Jahrgang 
1867
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April 1864 wurde er an die 3. Elemeutarſchule zu Naſtätten, den 1. Oct. 1866 an die Realſchule zu Hetborn verſetzt. 2

ſes H. Eiſenkopf, Sohn des J. Ph. Eiſenkopf in Wolfenhauſen, geb. den 29. Juni 1845, ev. Conf. beſuchte von 18611864 das Seminar zu Uſingen, abſolvirte von da bis Oſtern 1865 den gewerblichen Zeichencurſus mit den zugehörigen Hilfswiſſenſchaften am Realgymnaſium zu Wiesbaden, wurde mit dem 1. April 1865 an die Realſchule zu Ems, mit dem 15. April 1866 an die Realſchule zu Herborn verſetzt.

Verzeiehnih der im Schuljahre 1866 67 nbgehandelten Tehrgegenstände.

Unterklaſſe.

Klaſſenlehrer: Lehrgehilfe Eiſenkopf.

Religionsunterricht 2 St.. a. Proteſtantiſcher. Sommer und Winter: Die Geſchichten des Neuen Teſtaments aus der

bibliſchen Geſchichte. Prof. Nebe.

b. Katholiſcher.(Die 2 kath. Schüler dieſer Klaſſe beſuchten den Religionsunterricht in der Elemen⸗ tarſchule.) Katechismus: Von den Sakramenten im Allgemeinen und Beſonderen, Pflichtenlehre.

Bibliſche Geſchichte: Geburt und Jugendgeſchichte Jeſu; Vorbereitung, öffentliches Auftreten, Leiden,

Sterben und Verherrlichung Jeſu. Lehrer Müller.

Deutſch. 4 St. Mündliche Uebungen: Leſen in Lüben und Nacke's Leſebuch 4. Theil der naturge⸗ ſchichtlichen und geographiſchen Bilder. Wiedererzählen, Wort⸗ und Sacherklärungen. Memoriren von Gedichten und proſ. Muſterſtücke.

Schriftliche Uebungen: Wöchentlich ein Aufaatz erzählender oder beſchreibender Art. Niederſchrei⸗ ben geleſener Stücke aus dem Gedächtniſſe. Diktate mit Bezug auf Dehnung, Schärfung und ähnlichlau⸗ tende Wörter.

Grammatiſches: Subſtantiva, Adjectiva, Pronomina, Verba, deren Deklination, Komparation und

Konjugation mündlich und ſchriftlich. Eiſenkopf. Franzöſiſch. 2 St. Im Sommer: Plötz 1 bis Leg. 30. Wöchentlich eine Stunde zu Sprechübungen. Diktate. Meuſer.

Im Winter: Plötz I Leç. 31 70. Memoriren der gebräuchlichſten Wörter, Phraſen und kleiner Gedichte, Verwendung derſelben zu Sprechübungen. Orthographiſche Uebungen durch Abſchreiben, Diktiren und Niederſchreiben auswendig gelernter Stücke. Stete mündliche und ſchriftliche Uebung des verbe régulier. 4 Chun. Geſchichte. 2 St. Im Sommer: Die Sagen des Alterthums. Wiedererzählen des Vorerzählten und Vorgele⸗ ſenen.. 1 un. Im Winter: Lykurg und Solon; von den Perſerkriegen; die erſten Sagen der unchen Geſchichte. Die Siegfried⸗ und Gudrun⸗Sage. Eiſenkopf. Geographie. 2 St. Erſter Kurſus des 5 concentriſchen Kurſen bearbeiteten Atlaſſes von Stöſſner mit Benutzung der geographiſchen Bilder im Leſebuch. Eiſenkopf. Naturgeſchichte. 2 St. Im Sommer: Erklärung der botaniſchen Ausdrücke, des Linne'ſchen Syſtems und der wichtigeren natürlichen Familien an einer größeren Anzahl von Pflanzen nach Schilling's Grund⸗ riß der Naturgeſchichte. Excurſionen, Chun. Im Winter comb. mit der Mittelklaſſe. Zoologie. Die Reptilien, Fiſche und Inſekten. Die übri⸗

gen Gliederthiere in kurzer Ueberſicht nach Schilling. 3 Bender. Rechnen. 4 St. Im Sommer: Die vier Species wiederholt mit angewandten Zahlen. Altersberech⸗ nungen. Theilbarkeit der Zahlen. Die Bruchrechnung. Eiſenkopf. Im Winter: Multiplications⸗ und Diviſions⸗Regeldetri, getrennt und in Verbindung, nach Klein⸗ paul§ 36 46. Bender.

Schreiben. 3 St.(comb. mit der Mittelklaſſe). Einüben deutſcher und lateiniſcher Schrift. Jeden Monat eine Probeſchrift in ein beſonderes Heft. Eiſenkopf.

Zeichnen. 3 St.(comb. mit der Mittelklaſſe). Die 4 Hefte von Müller's ſyſtematiſcher Vorſchule im Frei⸗

. handzeichnen. Einfache Ornamentenumriſſe und Geräthſchaften. Derſelbe.

Geſang. 2 St.(comb. mit Mittel⸗ und Oberklaſſe). Einüben meiſt dreiſtimmiger Lieder und Choräle. Das Nothwendigſte von den Ton⸗ und Taktarten und dem dynamiſchen Unterſchiede. Derſelbe.

Turnen. 2 St.(Eine Stunde allein, die andere mit Mittel⸗ und Oberklaſſe comb.) In Sdmimer Baden. Derſelbe.