Jahrgang 
1879
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Für die Schüler aus den oberen Klassen: Kirchengeschichte vom ersten Zeitalter nach kurzer Wiederholung bis zum zweiten resp. bis zur Bilderstürmerei inclus.(S.) Von dieser bis zum Schlusse der Kirchengeschichte, Beginn der Glaubenslehre und Fort- setzung bis zu den Eigenschaften Gottes.(W.) 2 St. w.(Pfr. Tyill.)

Gesang. I. Abtheilung. Quinta und Sexta. Die Dur-Tonleiter und ihre Intervalle; Choräle, ein- und zweistimmige Volkslieder. 2 St. w.

II. Abtheilung. Tertia und Quarta. Die einfachen Dur- und Moll-Tonleitern, der Dreiklang; Choräle, mehrstimmige Volkslieder.(Zuletzt mit Abtheilung I. vereinigt, weil eine zu grosse Anzahl der Schüler in den Stimmenwechsel kam.) 1 St. w.

II. Ausgewählte Schüler von VI. bis I. 1 St. w. Sämmtliche Dur- und Molltonleitern nach ihren Intervallen und Dreiklängen geübt. Vierstimmige Volks- und Vaterlandslieder. Chöre aus den Jahreszeiten von Haydn, sowie aus der Iphigenie von Gluck. 1 St. Sopran und Alt, 1 St. Tenor und Bass, 1 St. Chorgesang; zusammen 3 St. w.(GEL. Mäller.)

Zeichnen. In VI., V., IV. obligatorisch.

Sexta. Die gerade und krumme Linie und ihre Anwendung in Figuren nach Wand- tafeln von Hertzer und Kumpa. 2 St. w.

Quinta. Ornamente, zuletzt Gesichtstheile nach Wandtafeln von Kumpa, Herdtle und Troschel. 2 St. w.

Quarta. Gesichtstheile und leichte Köpfe nach den Wandtafeln von Troschel, nach Holzkörpern in zwei Kreiden gezeichnet. Geometrisches Zeichnen: Einfache Con- structionen, Perspective. 2 St. w.

Tertia A und B. Ornamente, Landschaften, Köpfe in Blei, Kreide oder Sepia aus- geführt. Im geometrischen Zeichnen wird in der Perspective fortgefahren. 1 St. w.

Sccunda und Prima. Köpfe und Ornamente nach Gyps. Landschaften in Kreide oder Farbe. Linearzeichnen(freiwillig): Projectionslehre und Schattenconstructionen. 1 St. w.(GEL. Mäiller.)

Turnen. Frei- und Ordnungsübungen wechseln mit Geräth- und Gerüstübungen, die ersteren werden mehr von den unteren, die letzteren mehr von den oberen Klassen geübt. Im Sommer bis Mitte November erhielt jede Klasse 2 St. W.(GEL. Mäller.)

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II. Chronik des Gymnasiunms.

Donnerstags den 2. Mai wurde das neue Schuljahr mit einer gemeinsamen Andacht und mit der Aufnahme von 48 Schülern begonnen. Zugleich wurde Candidat Ferdinand Hartwig gemäss einer bereits fruüher erfolgten Verfügung des Königlichen Provinzial- Schulcollegiums in seine neue Thätigkeit eingeführt. Leider fehlte aber bei der Eröffnung der Lectionen der Gymnasiallehrer Fritze. Derselbe hatte nämlich, wie in der Chronik des vorigen Schuljahrs mitgetheilt worden ist, auf 6 Monate Urlaub erhalten, um als

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