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UI. Kunstlied des 17. und 18. Jahrhunderts. Kompositionen Klopstockscher, Gellertscher und Goethescher Gedichte(Gluck, Mozart, Beethoven, Reichardt, Zelter). J. S. Bach„Matthäuspassion“. Händel. Die Stilwende um 1750. Sturm und Diang. Singspiel.
0 I. Kunstlied des 19. Jahrhunderts. R. Wagner. Brahms:„Deutsches Requiem“. Proben aus dem musikalischen Schrifttum des 19. Jahrhunderts.
II. Die Lehrer.
1. Zu Ostern 1925 trat an die Stelle des Studienassessors Lauth der Assessor Hermann Risse, bis dahin in Cassel.
Außerdem wurden hier als Assessoren geführt: Dr. Rasner, tätig an der Christians- schule in Hermannsburg(Hannover), Anhalt, zum Studium beurlaubt, Dr. Rosse, zuletzt tätig an der Aufbauschule in Segeberg in Holstein, wo er am 9. 3. 1926 starb. Die Schule be- trauert den ungewöhnlich tüchtigen Mann aufs tiefste; Dr. Hadermann zum Studium nach Heidelberg beurlaubt. 3
Herbst 1925 bestand Ménard die pädagogische Prüfung; er wurde nach halbjähriger Beurlaubung von dem Provinzialschulkollegium in Berlin übernommen.
Mit dem Anfang des neuen Schuljahres scheidet aus Dr. Hadermann, dem eine Hilfs- lehrerstelle am hiesigen Lyzeum übertragen ist, und Anhalt an die Oberrealschule II in Cassel.
Zum 1. 4. 1926 verläßt Studienrat Ewald Kraus das Philippinum, um die Leitung der Aufbauschule i. E. in Usingen zu übernehmen. Kraus hat sich in den 5 Jahren seiner Tätig- keit unvergeßliche Verdienste um die Schule erworben. Er hat in allmählicher Ueberleitung den Unterricht auf die Form umgestellt, die jetzt durch die Richtlinien vorgeschrieben ist; die naturwissenschaftliche physikalische und chemische Lehrmittelsammlung wurde modernisiert und neu geordnet, eine Leistung, deren Hauptverdienst Kraus zuzusprechen ist, der immer neue Schenkungen zu veranlassen wußte, die dann die Möglichkeit gaben, den Staat zur Her- gabe sehr bedeutender Mittel zu bewegen. Im Ausbildungskurs der Kandidaten leistete er vortreffliche Dienste. Ohne Humanist zu sein, wußte er in seinem Unterricht die humanistische Seite der Mathematik zur Geltung zu bringen. Seinen Schülern trat er auch außerhalb des Unterrichts bei Turnen, Spielen und Wandern besonders nah. So wird sein Andenken noch lange im Gedächtnis der Schule weiterleben. Zur Uebernahme seines Unterrichts wurde zu- nächst der Studienassessor Albert Schönwetter, bisher in Frankfurt a. M., überwiesen.
Da die UI auch im neuen Schuljahr geteilt bleiben mußte, konnte der Studienassessor Risse hier bleiben.
2. Oberstudienrat und Lehrerausschuß sind hier nicht vorhanden.
3. Pädagogische Vorbereitungsanstalt. Leiter: der Direktor; Lehrer: die Studienräte Dr. Klee, Kraus, Dr. Enßlin, Dr. Westerburg. Mitglieder waren: die Studienreferendare Dr. Lange, Dr. Gramsch, Dr. Rau.
4. Am wissenschaftlichen Prüfungsamt sind tätig: der Direktor als Vorsitzender, Dr. Klee, Dr. Enßlin, Luckey als Mitglieder.
5. An der Universität halten Vorlesungen oder Uebungen ab: der Direktor, seit dem 17. 7. 1925 als Honorar-Professor, Studienrat Engelhardt, Studienrat Dr. Enßlin.
6. Der Prüfungsausschuß für Ergänzungsprüfungen für Lateinisch und Griechisch be- stand wie bisher aus dem Direktor als Vorsitzendem, den Studienräten Engelhardt u. Dr. Eymer (von der Oberrealschule). b


