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Sekunda 2. (Ordinarius Professor Pfarrer Vogt.)
Religionslehre. Evangelische: Lesen und Erklärung des Evangeliums Lucaa mit Berücksichtigung der anderen Synoptiker; Wiederholung des Katechismus und wichtiger Kirchen- lieder. 2 St. w.(Vogt.)— b) Katholische: Erweiterter Katechismus. Die kirchliche Lehre von der Busse und vom Ablass, von der Priesterweihe und Ehe.— Kirchengeschichtliche Charakterbilder des Mittelalters. 2 St. w.(MWeber.)— c) Jüdische: Die 13 Glaubensartikel. Lektüre ausgewählter Psalmen und Gebete im Urtexte. Geschichte der Reiche Juda und Israel. 2 St. w.(NMunk.)
Deutsch. Lektüre: Hermann und Dorothea. Minna von Barnhelm. Jungfrau von Orleans. Gedichte von Schiller, Gedichte und Prosalektüre aus dem Lesebuch von Muff für Untersekunda. Auswendiglernen von Gedichten. Vorträge. Praktische Anleitung zur Aufsatz- pildung. Disponierübungen. Alle 4 Wochen ein Aufsatz. 3 St. w.(Schäfer II.)
Themata der deutschen Aufsätze: 1) Die Elemente hassen das Gebild der Menschenhand.(Klassenarbeit.)— 2) Isabeau und Johanna.— 3) Übersetzung aus Livius.(Klassenarbeit.)— 4) Es fällt keine Eiche von einem Streiche.— 5) Welches waren die Ursachen der französischen Revolution?(Prüfungsarbeit im Herbste.)— 6) Wie ward Xeno- phon Stratege?— 7) Welche Bedeutung haben Europas Bodengestalt und Klima für seine Bewohner? (Klassenarbeit.)— 8) Welche Eigenschaften bewundern wir an Wilhelm I.?— 9) Welchen Zweck hat das Auftreten Riccauts?(Klassenarbeit.)— 10) Prüfungsarbeit zu Ostern: Was treibt die Menschen in die Ferne?
Latein. Livius XXII mit Auswahl und Vergils Aen. J u. II mit Auswahl(nach Lange). Ciceros erste Rede gegen Catilina und einige Kapitel aus der dritten. 4 St. w.— Wiederholung der Syntax mit Ergänzungen nach Ellendt-Seyffert; Extemporalien im Anschluss an die Lektüre; alle 6 Wochen eine schriftliche Ubersetzung aus dem Lateinischen ins Deutsche. 3 St. w.(Vogt.)
Griechisch. Lektüre: Xenophon, Anabasis III, 1,§ 15— IV. Ausgewählte Stellen aus den Hellenika. Homer, Odyssee I, IX, XI mit Auswahl und XII.— Grammatik: Wiederholung der Formenlehre, die wichtigsten Regeln der Kasus-, der Tempus- und der Moduslehre. Alle 14 Tage eine schriftliche Arbeit. 6 St. w.(Loeber.)
Französisch. Lektüre: Verne, Le tour du monde en 80 jours. Grammatik: Befestigung des Konjunktivs; Adjectiv, Adverb, Particip, Infinitiv, Präpositionen nach Plötz-Kares, Sprach- lehre. Übersetzungsübungen nach Plötz-Kares, Übungsbuch. Sprechübungen. Alle 14 Tage eine schriftliche Arbeit. 3 St. w.(Schäfer I.)
Geschichte und Erdkunde. Deutsche und preussische Geschichte von Friedrich dem Grossen an bis zur Gegenwart. Wiederholung der früheren deutschen Geschichte.— Erdkunde Deutschlands und der meisten übrigen europäischen Länder. Das Wichtigste aus der mathe- matischen Geographie. 3 St. w.(Loeber.)
Mathematik. Gleichungen einschliesslich einfacher quadratischer mit einer Unbekannten und Logarithmen(Bardey 22— 25, 18). Berechnung des Kreisinhaltes und Kreisumfanges, ein- fache Konstruktionsaufgaben. Die trigonometrischen Funktionen am rechtwinkligen Dreieck, Berechnung rechtwinkliger und gleichschenkliger Dreiecke. Die einfachen Körper nebst Berech- nungen von Kantenlängen, Oberflächen und Inhalten. 4 St. W.(Reinhard.)
Physik. Die wichtigsten chemischen Erscheinungen, Magnetismus, Elektricität, Akustik und einige einfache Abschnitte aus der Optik. 2 St. w.(Reinhard.)


