Jahrgang 
1870
Einzelbild herunterladen

7

I. Klaſſe wöchentlich 4 Stunden(2 für Theorie und 2 für Praxis.) Beendigung der 4 Species mit entgegengeſetzen Größen; Wiederholung des Quadrat⸗ und Kubikwurzelausziehens und deren Anwendung auf Raumberechnung; Gleichungen vom erſten Grade mit einer Unbekannten; Gleichungen mit 2 und 3 Unbekannten; rein und gemiſcht quadratiſche Gleichungen; Ge⸗ ſammtrepetition aus den 3 Seminarjahren. Rechenpraxis durch alle Klaſſen der ſtädtiſchen Elementarſchule und Kontrole der betreffenden Aus⸗ arbeitungen.

b. Geometrie.

III. Klaſſe wöchentlich 1 St.(kombiniert mit dem geometr. Zeichnen). Grup⸗ pierung der mathematiſchen Körper und Beſchreibung der Repräſeutanten; Betrachtung der verſchiedenen Arten von Linien, Winkeln, Drei⸗, Vier⸗ und Vielecken; die Lehre von den Parallellinien; die Lehrſätze über die inneren und äußeren Winkel des Drei⸗, Vier⸗ und Vielecks; die Kon⸗ gruenz der Dreiecke und deren Anwendung zur Löſung von Aufgaben; Ausmeſſung der Drei⸗, Vier⸗ und Vielecke.

II. Klaſſe wöchentlich 2 St. Wiederholung der wichtigſten Beweiſe aus der Lehre von den Parallelogrammen; der pythag. Lehrſatz mit ſeinen Zu⸗ ſätzen und Anwendungen auf das ſpitz⸗ und ſtumpfwinkelige Dreieck; Verwandlung der wichtigſten Figuren; die Lehre vom Kreis; Ausmeſſung und Verechnung der Vier⸗, Trei⸗ und Vielecke mit beſonderer Berlckſich⸗ tigung der ſchwierigeren Fälle des Dreiecks; Inhaltsbeſtimmung des Kreiſes, Kreisaus⸗ und Kreisabſchnittes, der Ellipſe und des hippokrat. Mondes.

I. Klaſſe wöchentlich 1 St. Die Aehnlichkeit der Dreiecke; Anwendung derſelben zur Löſung von Aufgaben aus dem Strahlenſyſtem des Kreiſes, zur Be⸗ ſtimmung der verſchiedenen Arten von Proportionallinien und zur Be⸗ ſſimmung der Entfernung zweier Punkte; Berechnung der Prismen, Py⸗ ramiden, des Kegels, Kegelſtumpfes, der Kugel, des Kugelaus⸗ und des Kugelabſchnittes; Geſammtrepetition ans den 3 Seminarjahren.

Zirvas.

. 4. Muſik.

(Geſangſchule von Richter; Violinſchule von Hohmann; Latein. Cho⸗ ralgeſänge von Mayer; Anleitung zur Geſangpraxis von Pflüger; Modulationsſchule und Cadenzen von Meiſter).

a. Harmonielehre.

III, Klaſſe wöch. 1 St. Das Nöthigſte aus der allgemeinen Muſiklehre; Juter⸗ vallen⸗ und Atkordenlehre bis zu den Septimenakkorden, ihren Umkeh⸗ rungen und Auflöſungen.

I1. Klaſſe wöch. 1 St. Intervallen⸗ und Akkordenlehre wie in Klaſſe III.; Harmonieverbindungen.(Die Harmonielehre begann ſeither erſt in Kl. Il,, weshalb auch der neue Lehrplan für die jetzigen Oberklaſſen noch nicht zur Anwendung kommen konnte.)

1, Klaſſe wöch. 1 St. Vollendung der Akkordenlehre; harmoniefremde Töne,