Jahrgang 
1928
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Muſikaliſche Arbeitsgemeinſchaft, nur im Sommer, 2 Stunden wöchentlich: Franz Schuberts Leben und Werke.

Turnen. Die Anſtalt beſuchten im Sommer 252, im Winter 249 Schüler. Von dieſen waren befreit im Sommer 6, im Winter 10 Schüler auf ärztliches Zeugnis, ferner vom Spiel⸗ turnen nachmittags rund 20 wegen weiten Schulweges. 8 Abteilungen zu 24 bis 48 Schülern hatten wöchentlich je 2 Turnſtunden; zum Spielturnen waren es 7 Abteilungen zu 40 48 Schülern, ebenfalls in wöchentlich je 2 Stunden. Geſpielt wurde auf dem Seminarturnplatz oder dem Jugendſpielplatz, bei ungünſtiger Witterung in der Turnhalle, ſoweit dieſe nicht von anderen Schulen beſetzt war. Bei den Wettſpielen der höheren Lehranſtalten des Lahngaues zu Limburg am 20. September gewannen unſere Auswahlmannſchaften den Wanderpreis im Mehrkampf der Altersklaſſe UIl zum dritten, den für Mehrkampf der Altersklaſſe ll zum zweiten Male. Im kalten Januar und Februar konnte die Turnhalle nicht geheizt werden; das Turnen wurde durch Bewegungsſpiele, Märſche oder anderen Unterricht erſetzt.

Kurzſchrift⸗Unterricht, wahlfrei, wurde zum erſten Male in dieſem JIahre erteilt und zwar in 2 Stunden wöchentlich. Es nahmen teil im Sommer 45, im Winter 16 Schüler von U II!, O III, U II. Gelernt wurde die deutſche Einheitskurzſchrift nach M. Winklers Ver⸗ kehrsſchrift. Diktate, Leſen der eigenen Niederſchriften und gedruckter Texte. Seit Weihnachten

wurde die ZeitſchriftDie Fortbildung(Verlag Winkler in Darmſtadt) von allen Teilnehmern gehalten und im Unterricht benutzt.

II. Bericht über die Lehrerſchaft.

Veränderungen im Beſtand des Lehrkörpers traten nicht ein. Zu Anfang des Sommer⸗ halbjahres fehlte Studienaſſeſſor Mergheim zwei Wochen lang, da er ſich in den Ferien einer Operation unterzogen hatte. In den Oktoberferien machte derſelbe einen naturwiſſenſchaftlichen Lehrgang in Frankfurt mit. Im dritten Vierteljahr nahm erſt der Direktor an einem altphilolo⸗ giſchen Lehrgang in Frankfurt zur Einführung in die neuen Lehrpläne teil, dann Studienrat Dr. Walters an einem erdkundlichen in Frankfurt, Gut an einem reeligionswiſſenſchaftlichen in Kaſſel, Dr. Kron an einem für ſtaatsbürgerliche Erziehung in Frankfurt und Wiesbaden. Vertrauensmann iſt Studienrat(Prof.) Dr. Walters.

III. Bericht über die Schüler.

c) Durchſchnittsalter der einzelnen Klaſſen am I. Februar 1929. 01 U1 0 I Un O II U n IV V VI 19,6 19,3 18,3 16,6 15,7 14,9 13,8 12,7 11,3 d) Religion(Bekenntnis), Staatsangehörigkeit und Heimatsverhältnis der Schüler nach dem Stande vom 1. Februar 1929.

9e..; Heimats⸗ Religion(Bekenntnis) Staatsangehörigkeit verhältniſſe ev. ſröm.⸗kath. Sonſtige jüd. Sonſt. Keiner Preußen Sonſtige Aus⸗ Vom Aus⸗ Chriſten Reli⸗ Religions Reichs⸗ länder Schulort wärtige gionsge⸗ gemeinſch. deutſche meinſch. angehörig 19 227 3 249 79 170

Von den Auswärtigen waren Konviktſchüler 80, bei Bürgern 15, Fahr⸗ und Laufſchüler 72. Aus dem Unterweſterwaldkreis ſtammten 89 auswärtige Schüler und die 79 einheimiſchen.*) a) u. b) ſiehe nächſte Seite.