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Tertia 1b. (Ordinarius Prof. Hohenthal, seit 10. Januar 1898: wiss. Hilfslehrer Dr. Anacker.)
Religionslehre. a) Evangelische: Das Reich Gottes im Neuen Testament an der Hand des Evangeliums Matthäi. Eingehende Behandlung der Bergpredigt und der Gleichnisse. Einige Psalmen. Reformationsgeschichte im Anschluss an ein Lebensbild Luthers. Wiederholung des Katechismus und der wichtigsten Kirchenlieder. 2 St. w.(Hohenthal, seit 10. Januar 1898: Anacker.)— b) Katholische: Kombiniert mit Sekunda 2.— c) Jüdische: Kombiniert mit Sekunda 2.
Deutsch. Behandlung prosaischer und poetischer Lesestücke aus dem Lesebuche von Muff. Belehrungen aus der Metrik und Poetik im Anschluss an die Lektüre. Auswendiglernen von Gedichten. Alle vier Wochen ein Aufsatz. Lektüre von Schillers Glocke und Wilhelm Tell. 2 St. w.(Vogt.)
PLatein. Caesar de bello Gallico I 30— 54, IV—VII.— Ovids Metamorphosen mit Aus- wahl. 4 St. w.— Wiederholung der Formen- und Kasuslehre. Tempus- und Moduslehre. Oratio obliqua. Ubersetzungen in das Lateinische nach Ostermann und im Anschluss an die Lektüre. Alle acht Tage ein Extemporale oder Exercitium, alle sechs Wochen eine schriftliche Ubersetzung aus Caesar in der Klasse. 3 St. w.(Hohenthal, seit Januar 1898: Anacker.)
Griechisch. Xenophons Anabasis Buch I mit Ausschluss von Kap. 9 und Buch II mit Auswahl. Im S. 3, im W. 4 St. w.— Die Verba auf u und und die wichtigeren unregelm. Verba. Wiederholung und Ergänzung des Pensums der Untertertia. Hauptregeln der Syntax im Anschluss an das Gelesene. Übersetzen nach dem UÜbungsbuch von Wesener II. Allée 14 Tage eine Korrektur. Im S. 3, im W. 2 St. w.(Hohenthal, seit Januar 1898: Anacker.)
Französisch. Lektüre: im Sommer: Plötz-Kares; im Winter: Boissonas, Histoire d'une famille pendant la guerre 1870— 71. Grammatik nach Plötz-Kares bis Kap. 40. Schriftliche und mündliche Ubersetzungen in das Französische und umgekehrt. Sprechübungen. Alle 14 Tage eine schriftliche Arbeit. 3 St. w.(Im Sommer: Ewoldt, im Winter: Stange.)
Geschichte und Erdkunde. Deutsche Geschichte vom Ausgang des Mittelalters bis zum Regierungsantritt Friedrichs des Grossen. Geschichte des brandenburgisch-preussischen Staates. 2 St. w.— Physische Erdkunde Deutschlands, Wiederholung der politischen. Behandlung der deutschen Schutzgebiete. 1 St. W.(Hohenthal, seit Januar 1898: Anacker.)
Mathematik. Arithmetik: Gleichungen ersten Grades mit einer und mehreren Un- bekannten(Bardey 20— 22 erste Stufe, 23— 24), Potenzen und das Wichtigste über Wurzelgrössen. — Planimetrie: Kreislehre(Schluss), Flächeninhalt, Proportions- und Ahnlichkeitslehre(Lieber und Lühmann, Abschnitt 3, 4, 5 mit Auswahl). 3 St. w.(Im Sommer: v. Hanæxleden, im Winter: Euwoldt.)
Naturbeschreibung. Der Mensch und dessen Organe nebst Unterweisungen über die Gesundheitspflege. Einiges über Nahrungs- und Genussmittel. Mechanische Erscheinungen. Das Wichtigste aus der Wärmelehre. 2 St. w.(Eooldt.)
Zeichnen. Zeichnen nach Gypsmodellen, Darstellung der Zeichnungen in verschiedenen Manieren(Kreide, Wischer, Sepia, Bleifeder, Feder). Ornamentale Farbenstudien nach ge- gebenem Entwurf für Vorgeschrittene. 2 St. w.(Im Sommer: Kullmann, im Winter: Witt.)


