mitglieder. An der Pfingst-Tagung in Gmunden nahmen 11 Schüler teil, die hochbefriedigt wieder heimkehrten. Einen Bericht darüber mit Lichtbildern gab Estor UI. Weitere Vorträge hielten über das Elsaß(mit Dialektdarbietungen) Herr Stud.-Rat Bouchholtz, über die Sudetendeutschen v. Soden UI und über deutsches Turnen im Ausland Berger OI. An der Zusammenkunftt der V. D. A.-Jugend auf dem Heiligenberg bei Gensungen im September beteiligten sich eine ganze Anzahl Mitglieder. Das fröhliche Beisammensein mit etwa 900 Gleichgesinnten bedeutete für alle ein schönes Erlebnis.

IV. Der Elternbeirat

wurde am 14. 6. 1928 neu gewählt. Er besteht jetzt aus: Herrn Prof. Dr. Claussen als Vorsitzendem, Herrn Architekten Dipl.-Ing. Bauer als stellvertr. Vorsitzenden, Herrn Juwelier Freund, Frau Hauptmann Langer, Herrn Stadtobersekretär Mlodzik.

Die Beteiligung an der Wahl war sehr gering; es war nur eine Wabhlliste ein- gereicht worden.

V. Verschiedenes.

1. Für die Lehrerbibliothek(St.-Rat Strippel) sind aus etatsmäßigen Mitteln im Laufe des Jahres angeschafft worden:

An Fortsetzungen: a) Zeitschriften: Zeitschrift für Deutschkunde, Deutsche Literatur- Zeitung, Neue Jahrbücher für Wissenschaft und Jugendbildung, Monatsschrift für höhere Schulen, Die Antike, Lehrgänge und Lehrproben, Die Leibesübungen. b) Sonstige Werke: Grimm, Deutsches Wörterbuch; Germania Romana, Griechisch-Deutsches Wörterbuch zum Neuen Testament; Hessen-Nassauisches Volkswörterbuch; Schrader, Reallexikon der indo- germanischen Altertumskunde.

Neubeschafft wurden: Stenzel, Platon, der Erzieher; Friedländer, Platon; Pindar übers. u. erl. von Dornseiff; Dornseiff, Pindars Stil; Snell, Aischylos und das Handeln im Drama; Crusius, Die Mimjamben des Herondas; Horneffer, Herodots Historien; Horneffer, ThukydidesPeloponnesischer Krieg, deutsch; Stolz-Schmalz, Lateinische Grammatik; Klähn, Der Horaz-Unterricht; Koch, J., Weltgeschichte, 1. Teil; Kromayer-Veith, Heerwesen und Krieg- führung der Griechen; Buschau, Menschenkunde; Mitteilungen des Vereins für hess. Gesch. u. Landeskunde; Eckhardt, Politische Geschichte der Landschaft an der Werra; Busch, Die 400-Jahrfeier der Philipps-Universität; Prorok, Göttersuche in Afrikas Erde; Kunkel, Oberhessens vorgeschichtliche Altertümer; Pohlenz, Staatsbürgerliche Erziehung im griechischen Unterricht;