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beiden grössten Klassen mit neuen, den Anforderungen der Gesundheitslehre durchaus ent- sprechenden Subsellien versehen und namentlich die Schülerbibliothek nicht so sehr vermehrt, als vielmehr in allen ihren Teilen eigentlich ganz neu gegründet wurde. Für die Bereitwilligkeit und das Wohlwollen, mit welchem die vorgesetzte Behörde die für jene Aufwendungen erforderlichen sehr bedeutenden Geldmittel zur Verfügung stellte, sei derselben an dieser Stelle im Namen der Anstalt der gebührende Dank ausgesprochen.
Je erfreulicher diese Förderung der Schuleinrichtungen für alle Beteiligten war, eine desto betrübendere Erscheinung bot das im Anfang des Wintersemesters abermals zu Tage getretene Unwesen mehrerer verbotener Schülerverbindungen, infolge dessen über eine grössere Anzahl von Schülern der Klassen Unterprima und, der beiden Sekunden empfindliche Strafen verhängt werden mussten. Es zeigte sich hierbei, dass die eindringlichen Warnungen und Bitten, welche der unterz. Direktor am Schluss des Oster- programms von 1885 an die Eltern und Pensionshalter der Schüler gerichtet hatte, leider nicht überall die verdiente Beachtung gefunden hatten. Durchdrungen von der Ueberzeugun g dass nur durch ein vertrauensvolles Zusammenwirken von Haus und Schule dem die Sitt- lichkeit untergrabenden verderblichen Treiben der verbotenen Schülerverbindungen ein Ende gemacht werden kann, richte ich daher an dieser Stelle nochmals an Eltern, Vormünder und Pensionshalter die dringende und herzliche Bitte, das Lehrerkollegium bei der Be- kämpfung des gefährlichen Uebels mit Rat und That unterstützen zu wollen.
IV. Statistische Mitteilungen.
f. Die Lehrer des Gymnasiuns.
Die dermalige Zusammensetzung des Lehrerkollegiums ist folgende: Direktor Dr. Georg Buchenau; drei*) Oberlehrer: Dr. Karl Weidenmüller, Pfarrer Karl Vogt, Jakob Loeber; sechs ordentliche Lehrer: Dr. Wilhelm Wilhelmi, Karl Hohen- thal, Dr. Heinrich Schäfer, Franz Schenkheld, Dr Otto Weingärtner, Arnold Reinhard; ein Gymnasial-Elementarlehrer Emil Müller; vier wissenschaftliche Hilfslehrer Julius Winneberger, Alexander Wende, Georg Degenhardt, Dr. Eduard Schneider; zwei Probekandidaten: Karl Münch und Dr. Friedrich Dieckmann.
*) Die Stelle des 1. Oberlehrers war seit der Pensionierung des Prorektors Prof. Dr. Collmann vom 1. Oktober v. Js. an unbesetzt.


