8
befindet ſich die Speiſeküche, die Waſchküche, die Vorrathskammer, die Wohnung der Köchin und der Seminarmagd, die Pedellenſtube, die Badeſtube, der Speiſe⸗ ſaal und zwei Krankenzimmer nebſt Wärterſtuben; im oberen Stocke die Woh⸗ nung des Lehrers, welchem der Unterricht im Gartenbau, der Baumzucht und die ſpecielle Controle der Speiſewirthſchaft obliegt. Zwiſchen dieſer Wohnung und der Wohnung des die Aufſicht über die Arbeitszeit führenden Lehrers liegen die Schlafſäle, die Waſchſtube, der Platz zum Reinigen der Kleider und ein Zimmer, worin die Kleiderſchränke ſind. Speicher und Kellerräume, beſonders erſtere, ſind in hinreichender Zahl da. Ein Ziehbrunnen in der ſogenannten Brunnenkammer, welche an die Speiſekammer anſtößt, hat ein gutes, geſundes Waſſer; eine Ciſterne in der Mitte des Schloßhofs gibt das Waſſer zum Wa⸗ ſchen und Baden.
Die Wohnung des Directors der Anſtalt befindet ſich in dem ſogenannten Thorban, einem zweiſtöckigen Gebäude auf dem ſüdöſtlichen Theile des Plateaus, auf welchem das Schloß liegt. Holzremiſen für das Seminar und die Seminar⸗ lehrer ſind im Remiſenbau, der auf dem nordöſtlichen Theil des genannten Pla⸗ teaus liegt, eingerichtet.
Zwiſchen dem Schloſſe, dem Thor⸗ und Remiſenbau befinden ſich von den Schloßmauern umringt, drei ziemlich große Gärten und ein geräumiger, vordem ganz unbenutzter Platz. Der eine der Gärten, nämlich der an dem Thorbau liegende, gehört zur Directorwohnung; der auf dem ſüdöſtlichen Theile des Pla⸗ teaus gelegene zu der Lehrerwohnung im ſüdweſtlichen Schloßflügel; der dritte, unmittelbar an die Wohnung des Lehrers des Gartenbaus augrenzende, iſt theilweiſe dieſem zur Benutzung überwieſen; der größere Theil deſſelben dient nebſt einem anderen, am Südabhange des Schloßberges vor den Schloßmauern liegenden und an die Directorwohnung angrenzenden, zur praktiſchen Unter⸗ weiſung der Zöglinge im Gartenbau und der Obſtbaumzucht. Der freie, ehe⸗ mals ganz öde Platz zwiſchen dem Schloßwege und Remiſenbau iſt unter Leitung des Lehrers des Gartenbaus von den Seminarzöglingen im verfloſſenen Sommer zum Theil in ſchöne Anlagen umgewandelt, zum Theil iſt er zur Anlage eines Turn⸗ platzes verwendet worden; einige kleinere Theile werden zum Gemüſebau benutzt.


