— 26—
werden. Auch empfiehlt es ſich für die Eltern und deren Stellvertreter, daß ſie ſich die ſchriftlichen Klaſſenarbeiten der Schüler, die alle vier bis ſechs Wochen angefertigt werden, vor⸗ legen laſſen.
Entſprechend einer Verfügung vom 25. Mai 1905 rate ich den Eltern derjenigen Schüler, die ſich ſpäter der Technik, den Naturwiſſenſchaften, der Mathematik oder der Medizin zu widmen gedenken, darauf zu dringen, daß ihre Söhne an dem wahlfreien Zeichenunterrichte teilnehmen.
Bei der Wichtigkeit der engliſchen Sprache empfiehlt es ſich für die Schüler der oberen Klaſſen, daß ſie, wofern ſie nicht als künftige Theologen das Hebräiſche vorziehen, an dem wahlfreien engliſchen Unterricht teilnehmen.
Bekannt iſt, welch wohltätigen Einfluß die Pflege der Jugendſpiele, Sportübungen, wie
aller Turnübungen und Turnmärſche namentlich auf den jugendlichen Körper ausübt. Die Beteiligung an ſolchen UÜbungen, wozu an unſerer Anſtalt reichlich Gelegenheit geboten wird, iſt daher den Schülern nicht nur im Intereſſe der Geſundheit, Kraft und Gewandtheit des Körpers, ſondern auch für die Erziehung zu Selbſtzucht, Mut und Entſchloſſenheit dringend zu9 empfehlen. 3 Endlich erinnere ich noch an einen Erlaß des Herrn Kultusminiſters vom 21. September 1912, der ſchon im letzten Jahresbericht abgedruckt worden iſt, und der von den Gefahren handelt, die durch die überhandnehmende Schund⸗ und Schmutzliteratur der Jugend und damit der Zukunft des ganzen Volkes drohen. Nicht nur die Schule, ſondern auch die Eltern und deren Stellvertreter haben die heilige Pflicht, die Lektüre der Schüler zu überwachen, ſchäd⸗ lichen und häßlichen Leſeſtoff von ihnen fernzuhalten und ihnen dafür gute Schriften in die Hand zu geben. Das Buch von Dr. Johanneſſon„Was ſollen unſere Jungen leſen?“ kann dabei als zuverläſſiger Wegweiſer dienen.
Prof. Dr. Jöris,
Gymnaſialdirektor.


