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Regeln der syntaxis ornata nach des Lehrers Dictat. Wöchentlich ein Scholasticum oder Extemp. pro loco. Daneben im S. exerc. domest.— Memoriert loci memoriales I— X. Im S. 6, im W. 4 St. Ausgewählte Stücke aus Franke's Chrestomathie I., II. u. III. Abth. Passendes, besonders Sentenzen, memoriert; das Wichtigste über Quantität der Silben, Hexameter, Pentameter und Senar.(nur im W. 2 St.)(Pfr. Vogt.)
Griechische Sprache. Die regelmässige Formenlehre bis zu den Verba liquida incl nach Berger. Lectüre nach Spiess cap.—VII.(S.), von VIII— XVI.(W.) Wöchentl. ein Extemporale. 5 St. w.(Pfr. Vogt.)
Französische Sprache. Plötz, Elementargrammatik, Lection 45— 75; wöchentlich ein thème oder Extemporale. 2 St. w.(Candidat Kraata.)
Mathematik. Rechnen: Decimalbrüche und gewöhnliche Brüche. Zusammen- gesetzte Regeldetrie-, Procent- und Rabattrechnung etc. nach Fölsing II. Th. 3 St. w. Geometrie. Einleitung in die Planimetrie.(W.) 1 St. w.(Dr. Eberhard)
Geschichte. Griechische Geschichte bis 500(S.)(GL. Fritze), Griechische Geschichte zu Ende; Römische Geschichte bis 14 n. Chr.(W.)(Candidat Christfreund.) 2 St. w.
deographie. Umrisse von Australien und Amerika.§. 12, 13 nebst statistischer Uebersicht(S.) 2 St. w.— Asien§. 15, dessen Producte§. 58 und Staaten nach dem Anhang S. 294. Afrika übersichtlich§. 14.(W.) 1 St. w.(Dr. Ritter.)
Naturkunde. Vögel(S.).— Die Hälfte der Ordnungen der Säugethiere(W.). 1 St w. (Dr. Ritter.)
OQuinta. (Ordinarius GL. Wilhelmi.
Religionslehre. Biblische Geschichte des N. T. nach dem Baseler Lehrbuche. Memo- riert wurden die ersten 3 Hauptstücke des Katechismus mit Luthers Erklärung, einige Bibelsprüche und Kirchenlieder; die für Sexta bestimmten Lieder wurden repetiert. 3 St. w. (Pfr. Vogt.)
Deutsche Sprache. Lectüre nach Hopf und Paulsiek's Lesebuch; Uebungen im Zergliedern, sowie in mündlicher und schriftlicher Wiedergabe der gelesenen Stücke; eine Auswahl der Gedichte wurde gelernt und declamirt, andere nur gelesen und erklärt. Nach dem grammatischen Anhang starke und schwache Declination und Conjugation, die wich- tigsten Theile der Satzlehre und im Anschluss daran, Einübung der Interpunction. Wöchentl. 1 Aufsatz(meist Erzählung) oder Dictat. 2 St. w.(GL. Wilhelmi.)
Lateinische Sprache. Spiess Uebungsbuch für Quinta. Im Sommer Wiederholung der regelmässigen, Erlernung der unregelmässigen Formenlehre; die Genusregeln nach dictirten Reimregeln, sonst wurde meist die Grammatik von Berger benutzt. Im Winter Einübung der wichtigsten syntactischen Regeln mit steter Wiederholung der Formenlehre. Wöchentlich 1 Extemporale und 1 Exercitium. 10 St. wW.(GL. Wälhelmi.)


