Jahrgang 
1891
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Mathematik. Arithmetik: Logarithmen, arithmetische und geometrische Reihen, Zinses- zinsrechnung, quadratische Gleichungen(Bardey 18, 25 27, 31 33). Planimetrie: Kreismessung, Konstruktion algebraischer Ausdrücke, Dreieckskonstruktionen, Lehrsätze über Dreiecke, Auf- gaben über Verwandlung und Teilung der Figuren. Trigonometrie: Grundformeln, Sätze vom Dreieck. 4 St. W.(Weidenmüller.) Physik. Magnetismus, Galvanismus, Wärme. Einiges aus der Meteorologie und Klimato- logie. 2 St. W.(Weidenmüller.)

Sekunda 2. (Ordinarius Oberlehrer Pfarrer Vogt.)

Religionslehre. a) Evangelische: Erklärung der Apostelgeschichte mit Berück- sichtigung des Urtextes. Leben des Apostels Paulus.(S.)(Paulus.) Bilder aus der Kirchen- geschichte: Christenverfolgungen der ersten Jahrhunderte. Bonifatius. Luther.(W.) 2 St. w. (Vogt.) b) Katholische: Kombiniert mit Prima 1.

Deutsch. Erklärung von Gedichten, besonders Schillerscher Balladen. Uhland, Ernst, Herzog von Schwaben. Schiller, das Lied von der Glocke. Wilhelm Tell. Das notwendigste aus der Metrik mit Bemerkungen über die Dichtungsarten im Anschluss an die Lektüre. Ubungen im Disponieren. Deklamationen. Aufsätze. 2 St. W.(Klincksieck.)

Themata für die deutschen Aufsätze:

Im Sommer: 1) Welche Vorteile und Annehmlichkeiten gewährt uns die Kunst zu lesen? 2) Ge- dankengang in Schillers Ballade»Der Kampf mit dem Drachen«.(Klassenarbeit.) 3) Dem Tod entrinnt, wer ihn verachtet, doch den Verzagten holt er ein. Chrie. 4) Welche Opfer bringt Ernst von Schwaben seiner Freundschaft mit Werner von Kiburg?(Klassenarbeit.) Im Winter: 1) Warum ist die Un- bekanntschaft mit der Zukunft uns vorteilhafter als die Kenntnis derselben? 2) Welches sind die Vor- züge des Fussreisens? 3) Ubersicht der 2. Scene des 1. Aufzuges in Schillers»Wilhelm Tell« 4) In- wiefern ist uns der Strom ein Bild des menschlichen Lebens? 5) Worin liegen die Verdienste Heinrichs I. um Deutschland? 6) Wie schildert uns in seinem»Wilhelm Tell« Schiller die Schweizer?(Klassenarbeit.)

Latein. Vergils Aeneis, Buch I. II, Vers 1 100. 2 St. w. Livius, Buch XXI, Kap. 1 40.(S.) Ciceros Reden gegen C(atilina, I. II. III. C. Sallusti bellum Catilinae mit Aus- wahl.(W.) Wiederholungen und Erweiterungen aus dem Gebiete der ganzen Syntax nach Ellendt-Seyffert, mit besonderer Berücksichtigung der in den gelesenen Schriften vorkommenden grammatischen Erscheinungen; entsprechende exempla syntaxis sowie einige loci memoriales wurden auswendig gelernt. Mündliche Ubungen sowie häusliche schriftliche Arbeiten nach Süpfle II oder eine Schularbeit nach vorgängiger Niederschrift wöchentlich. 6 St. W.(Togt.)

Griechisch. Homers Odyssee I. IX. Einige Verse aus Buch I, sowie IX, 19 81 und 446 460 auswendig gelernt. 2 St. w.(Vogt.) Xenophons Anabasis, Buch II, 3 IV, 6. Wiederholung der Formenlehre. Grammatik nach Seyffert-Bamberg(Kasuslehre). Alle 14 Tage eine schriftliche Arbeit. 5 St. w.(Euler.)

Französisch. Plötz, Lectures choisies. Auswahl.(S.) Töpffer, Le Lac de Gers. Le col d'Anterne.(W.) Plötz, Schulgrammatik, Lektion 50 68. Repetition von Lektion 736. Alle 2 Wochen eine häusliche oder Klassenarbeit. 2 St. w.(Klincksieck.)

Hebräisch. Kombiniert mit Sekunda 1.

Geschichte und Geographie. Griechische Geschichte von den ältesten Zeiten bis zu den Kämpfen der Diadochen nebst der Geographie von Altgriechenland nach dem Grundriss