Jahrgang 
1900
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Tertia 1. (Ordinarius Professor Dr. Wilhelmi).

Religionslehre. a) Evangelische: Das Reich Gottes im Neuen Testament vor- wiegend nach dem Evangelium Matthäi. Eingehende Behandlung der Bergpredigt und der Gleichnisse. Einige Psalmen. Reformationsgeschichte im Anschluss an ein Lebensbild Luthers. Wiederholung des Katechismus und der wichtigsten Kirchenlieder. 2 St. w.(Im S. Pellens, im W. Rath). b) Katholische: Kombiniert mit Sekunda 2. c) Jüdische: Kombiniert mit Sekunda 2.

Deutsch. Behandlung prosaischer und poetischer Lesestücke aus dem Lesebuche von Muff. Schillers Wilhelm Tell und Lied von der Glocke, Belehrungen aus der Metrik und Poetik im Anschluss an die Lektüre. Auswendiglernen und Vortragen von Gedichten. Alle 4 Wochen ein Aufsatz. 2 St. w.(Im S. Pellens, im W. Stange).

Latein.(aesar dc bell. gall. IVVII mit Auswahl. Ovids Metamorphosen mit Aus- wahl und eine Anzahl Fabeln von Phaedrus. 4 St. w. Wiederholung der Formen- und Kasuslehre. Tempus- und Moduslehre, oratio obliqua. Ubersetzungen in das Lateinische nach Ostermann und im Anschluss an die Lektüre. Alle 8 Tage ein Extemporale odcr Exercitium; alle 6 Wochen eine schriftliche Ubersetzung aus Caesar in der Klasse. 3 St. wW.(Wilhelmi).

Griechisch. Die Verba auf α mund die wichtigsten unregelmässigen Verba. Wieder- holung und Ergänzung der Lehraufgabe der vorigen Klasse. Hauptregeln der Syntax im An- schluss an Gelesenes. Mündliche und schriftliche Übersetzungsübungen aus dem UÜbungsbuch von Wesener II und im Anschluss an die Lektüre. Alle 14 Tage eine häusliche Arbeit oder ein Extemporale. Im S. 3, im W. 2 St. w. Xenophons Anabasis Buch l und II zum Teil. Im S. 3, im W. 4 St. w.(Schäfer I).

Französisch. Die unregelmässigen Verben in systematischer Gruppierung unter Aus- scheidung der minder wichtigen und seltneren Komposita. Ergänzung der übrigen Formenlehre. Die syntaktischen Hauptgesetze in Bezug auf den Gobrauch der Hilfsverben avoir und étre; Wortstellung, wesentlich induktiv behandelt; Erweiterung des Wort- und Phrasenschatzes. Schriftliche und mündliche UÜbersetzungen, Diktate, nachahmende Wiedergaben. Alle 14 Tage eine schriftliche Arbeit. Sprechübungen in jeder Stunde. 3 St. w.(Schäfer D.

Geschichte und Erdkunde. Deutsche Geschichte vom Ausgang des Mittelalters bis zum Regierungsantritt Friedrichs des Grossen. Geschichte Preussens und Brandenburgs, einzelne Ab- schnitte der hessischen Geschichte. 2 St. W. Physische Erdkunde Deutschlands, Wiederholung der politischen. Behandlung der deutschen Schutzgebiete. Kartenskizzen. 1 St. wW.(Wilhelmi).

Mathematik. Arithmetik: Gleichungen ersten Grades mit einer und mehreren Un- bekannten(Bardey 10 12, 20, 22 erste Stufe, 23, 24). Potenzen und daz Wichtigste über Wurzelgrössen. Planimetrie: von der Ausmessung und Gleichheit der Figuren; Kreislehre (Schluss), Flächeninhalt, Proportions- und Khnlichkeitslehre(Lieber und v. Lühmann, Ab- schnitt 3, 4, 5 mit Auswahl. 3 St. w.(Eeinhard).

Naturbeschreibung. Der Mensch und dessen Organe nebst Unterweisungen über die Gesundheitspflege. Einiges über Nahrungs- und Genussmittel.(S.) Mechanische Erscheinungen, das Wichtigste aus der Wärmelehre.(W.) 2 St. w.(Reinhard).

Zeichnen. Schattieren auf Grund gegebener Profile und Lichtstrahlenwinkel. Zeichnen nach Gypsmodellen, Darstellung der Zeichnungen in verschiedenen Manieren. 2 St. w.(Klonk).