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(Gemiſchter Chor). Vortrag: 1. In Treue feſt von M. Greif. III. Es wurzelt ein Baum tief im Preußenland von Dittberger(Gemiſchter Chor). Vortrag: 2. Wer weiß wo? von D. v. Liliencron. 3. Remteremteremtemtem von Th. Colshorn. 4. Der alte Fritz in Sansſouci von G. Fiſcher. IV. Grenadierlied aus dem Siebenjährigen Krieg von Peltzer(Gemiſchter Chor). Vortrag: 5. Die Markaner bei Friedrich dem Großen von F. Brunold. 6. Der Choral von Leuthen von H. Beſſer. 7. Ein Königswort von H. v. Blomberg. 8. Die Exekution von Scheren⸗ berg. 9. Sansſouci v. E. Geibel. V. a) Die Potsdamer Wachtparade, b) Schulbuben⸗Spottlied von Schmalſtich (Einſtimmige Lieder für Sopran mit Klavierbegleitung). VI. Feſtrede. VII. Nationalhymne.
Als Geſchenke Sr. Majeſtät des Kaiſers wurden auf Beſchluß der allgemeinen Konferenz dem Oberprimaner H. Scholtholt das Werk„Deutſchlands Seemacht“ von Wislicenus, dem Unterſekundaner Joſeph Schüßler das Marinealbum überreicht und auf Beſchluß der Klaſſen— konferenzen je ein Exemplar der Koſerſchen Gedenkſchrift über den großen König folgenden 20 Schülern: P. Pees, G. Maſſenkeil; Chriſtian Normann, F. Herbſt; H. Bauſch, A. Wallenſtein; J. Schnupp, F. Schneider, J. Letſchert; J. Jung, J. Schmidt; J. Reichert, K. Kaſtenholz; E. Gaul, J. Velten, J. Meuer; G. Thamm, A. Thewalt; L. Stöck und F. Buſe.
Der Geſundheitszuſtand war im Lehrerkollegium u. bei der Jugend im allgemeinenbefriedigend.
Ein wackerer Schüler, Rudolf Born, der beſte Oberprimaner, ſtarb am 3. Juni, während der Pfingſtferien und wurde in Großholbach, ſeinem Heimatsdorfe, begraben. Mehrere Lehrer und viele Schulkameraden gaben ihm das letzte Geleite. Der Chor ſang ein Scheidelied unter den ſchattigen Friedhofslinden, und Herr Prof. Reuß tröſtete in einer formvollendeten Trauerrede die tiefbetrübte Mutter des hoffnungsvollen Jünglings, eine Lehrerswitwe, und ſeine vielen Geſchwiſter; den Zuhörern aber, beſonders denen„in der Jugend Prangen“ predigte er ein eindringliches memento mori. Am 19. März(kurz vor Drucklegung dieſes Berichtes) verſchied ein zweiter braver Schüler, der zu den ſchönſten Hoffnungen berechtigte, der Unterſekundaner Engelbert Stillger.
Am 21. Februar kam aus Stettin die betrübende Nachricht, daß tagsvorher der frühere Landrat des Unterweſterwaldkreiſes und Kgl. Kompatronatskommiſſarius Herr Regierungsrat Dr. Adolf Schmidt unerwartet ſeinen Lieben entriſſen ſei. Er war mehr als ein Jahrzehnt einer der beſten Freunde und wohlwollendſten Berater des Kaiſer Wilhelms Gymnaſiums, ein echter, deutſcher Mann, eine ritterliche Erſcheinung ohne Furcht und Tadel. Friede ſeiner Aſche!
Dem Ruratorium gehören folgende Herren an: a) als ſtändige Mitglieder: Bürgermeiſter Sauerborn, Vor⸗ ſitzender, Landrat Freiherr von Marſchall-Bieberſtein, Königlicher Kompatronats⸗ Kommiſſar, Pfarrer Weiand, Konviktsregens Ludwig, Gymnaſial⸗Direktor Dr. Thamm; b) als gewählte Mitglieder: Königlicher Forſtmeiſter Buſe, Kaufmann A. Flügel, Rechts⸗ anwalt und Notar Dr. Wentrup, Kaufmann Fr. Winter.
IV. Statiſtiſche Mitteilungen.
1. Zahl und Durchſchnittsalter der Schüler. 19.1. u. I. O. II u. II. O. nI. u.lI. IV. Vv. VI. Sci
ler
Am Anfang des Sommerhalbjahres! 25 29 28 40 32 35 41 27 22 279 „„„ Winterhalbjahres 23 28 28] 40 301 381 45 29] 22] 283 ²„ 1. Februar 15122 1 23] 28] 28 40 30ſ 36 ſ 46 ſ 20 23 283
Durchſchnittsalter am 1. Febr. 1912[20,2 19,2 17,7 16,7]/ 16 14,5 13,5 12,2 11,8] 2. Religions⸗, Staatsangehörigkeits⸗ und Heimatsverhältniſſe der Schüler.
Konfeſſion bezw. Religion Staatsangehörigkeit Heimat k,S Bg lE SdDln en e 1e 3 22 255 Am Anfang des Sommerhalbjahres 22/ 254— 3 ſ2787/— 1[206 753 Am Anfang des Winterhalbjahres. 23 2588— 2 282— 1 210 73 Am 1. Februar 1912 f 23 2587— 2. ſ 282— 1[210 73


