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esse occasionem virtutis“ et argumentis et exemplis comprobetur. 7) Asiae populos ab üs, qui in Europa habitarent, superari consuevisse. 8) Parentem virtutis apud priscos Romanos ingenuam fuisse paupertatem. 9) Horatianum illud:„Vis consili expers mole ruit sua, vim temperatam di quoque provehunt in majus“ Ajacis et Ulixis exemplo com- probetur.
II. Deutſche Aufſätze. 1) Tages Arbeit, Abends Gäſte— Saure Wochen, frohe Feſte— Sei dein künftig Zauberwort. 2) Des Geſetzes ſtrenge Feſſel bindet nur den Sklaven⸗ ſinn, der es verſchmäht.— Mit des Menſchen Widerſtand verſchwindet auch des Gottes Majeſtät. 3) Was verdankten die Römer dem Auguſtus? 4) Klopſtocks lyriſche Stoffe. 5) Am Grabe Klopſtocks(Klaſſenaufſatz). 6) Woher kam es, daß die Deutſchen im vorigen Jahrhundert ſo wenig Nationalſinn beſaßen? 7) Das Mittelmeer iſt das Weltmeer des Alterthums, der atlantiſche Ocean das Mittelmeer der Neuzeit. 8) Welche geſchichtlichen Erinnerungen knüpfen ſich für den Deutſchen an den Rheinſtrom? 9) Rettet mich und rettet euer Bild in meiner Seele.(Iphigenie auf Tauris).—
Unterprima.
I. Lateiniſche Aufſätze. 1) Omnia Hannibalis consilia versata esse in delendo imperio Romano. 2) Xenophon apud commilitones verba faciens docet, facile fieri posse, ut salvi in patriam redeant.(Klaſſenaufſatz). 3) Vita Aristidis ita enarretur, ut appareat, quo jure justus sit appellatus. 4) Quae sit optima ad bene beateque vivendum via Horatius docet. 5) Cicero docet, senectutem ei, qui bene vixerit, non esse onus, esse beneficium. (Klaſſenarbeit). 6) Qua de causa Socrates e vinculis se liberari noluerit. 7) Et pauperem vatem dives princeps petit et vates principem.(Klaſſenarbeit). 8) Cicero docet Deiotorum pro eo, quo esset ingenio et prudentia, Caesari insidiari non potuisse.
II. Deutſche Aufſätze. 1) Das Beſitzthum des Löwenwirths in Göthe's Hermann und Dorothea ein Bild der Ruhe und Ordnung,— der Zug der Auswanderer ein Bild der Unruhe und Ver⸗ wirrung. 2) Gedankengang des Gedichtes:„Das Siegesfeſt“ vonSchiller. 3) Wie denkt ſich Schiller die Entwickelung des Menſchengeſchlechtes aus einem Zuſtande der Verwilderung zur Sittlichkeit?(nach: „Das Eleuſiſche Feſt“, von Schiller).(Klaſſenarbeit.) 4) Grenzen der Menſchheit nach Gedichten von Schiller und Göthe. 5) Perſon, Stand und Wirken des Dichters nach Ausſprüchen von Schiller. 6)„Die Worte des Glaubens“ von Schiller.(Gedankengang). 7) Vorgeſchichte der Maria Stuart(nach Schiller). 8) Folgende pſychologiſche Fragen zu beantworten: 1) Wodurch übertreffen des Socrates Anſichten die früheren Anſchauungen der Griechen, und worin ſind die chriſtlichen den ſeinigen überlegen? 2) Beurtheilung der Worte Leſſings:„Wenn Gott in ſeiner Rechten alle Wahrheit und in ſeiner Linken den einzig immer regen Trieb nach Wahrheit, obſchon mit dem Zuſatze mich immer und ewig zu irren, verſchloſſen hielte und ſpräche zu mir: Wähle! ich fiele ihm mit Demuth in ſeine Linke und ſagte, Vater, gib, die reine Wahrheit iſt ja doch nur für Dich allein. 3) Welches iſt die einzige Forderung der menſchlichen Geſellſchaft an den Menſchen? Begründung dieſer Forderung, Lohn desjenigen, der ſie zu erfüllen beſtrebt iſt.


