— 10—
2. Deutſche Sprache. Leſen und Erklären proſaiſcher und poetiſcher Stücke aus Linnig's Leſebuch, I. Theil; Memoriren und Declamiren einer ausgewählten Anzahl von Gedichten. Das Wichtigſte aus der Formenlehre, ſowie den nackten und erweiterten Satz wiederholt. Der zuſammengezogene und zuſammengeſetzte Satz, nach Raßmann’'s Leitfaden. Mündliche und ſchriftliche Uebungen zur Einübung der Grammatik. Monatlich vier ſchriftliche Arbeiten.(Auf⸗ ſätze oder Dictate.) 2 St. Seck..
3. Jateiniſche Sprache. Repetition des Penſums der Sexta. Einübung der Abweichungen von der regelmäßigen Formenlehre, beim Subſtantivum, Adjectivum und Verbum, die Prono⸗ mina, Präpoſitionen, Conjunctionen, Adverbia im engſten Anſchluß an das Uebungsbuch von Oſtermann für Quinta. Die wichtigſten Regeln der lateiniſchen Syntax. Ueberſetzung ſämmt⸗ licher Uebungsſtücke aus dem Uebungsbuche von Oſtermann für Quinta. Wöchentlich eine ſchrift⸗ liche Arbeit, alternirend Penſum und Extemporale. 10 St. Der Ordinarius.
4. Frauzöſiſche Sprache. Aus Plötz„Elementargrammatik“ Lection 1— 60. Alle 14 Tage ein Extemporale. 3 St. Eyſert. 1„ 5. Geographie. Die geographiſchen Grundbegriffe. Ueberſicht über die Erdtheile. Phyſiſche und politiſche Geographie von Deutſchland, nach Daniel I. Buch. 2 St. Seck.
6. Rechnen. Wiederholung des Penſums der Sexta. Aus dem practiſchen Rechnen nach Dr. Schellen: Regel de tri Aufgaben in ganzen Zahlen und in gewöhnlichen Brüchen; Abſchnitt I. u. II. Alle acht Tage eine ſchriftliche Arbeit. 3 St. Seck.
7. Naturgeſchichte. Im Winter Zoologie, ſpeciell die Säugethiere, Im Sommer Botanik und zwar Beſchreibung der einzelnen Pflanzentheile an vorliegenden Exemplaren; ferner die unterſcheidenden Merkmale der wichtigſten Familien nach dem Linné'ſchen Syſtem. Als Lehrbuch wurde gebraucht der Leitfaden der Naturlehre von Leunis, Theil I. u. II. 2 St. Heſſe
8. Zeichnen. Im Winterſemeſter: Ornamente nach Weishaupt, Bogler; im Sommer⸗ ſemeſter nach Domſchke's Atlas II. Abtheilung, nach Vorzeichnung an der Wandtafel. 2 St. Seck.
9. Geſang. Das Nothwendige aus der allgemeinen Muſiklehre; das Wichtigſte von den Intervallen; die Dur⸗ und Molltonleiter; rhythmiſche, melodiſche und dynamiſche Uebungen; ein⸗ ſtimmige Lieder, nach Vieth und Kothe. 2 St. Seck.
9. Sexta. (Ordinarins: Elementarlehrer Seck.) 1. Religion. a) katholiſche: comb. mit Quinta. b) evangeliſche: comb. mit Quinta und Quarta. Die bibliſchen Geſchichten des A. T. von Samuel bis zu Ende, nach Wangemann. Ueberſicht über die Schriften des A. u. N. T. Geographie Paläſtinas. Memoriren von Kirchenliedern. 2 St. Weckerling.


