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Serta. Ordinarius: Techniſcher Lehrer Seck.
1. Religionslehre. a) Katholiſche: Das zweite Hauptſtück des Katechismus, Wiederholung des erſten. Das Alte Teſtament. Gebete, Lieder. 2 St. Dr. Kilian. b) Evangeliſche: Komb. mit Quarta.
2. Deutſch. Leſen und Erklären von Gedichten und proſaiſchen Stücken aus Linnig l. Teil. Formenlehre; der einfache und der einfache erweiterte Satz. Rechtſchreibeübungen. Übungen im mündlichen Nacherzählen des Geleſenen, Auswendiglernen und Vortrag ausgewählter Gedichte. Wöchent⸗ lich ein Diktat. 3 St. Schnädter.
3. Latein. Formenlehre und Überſetzen aus Oſtermanns Übungsbuch für Sexta. Vokabel⸗ lernen im Anſchluß an das Überſetzte. Wöchentlich eine Klaſſenarbeit und Reinſchrift derſelben als häusliche Arbeit. 8 St. Schnädter.
4. Geſchichte: Lebensbilder aus der vaterländiſchen Geſchichte. 1 St. Schnädter.
5. Erdkunde. Grundbegriffe der Erdkunde. Anleitung zum Verſtändnis des Globus und der Karten. Der Regierungsbezirk Wiesbaden. 2 St. Seck.
6. Rechnen. Wiederholung der Grundrechnungen mit ganzen Zahlen. Die deutſchen Münzen, Maße und Gewichte nebſt Übung in der decimalen Schreibweiſe und den einfachſten decimalen Rech⸗ nungen nach Schellen J. Teil§ 2— 6, 7, 10— 15, 22— 28. Reſolvieren und Reduzieren. Wöchentlich eine ſchriftliche Arbeit. 4 St. Seck.
7. Naturkunde. Kombiniert mit Quinta.
Techniſche Fächer.
a) Turnen. Die Anſtalt beſuchten im Sommerſemeſter 264, im Winterſemeſter 270 Schüler. Von dieſen waren befreit: Vom Turnunterricht
überhaupt: Von einzelnen Übungsarten:
Auf Grund ärztlichen Zeugniſſes: im Sommer 32; im Winter 37 im Sommer 4; im Winter 3 aus anderen Gründen....„„ 30;„„ 281.»—„— zuſammen im Sommer 62; im Winter 65/ im Sommer 4; im Winter 3
Alſo von der Geſamtzahl der Schüler...... Sommer 23%; Winter 23% Sommer 1 ½%; Winter 1%
Es beſtanden 4 Turnabteilungen, die in 12 Turnſtunden unterrichtet wurden: in der Prima und Sekunda erteilte Oberlehrer Th. Becker, in der Tertia Oberlehrer Wurm und in den drei unteren Klaſſen wiſſenſchaftlicher Hilfslehrer Brunzel den Turnunterricht.
Im Sommer wurde im Freien auf dem unmittelbar am Gymnaſialgebäude liegenden Platze geturnt, ſpäter in der Turnhalle des Kgl. Lehrerſeminars. Bei Regenwetter wurde auch im Sommer⸗ ſemeſter die Turnhalle benutzt. Den Schülern ſtand die Schwimmanſtalt des Gymnaſiums zur Ver⸗ fügung.
Bewegungsſpiele wurden im Sommer auf dem Turnplatze vorgenommen. Außerdem beſteht zur Pflege von Bewegungsſpielen eine Vereinigung von Schülern, die namentlich das Fußballſpiel betreiben. Die Schüler, die im biſchöflichen Konvikte wohnen, ſpielen und turnen außerdem auf eigenem Spiel⸗ und Turnplatz.


