Jahrgang 
1913
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in SchillersWilhelm Tell. 7.(Klassenaufsatz): Wie erklärt sich die hoffnungsfreudige Stimmung des Königs und seiner Umgebung am Ende des ersten Aufzugs in SchillersJung- frau v. Orleans? 8. a)Arbeit ist des Blutes Balsam, Arbeit ist der Tugend Quell.(Herder.) b)Der Begeisterte siegt immer über den, der nicht begeistert ist.(Fichte). 9.(Klassen- aufsatz): a) Was möchte ich werden? b) Inwiefern hat sich das Wort Lessings inMinna von Barnhelm:Unglück ist auch gut bewährt an Preußen in der Zeit der Napoleonischen Fremdherrschaft?

C. Die mathematischen Aufgaben der Reifeprüfung.

1. Drei Zahlen, deren Summe 36 beträgt, bilden eine arithmetische Reihe. Vermehrt man die letzte Zahl um 1, so entsteht eine geometrische Reihe. Welche Zahlen erfüllen diese Bedingungen?

2. Ein Dreieck zu konstruieren aus dem Radius des Inkreises= t, dem Radius des Ankreises 5 z= l! und dem Abstand m der Mittelpunkte dieser beiden Kreise.

3. Von einem Dreieck kennt man= 5 cm, 52 cs= 13 qem und Winkel α= 44,414. Wie groß ist der Flächeninhalt des eingeschriebenen Kreises?

4. Ein Stück Blei(S= 11) von 20757 g Gewicht soll in Form eines graden quadrati- schen Pyramidenstumpfs von 12 cm Grundkante und 17 cm Höhe umgegossen werden. Wie groß muß die Endkante und die Seitenkante der Form sein? Wie groß der Neigungswinkel der Seitenflächen gegen die größere Grundfläche?

D. Mittellungen über den technischen Unterricht.

a) Turnen. Geturnt wurde von jeder Klasse in 3 Stunden wöchentlich, zusammen in 21 Stunden, und zwar leitete Herr Professor Engelhardt 3 Stunden(II!), Herr Professor Stange 6 Stunden(I, V+ VI), Herr Zeichenlehrer Klonk 9 Stunden IIa, III, III,), Herr Lehrer am Gymnasium Fiedler 3 Stunden(IV). Vom Turnunterricht waren im Sommer 16, im Winter 31 Schüler befreit.

b) Am Baden und Schwimmen in der städtischen Schwimmanstalt beteiligten sich 78 Schüler, 56 in einer zweiten öffentlichen, für sie bequemer gelegenen Anstalt. Schwimmen lernten 12 Schüler.

c) Chorgesang. 65 Schüler der IV I bildeten den Sängerchor. Chöre klassischer Meister, Volks- und Vaterlandslieder, sowie Motetten wurden eingeübt.Frisch gesungen! von Heinrichs und Pfusch. Sopran, Alt, Tenor und Baß je eine Ubungsstunde; Gesamtchor je 1 Stunde wöchentlich. Fiedler.

d) Wahlfreies Zeichnen für Schüler aus I und II. 2 Std. Im Sommersemester nahmen teil 22, im Wintersemester 10 Schüler. Zeichnen und Malen nach Kunst- und Naturformen. Stilleben. Pastell-, Aquarell- und Federtechnik. Skizzierübungen innerhalb und außerhalb des Schulgebäudes. Projektionslehre. Klonk.

E Zusammenstellung der eingeführten Lehrbücher sowie der für das Schuljahr 1913/14 ausgewählten Lektüre.

In allen Klassen. 1. Evangelisches Kirchengesangbuch für den Konsistorialbezirk Cassel. 2. Der Katechismus: a) der lutherische, b) der reformierte, beide herausgegeben von Spangenberg. 3. Regel- und Wörterverzeichnis für die deutsche Rechtschreibung 1902. 4. Debes-Kirchhoff, Schulatlas für die mittleren Unterrichtsstufen.

Sexta. 5. Marx und Tenter, Hülfsbuch für den evangelischen Religionsunterricht I. 6. Hopf und Paulsiek, Deutsches Lesebuch I, 1, bearbeitet von Muff. 7. Ostermann-Müller,