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Heinrich Düntzer, Goethe, Hermann und Dorothea; Goethe., Dichtung und Wahrheit; Schiller, Wallenstein; Lessing, Minna von Barnhelm; Lessing, Nathan der Weise; Herder, Der Cid; Weiss, Bilder-Atlas der Sternenwelt; Stein, Lederstrumpf-Erzählungen nach Cooper; Otto, die Buschjäger, und ein Sammelband kleinerer Erzählungen.
Ausserdem zeichneten die Obersekundaner Max Winckel und Fritz Hesse, dieser eine Karte von ltalien mit besonderer Berücksichtigung der Feldzüge Hannibals nach Anleitung der Liviuslektüre, jener eine genaue Karte der Ther mopylen.
3. Naturgeschichtliche Sammlung.
Geschenkt wurde: von dem Unterprimaner Dörbecker: Abbildung eines Pferdes mit eingezeichnetem Gerippe; von dem Sextaner Strahl: Schädel einer Hauskatze und eines Dachses; von dem Sextaner Traun: Schädel und Füsse eines Mönchsgeiers.
Angekauft wurde: ein anatomisches Modell des menschlichen Rumpfes und Kehlkopfes.
4. Physikalisch-chemische Sammlung.
Angekauft wurden: 2 Demonstrations-Mikroskope, Tyndalls Apparat zur mechanischen
Wärmewirkung, ein Wasserzersetzungsapparat, eine Magnetnadel für Deklination und Inklination.
VI. Stiftungen und Unterstützungen für Schüler.
1. Die Zahl der Freischüler während des Rechnungsjahres 1893/94 betrug 61, die Summe des erlassenen Schulgeldes 3876 Mark. Ausserdem wurden vom K. Prov. Schulkollegium 30 Mark Schulgeld niedergeschlagen.
2. Der Kapitalbestand der Münscher-Stiftung*) beträgt 1622,53 Mark. Das Stipen- dium in der Höhe von 52,50 Mk. wurde am 22. April 1893 durch Herrn Geh. Rat Dr. Münscher an den Oberprimaner Hermann Hücker verliehen.
Am 9. Mai 1892 wurde der Grund zu einem weiteren Stipendium für unbemittelte Schüler gelegt, indem der Vater eines Abiturienten dem unterz. Direktor zu diesem Zweck 150 M. übergab. Seitdem ist der Betrag der angesammelten Geldsumme auf 386 M. gestiegen, zu welchen in den letzten Wochen noch weitere 50 M. von dem Vater eines Abiturienten und von einem Ungenannten 14 M. gekommen sind, so dass in diesem Augenblick 450 M. angesammelt sind, welche einstweilen bei der städtischen Sparkasse verzinslich angelegt sind. Diese»Stiftung früherer Schüler«, über deren Fortgang die Programme der Anstalt alljährlich berichten werden, wird unter dem Ausdruck des wärmsten Dankes an die bisherigen Spender dem ferneren Wohlwollen der Eltern und früheren Schüler herzlich emmpfohlen.
Die Unterstützungsbipliothek, verwaltet durch Herrn Professor Dr. Wilhelmi, leiht die eingeführten Schulbücher, soweit der Vorrat reicht, an unbemittelte Schüler aus. Diese Bibliothek, welche aus Beiträgen von Verlagsbuchhändlern und aus Geschenken früherer Schüler und anderer Freunde der Schule entstanden ist, wird auch ferner dem Wohlwollen des Publikums dringend empfohlen.— An Geschenken für dieselbe wurden gespendet: Von Herrn Oberlehrer Dr. Lange ein Exemplar seiner Vergilausgabe, von dem Herrn Oberlehrer Dr. Fischer Thuc. VI. B., von Abiturienten des vorigen Jahres eine Anzahl gebrauchter Schulbücher.
*) Über diese Stiftung vergl. das Anstaltsprogramm von 1886, S. 34— 35.


