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Tertia 2a. (Ordinarius Hilfslehrer Bosse(S.), Oberlehrer Hohenthal(W.)
Religionslehre. a) Evangelische: Das Reich Gottes im Alten Testamente nach der biblischen Geschichte von Wendel. Lesung entsprechender biblischer Abschnitte, dazu auch Psalmen und Stellen aus Hiob. Wiederholung der fünf Hauptstücke des Katechismus, von Sprüchen und Liedern. Auch neue Sprüche, Psalmen und Lieder gelernt. Belehrungen über das Kirchenjahr und die Bedeutung der gottesdienstlichen Ordnungen. 2 St. w.(Vogt.)— b) Katholische: Auserwählung, wunderbare Erziehung und Führung des israelitischen Volkes bis auf König Salomo.— Im Katechismus die Lehre von den 10 Geboten Gottes und den 5 Ge- boten der Kirche, von der Sünde, Tugend und christlichen Vollkommenheit.(Nach Schuster, Bibl. Geschichte des A. u. N. Testam., und nach dem Diözesankatechismus). 2 St. wW.(Weber.)
Deutsch. Zusammenfassender Uberblick über die wichtigsten der deutschen Sprache eigentümlichen grammatischen Gesetze. Behandlung prosaischer und poetischer Lesestücke aus dem Lesebuch von Hopf und Paulsiek; im Anschluss daran das Wichtigste aus der Metrik. Auswendiglernen und Vortragen von Gedichten. Alle 4 Wochen ein Aufsatz. 2 St. w. (S. Bosse, W. Euler.)
Latein. Lektüre: Caesar, de bello Gallico I, 1— 29, II- III. 4 St. w.— Erweiterung der Kasuslehre. Hauptregeln der Tempus- und Moduslehre. Übungen im Übersetzen teils nach Ostermanns Übungsbuch, teils im Anschluss an die Cauesarlektüre. Wöchentlich eine schriftliche Arbeit. 3 St. w.(Hohenthal.)
Griechisch. Die regelmässige Formenlehre des attischen Dialekts bis zum verbum liquidum einschliesslich; Leseübungen nach dem Elementarbuche von Spiess. Alle 14 Tage eine schriftliche Arbeit teils zu Hause, teils in der Schule. 6 St. w.(Loeber.)
Französisch. Wiederholung der regelmässigen Konjugation, sowie der Hilfsverben avoir und être unter besonderer Berücksichtigung der Konjunktivformen; Veränderungen in der Recht- schreibung gewisser Verben, ferner die hauptsächlichsten unregelmässigen Verben. Schriftliche und mündliche Ubersetzungen aus Plöt,. Elementargrammatik und Schulgrammatik. Alle 14 Tage eine schriftliche Arbeit. Sprechübungen. 3 St. W.(Schäfer.)
Geschichte und Erdkunde. Kurzer berblick über die weströmische Kaisergeschichte vom Tode des Augustus an; dann deutsche Geschichte bis zum Ausgange des Mittelalters. 2 St. w.— Erdkunde von Deutschland(besonders politisch). Physische und politische Erdkunde von Asien und Afrika. Kartenskizzen. 1 St. W.(Loeber.)
Mathematik. Arithmetik: Gesetze der Addition, Subtraktion, Multiplikation und Division mit Übungen nach Bardey III bis IX. Leichte Gleichungen ersten Grades(Bardey XX). Geometrie: Lehre von den Parallelogrammen und vom Kreise nach Lieber und v. Lühmann 8§ 48— 83. 3 St. w.(Uekermann.)
Naturbeschreibung. Botanik: Obersicht über die wichtigsten Pflanzenfamilien und Übungen im Bestimmen nach der Schulflora von Gies(S.) Das Wichtigste aus der Anatomie und Physiologie der Pflanzen. Beschreibung einiger ausländischer Kulturpflanzen. Ubersicht über das Tierreich, Grundbegriffe der Tiergeographie.(W.) 2 St. w.(Uekermann.)
Zeichnen. Das Nötige aus der Perspektive. Anwendung der perspektivischen Gesetze beim Zeichnen nach Holzkörpern. Das Notwendige aus der Schattenlehre. Erklärung der Be- leuchtungserscheinungen an den grad- und krummflächigen Körpern. Anwendung der Licht- und Schattenlehre beim Zeichnen ornamentaler Gypsmodelle. 2 St. w.(Witt.)


