— 10. Rechnen und Buchhaltung.
II. Cl. 4 St. 1. Abth. Repetition und Erweiterung der 4 Grundrechnungsarten in unbenannten und benannten Zahlen. Bruchrechnung mit Einſchluß der Decimalbrüche. 2. Abth. Repetition der Bruchrechnung. Einfache Regeldetri nach dem Zweiſatz ſchriftlich und mündlich. Opel.
I. Cl. 3 St. 1. Abth. Regeldetri, Zins⸗ Rabatt⸗ Geſellſchafts⸗ und Miſchungsrechnung, nach dem Zweiſatz, ſchriftlich und mündlich. 2. Abth. Dieſelben Aufgaben wie Abth. 1, aber nach Proportion und nach
der kaufmänniſchen Form gelöſt. Becker. 2. Abth. 1 St. Einfache gewerbliche Buchführung. Vorbegriffe, Inventar, Tage⸗, Caſſa⸗ und Haupt⸗ buch, einzelne Conti, Jahresbilanz, Rechnungsauszüge. Nach Berger. Heymann.
11. Algebra.
I. Cl. 2 St. 1. Abth. Die vier Grundrechnungsarten, Wurzelausziehen, Potenzenrechnung, einfache Gleichungen vom erſten Grad.
2. Abth. Repetition und Erweiterung der vier Grundrechnungsarten ꝛc. ꝛc., Gleichungen vom zweiten Grad. Die Beiſpiele aus M. Hirſch. Becker.
12. Geometrie.
II. Cl. 2 St. Conſtruction von Figuren aus dem geometriſchen Zeichnen; die Sätze und deren Beweiſe über
Rebenwinkel, Scheitelwinkel, correſpondirende W., Gegenwinkel und Wechſelwinkel, die erſten Sätze vom
reieck.—.
I. Cl. 2 St. 1. Abth. Repetition. Die Lehre vom Dreieck, vom Parallelogramm, vom Kreis, von der Aehn⸗
lichkeit der Dreiecke. Aus der Stereometrie die Sätze von der Berechnung des cubiſchen Anchaltes. Nach Spitz. Beecker.
13. Zeichnen.
II. Cl. mit Cl. I vereinigt 2 St. Uebungen im Zeichenſtrich nach Müller. Copien von Ornamenten und andern Figuren ohne Schatten. I. Cl. Zeichnen nach hölzernen Modellen, Copien von Ornamenten, ohne und mit Schatten; Zeichnen von Thieren, Pflanzen und Köpfen nach Vorlagen. Budecker.
14. Schreiben.
II.& I. Cl. vereinigt 4 St., von welchen die I. Cl. nur 2 St. beſucht. Die Buchſtaben der deutſchen und lateiniſchen Schrift nach genetiſcher Folge, unter Berückſichtigung der Normalſchrift. Auf Grund dieſer Ue⸗ bungen folgte die Schreibung von Wörtern und Sätzen, welche zuvor an die Tafel geſchrieben wurden. Einübung einer abgerundeten Schnellſchrift. Heimann.
15. Geſang.
II.& I. Cl. 2 St. Erklärungen über Rhythmus, Melodik und Dynamik; Uebungen darin. Zwei und drei⸗ ſtimmige Lieder, meiſtens aus dem Volksliede und der Turnerei; einige mehrſtimmige Choräle.
Wehr. 16. Turnen.
II.& I. Cl. 2. St. Stellung, Gang, Lauf, Hock, Sprung, Reihenverſchiebung, Hantelübungen. Nach Kloff. Da unſerer Anſtalt Turnhalle und auch faſt ſämmtliche Turngeräthe fehlen, beſchränkte ſich der Unterricht auf das genannte Freiturnen. Becker.
Was die Methode des Unterrichts betrifft, möge eine kurze Andeutung hier Platz finden. Nach Scheibert ſoll die Realſchule den Gedanken aus dem realen Objecte herausarbeiten und nicht umgekehrt verfahren. Die rechte Botanik iſt vorzugsweiſe geeignet, dieſe Lehrweiſe zu zeigen und kann mehr oder weniger als Vorbild für die andern Lehrobjecte der Realſchule dienen. Wir haben nach Scheibert in unſerer Anſtalt, die naturhiſtoriſche Lehrweiſe als Methode, Zweck und Ziel betrachtet und auf dieſem Wege gute Ergebniſſe erreicht. Daß ein Lehrer, der hiernach verfährt, ſich auch bald die ſpathetiſchen, bald der heuriſtiſchen, bald der katechetiſchen Methode bedienen wird, bedarf für Methodiker kaum der Erinnerung.
e) Disciplinariſche Zuſtände. Die Disciplin unſerer Schule iſt gegenwärtig eine recht gute, und es ergeht die Bitte an die Eltern und an die Freunde unſerer Anſtalt, den guten Geiſt der Schule überall in Schutz zu


