Jahrgang 
1894
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Vortragen von Gedichten. 3 St. w. Lebensbilder aus der vaterländischen Geschichte. 1 St. W. (Euler.)

Latein. Formenlehre unter Beschränkung auf das Regelmässige und mit Ausschluss der Deponentia. Vokabellernen im Anschluss an das Lesebuch und zur Vorbereitung auf die Lektüre. Übersetzen aus dem Lese- und Übungsbuch von Ostermann. Wöchentlich eine halbstündige Klassenarbeit im Anschluss an den Lesestoff. 8 St. W.(Schedtler.)

Erdkunde. Heimatkunde. Elementare Einführung in die Grundbegriffe der physischen und mathematischen Erdkunde. Erste Anleitung zum Verständnis des Globus und der Karten. Oro- und hydrographische Verhältnisse der Erdoberfläche im allgemeinen. 2 St. w.(Schedtler.)

Rechnen. Wiederholung der Grundrechnungen mit ganzen, benannten und unbenannten Zahlen. Die deutschen Maasse, Münzen und Gewichte. Ubungen in der dezimalen Schreib- weise und den einfachsten dezimalen Rechnungen. 4 St. W.(Uekermann.)

Naturbeschreibung. Beschreibung von Blütenpflanzen mit Erklärung der Formen und Teile der Wurzemm, Stengel, Blätter, Blüten, leicht erkennbaren Blütenstände und Früchte. Be- schreibung wichtiger Säugetiere und Vögel in Bezug auf Gestalt, Farbe und Grösse nach vor- handenen Exemplaren und Abbildungen nebst Mitteilungen über ihre Lebensweise, ihren Nutzen und Schaden. 2 St. wW.(Uckermann.)

Schreiben. Deutsches und lateinisches Alphabet: Buchstaben, Gruppen, Wörter und Sätze. 2 St. w.(Wiätt.)

Singen. Kombiniert mit Quinta. 2 St. w.(S. Witt, W. Funk.)

Von dem evangelischen Religionsunterrichte waren im S. 4, im W. 19 Schüler wegen der Konfirmationsstunden pefreit. Im katholischen Reli gionsunterrichte fanden aus demselben Grunde im W. 3 Befreiungen statt.

An dem wahlfreien hebräischen Unterricht nahmen im S. 15 und im W. 14 Schüler der Prima und Sekunda 1 teil.

An dem wahlfreien englischen Unterricht beteiligten sich im S. 31 und im W. 30 Schüler der Prima und Sekunda 1.

Mitteilungen über den technischen Unterricht.

a) Turnen. Frei-, Stab- und Hantelübungen wechselten mit Gerät- und Gerüstübungen. Grosser Wert wurde auch auf die Bewegungsspiele gelegt, welche im Sommer regelmässig, im Winter an schönen Tagen im Freien vorgenommen wurden. Der Dauerlauf wurde in der Turn- halle und an windstillen Tagen im Freien bis zur Dauer von 20 Minuten geübt. Im Winter trat häufig an Stelle der Turnstunde Schlittschuhlaufen unter Aufsicht des betreffenden Lehrers. Auch ausserdem wurde von den Schülern fleissig Schlittschuh gelaufen. Geturnt wurde von jeder

Klasse in je 3 St. w., zusammen in 27 St. Befreit waren im S. 19, im W. 24 Schüler. In I1, I2 und V 9 St. w. Wau; in II1, II 2, III1, III2, IV. VI 18 St. w. Spindler.