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i) Das Schulgeld beträgt 120 Mk. im Jahr, die verfügbaren Freistellen(10% des Gesamt-
schulgeldes abzüglich der Ermäßigungen) waren völlig vergeben. Im Berichtsjahr erhielt der größte Teil der Schüler unentgeltlich Bücher aus der Unterstützungsbibliothek.,
k) Besondere Veranstaltungen zur Berufsberatung fanden nicht statt. Wir beschränkten uns auf private Beratung und Förderung der Berufskenntnis mittels Führung durch technische Betriebe und Universitätsinstitute.
IV. Der Elternbeirat
wurde am 3. 6. 1924 neu gewählt; er besteht aus: Oberst a. D. v. Bartenwerffer, Sanitätsrat Dr. Hoffmann, Frau Pfarrer Ganß, Universitätsprofessor Dr. Claussen, Oberlandmesser Sauer, Juwelier Freund.
Elternversammlungen fanden nicht statt; über den Geist und die Absicht der neuen Lehrpläne trug der Direktor dem Beirat auf Wunsch vor. Das gute Vertrauensverhältnis, das hier zwischen Elternschaft und Schule besteht, kam durch freundliche Spenden zum Ausdruck; einige Autoren schenkten uns zu Prämienzwecken Bücher von sich; insbesondere kam den verschiedenen Sammlungen die Opferwilligkeit zu gute.
V. Verschiedenes.
1. Die baulichen Einrichtungen lassen sehr viel zu wünschen übrig; es schweben augenblicklich Verhandlungen über den Einbau einer Zentralheizung und über den Neubau der Turnhalle..
2. Im Berichtsjahr wurde die Neuordnung der naturwissenschaftlichen Sammlung be- endet; die Physiksammlung, die recht veraltet war, wurde völlig neu aufgebaut, zu gleichen Teilen durch Schenkungen und die Hilfe des Ministeriums. Es ist zu hoffen, daß auch im neuen Jahr Mittel zur Verfügung gestellt werden, um die Modernisierung erfolgreich zu Ende zu führen. Besondere Bereicherung erfuhr die Lehrerbücherei durch die Ergänzung der paedagogischen Abteilung mit Hilfe von 500 Mk., die der Herr Minister zur Verfügung stellte. Besondere Aufmerksamkeit wurde dem Ausbau der Hilfsbücherei zugewandt; dabei wurde das Ziel verfolgt, in ausreichender Zahl Bücher zu beschaffen, die zur Vertiefung des deutschen, fremdsprachlichen und geschichtlichen Unterrichts dienen, indem besonders die Privatlektüre bewußt geleitet und mit dem Unterricht organisch verbunden wird.
3. Auch im Berichtsjahr blieb hier die Einrichtung bestehen, daß in der UII vom Herbst ab alte Geschichte gelehrt wurde; die moderne Geschichte wurde im Sommer bis zur Gegenwart geführt; ferner daß eine deutsche Stunde vom Herbst ab benutzt wurde, um in die mittelhochdeutsche Sprache einzuführen. Beide Einrichtungen haben sich gut bewährt.
4. Auch in diesem Jahr fand, wie seit 1919 regelmäßig, eine zweimal wiederholte, zahlreich besuchte Weihnachtsfeier statt, in der die älteren Schüler für ihre jüngeren Kameraden und deren Geschwister und Angehörige ein Weihnachtsspiel aufführten; die Aula war prächtig mit Tannen ausgeschmückt, die wir selbst mit Unterstützung des Herrn Hegemeisters Kauffmann in Bauerbach aus dem Walde holten. In diesem Jahr wurde aufgeführt das Quickborn- Weihnachtsspiel mit alten Weihnachtsgesängen; vorher spielte das Schülerorchester das Concerto grosso von Corelli. Die Einübung und Leitung hatten Herr Hering und Dr. Klee besorgt. Die Unkosten wurden durch freiwillige Gaben gedeckt.
VI. Chronik der Schule.
Das abgelaufene Schuljahr brachte für Schüler und Lehrer ungewöhnliche Schwierig- keiten. Bei der Geschwindigkeit, mit der die Einführung der neuen Stundentafeln erfolgte, war es nur mit größter Anstrengung möglich, Unterrichtsverteilung und Stundenplan beim


