Jahrgang 
1896
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Serta. Ordinarius: Wiſſenſchaftlicher Hilfslehrer Theodor Becker.

1. Religionslehre. a) Katholiſche: In 2 St. Komb. mit Quinta. In der bibliſchen Geſchichte: Ausgewählte Erzählungen aus dem Alten Teſtamente. Meßerklärung, das hl. Sakrament der Buße, Gebete, Lieder. 1 St. Dr. Kilian. b) Evangeliſche: Komb. mit Quinta. In einer beſonderen Stunde wurde in dem Katechismus Frage 110 durchgenommen. 3 St. Th. Becker.

2. Deutſch. Leſen und Erklären von Gedichten und proſaiſchen Stücken aus Linnig I. Theil, Belehrungen über die Formenlehre, den einfachen und einfachen erweiterten Satz, Recht⸗ ſchreibung und Zeichenſetzung. Übungen im mündlichen Nacherzählen des Geleſenen und im Vortrag von Gedichten. Wöchentlich ein Diktat. 3. St. Schlitt.

3. Latein. Formenlehre und Überſetzen aus Oſtermann für Serta. Vokabellernen im Anſchluß an das Überſetzte. Wöchentlich eine Klaſſenarbeit und Reinſchrift derſelben als häusliche Arbeit. 8. St. Th. Becker.

4. Geſchichte und Erdkunde. Lebenosbilder aus der vaterländiſchen Geſchichte. 1 St. Schlitt. Grundbegriff der Erdkunde. Einleitung zum Verſtändnis des Globus und der Karten. Der Regierungsbezirk Wiesbaden. 2 St. Dr. Kilian.

5. Rechnen. Wiederholung der Grundrechnungen mit ganzen Zahlen, unbekannten und bekannten. Die deutſchen Maße, Gewichte und Münzen, nebſt Übungen in der decimalen Schreib weiſe und den einfachſten decimalen Rechnungen, nach Schellen J. Teil§ 2 6, 7, 1015, 2228. Wöchentlich eine ſchriftliche Arbeit. 4 St. Seck.

6. Naturkunde. Erklärung der Formen und Teile vorliegender Blütenpflanzen. Beſchreibung

wichtiger Säugetiere und Vögel. Im Sommer meiſtens im Freien. 2 St. Hch. Becker.

Techniſche Fächer. a) Turnen. Die Anſtalt beſuchten im Sommer 245, im Winter 241 Schüler. Von dieſen

waren befreit:

Vom Turnunterricht p h Von einzelnen Übungsarten:

überhaupt: Auf Grund ärztlichen Zeugniſſes:(im Sommer 15; im Winter 21 im Sommer 5; im Winter 2 aus anderen Gründen....[ 6; 9 O0; 0 zuſammen im Sommer 21; im Winter 30 im Sommer 5; im Winter 2 Alſo von der Geſammtzahl der

Schüler.. Sommer 8,6%; Winter 12,5%]/ Sommer 2%; Winter 1%

Es beſtanden vier Turnabteilungen, welche in 12 Turnſtunden unterrichtet wurden. In der unterſten Abteilung erteilte Oberlehrer Wurm, in den mittleren und oberen Abteilungen Viſeenſch. Hülfslehrer Th. Becker den Turnunterricht.

Im Sommer und Anfange des Winterſemeſters wurde im Freien auf dem unmittelbar am Gymnaſialgebäude liegenden Platze geturnt, ſpäter in der ungeſähr 100 Schritte vom Gymnaſial⸗ gebäude entfernten Turnhalle des Königlichen Lehrerſeminars. Im Sommer wurden die Schüler oft zum Schwimmen geführt.

Bewegungsſpiele wurden im Sommer auf dem Turnplatze vorgenommen. Außerdem beſteht zur Pflege von Bewegungsſpielen eine Vereinignng von Schülern, die namentlich im Schleuderball⸗