— 9—
4. Griechiſch. Lektüre: Xenophons Anabasis I, II. Grammatik: Wiederholung und Ergänzung des Lehrpenſums der Untertertia. Die Verba auf ½ und die wichtigſten unregelmäßigen Verba. Die wichtigſten Präpoſitionen. Ausgewählte Hauptregeln der Syntax im Anſchluſſe an Geleſenes. Mündliche Üüberſetzungen aus Weſener. Vokabellernen. Penſa und Extemporalien im Auſchluſſe an die Lektüre. 6 St. Bloemer.
5. Franzöſiſch Lektüre: Galland, Aladdin. Sprechübungen im Anſchluſſe an die Lektüre und Vorkommniſſe des täglichen Lebens. Grammatik: Wiederholung des Penſums der Untertertia. Ergänzung der Formenlehre. Die wichtigſten unregelmäßigen Verba. Die ſnyntaktiſchen Hauptgeſetze betreffend den Gebrauch der Hülfsverba avoir und ôtre, die Wortſtellung, Tempora, Indikativ und Konjunktiv. Vokabel⸗ lernen. Überſetzungen aus dem Deutſchen ins Franzöſiſche aus Ploetz' Grammatik. Penſa, franzöſiſche Diktate, Extemporalia, letztere im Anſchluſſe an die Lektüre. 3 St. Bloemer.
6. Mathematik. Bruchrechnung mit allgemeinen Zahlzeichen. Gleichungen I. Grades. Qnadrat⸗ wurzeln. Kreislehre. Flächen geradliniger Figuren. 3 St. Hch. Becker.
7. Naturwiſſenſchaften. Der Menſch und deſſen Organe nebſt Unterweiſungen über die Ge⸗ ſundheitspflege. Mechaniſche Erſcheinungen; das Wichtigſte aus der Wärmelehre 2 St. Hch. Becker.
8. Geſchichte. Deutſche Geſchichte vom Ausgange des Mittelalters bis zum Regierungsantritt Friedrichs des Großen, insbeſondere die brandenburgiſch⸗preußiſche Geſchichte. 2 St. Schmitz.
9. Geographie. Wiederholung der phyſiſchen und politiſchen Erdkunde Deutſchlands. Erdkunde der deutſchen Kolonien. 1 St. Schmitz.
Untertertia. (Ordinarius: Oberlehrer Wurm.)
1. Religionslehre. a) Katholiſche: Glaubenslehre, Sittenlehre bis zum 4. Gebote, nach dem Katechismus; bibliſche Geſchichte: Neues Teſtament bis zur Apoſtelgeſchichte, beſonders die Parabeln und Hymnen. 2 St. Dr. Kilian. b) Evangeliſche: comb. mit Obertertia. Im Katechismus: Frage 81— 114. Die Gnadenmittel der Kirche und das Gebet des Herrn. Ausgewählte Pſalmen memoriert und erklärt. Einige Kirchenlieder gelernt. 2 St. Weckerling.
2. Deutſch. Zuſammenfaſſender Üüberblick über die wichtigſten grammatiſchen Geſetze der deutſchen Sprache. Behandlung proſaiſcher und poetiſcher Leſeſtücke. Linnigs Leſebuch II. Belehrung über die poetiſchen Formen. Auswendiglernen und Vortragen von Gedichten. Übungen im Disponieren. Alle 4 Wochen ein Aufſatz. Daneben kleinere Ausarbeitungen in der Klaſſe. 2 St. Wurm.
3. Latein. Lektüre: Caesar de bello Gallico, B. 1, 2, 3. 4 St. Grammatik: Wiederholung der Formen⸗ und Kaſuslehre. Hauptregeln der Tempus⸗ und Moduslehre. Seyfferts Grammatik. 3 St. überſetzen aus Oſtermann für Tertia. Alle 8 Tage eine Überſetzung ins Lateiniſche als häusliche oder Klaſſenarbeit; alle 6 Wochen ſtatt der erwähnten Klaſſenarbeit eine ſchriftliche überſetzung ins Deutſche. Wurm.
4. Griechiſch. Die regelmäßige Formenlehre des attiſchen Dialekts bis zum verbum liquidum einſchließlich. Kochs Grammatik. Alle 14 Tage eine ſchriftliche häusliche oder Klaſſenarbeit. Vokabellernen und Üüberſetzen aus Weſener I. 6 St. Wurm.
5. Franzöſiſch. Wiederholung der regelmäßigen Konjugation, ſowie der Konzunktivformen von avoir und être. Die notwendigſten unregelmäßigen Verba gelernt und geübt. Häufige Leſeübungen. Leichtere Sprechübungen, beſonders über Vorkommniſſe des täglichen Lebens. Mündliches überſetzen aus Ploetz. Grammatik mit Auswahl aus L. 1—23. Vokabellernen nach Ploetz. Häufige Penſa, Rechtſchreibelbungen und Extemporalien. 3 St. Bloemer.


