Jahrgang 
1913
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Prof. Barth beſichtigt. Letzterer machte auch am zweiten Tage in Heilbronn und Weinsberg den Führer. Dieſen Herren ſei auch hier für ihr freundliches Entgegenkommen gedankt. Die anderen Schüler der Klaſſe IIb beſuchten am 15. Mai Frankfurt, die Klaſſe IIIa Heidelberg, die Klaſſen 1IIb und IV Beerfelden und Gammelsbach, die anderen Klaſſen näher gelegene Orte unſerer Um⸗ gebung.

Am 2. September konnten des Regenwetters wegen keine Ausflüge gemacht werden, und ſand 1 eine Schulfeier ſtatt, bei der Profeſſor Rouge eine Anſprache über die Bedeutung des

ages hielt.

Am 23. September beſuchten die Schüler der Klaſſe IIa und fünfzehn Schüler der Klaſſe IIb die AusſtellungDer Menſch in Darmſtadt.

An der Flottenfahrt vom 28.31. Mai nach Lübeck, Kiel und Hamburg nahmen Profeſſor Dr. Hönig und drei Schüler der oberen Klaſſen teil.

Am 11. und 12. Juli mußte der Unterricht in der letzten Stunde des Vormittags und am Nachmittag der Hitze wegen ausfallen. Am 10. Dezember beſuchten unſere Schüler mittags die Eisbahn.

Zum Spielen außerhalb der Schulzeit wurde unſer Schulhof oft benutzt. Auch auf dem Turnplatz des Turnvereins Michelſtadt ſpielten unſere Schüler, die in Michelſtadt und ſeiner nächſten Umgebung wohnen, im Sommer und Nachſommer eifrig, beſonders vor dem Jugendfeſte, das der hieſige Turnverein am 15. September für die Jugend Michelſtadts veranſtaltete, und an dem Lehrer und Schüler unſerer Anſtalt lebhaften Anteil nahmen. Am Baden und Schwimmen an unſerem Badehäuschen auf dem Anweſen der Herren Fabrikanten Rexroth beteiligten ſich die Schüler während der Sommermonate fleißig; der Schüler Hönig⸗d'Orville der Klaſſe IIa führte die Aufſicht.

Die auswärtigen Schüler, die ſich vor und nach dem Unterricht im Schulgebäude aufhalten, hatten für die Schüler der oberen Zent Göbel(Klaſſe II a), Müller(Klaſſe IIa), für die Schüler der unteren Zent Hofferberth(Klaſſe IIb), Schäfer(Klaſſe II a) als Aufſeher gewählt. Die Aufſicht führenden Schüler haben auf gute Zucht und Ordnung geſehen.

Noch ſagen wir allen denen Dank, die im Laufe dieſes Schuljahres unſeren Sammlungen Geſchenke überwieſen; wir wollen hier nur anführen ein menſchliches Skelet aus dem Nachlaß des hier verſtorbenen Sanitätsrats Dr. Scharfenberg und mehrere Bücher und andere Werke, die ver⸗ ſchiedene Verlagsbuchhandlungen uns zuſandten.

Der Geſundheitszuſtand der Lehrer und Schüler war im allgemeinen befriedigend; Gelb⸗ ſucht, die um Weihnachten bei einigen, und Röteln, die im Februar bei mehreren Schülern auf⸗ traten, nahmen einen ungefährlichen Verlauf.

VI. Mitteilungen.

Nach einer Verordnung Großh. Miniſteriums ſoll den Eltern aller Schüler zu Anfang eines jeden Halbjahres bekannt gegeben werden, an welchen Wochentagen ſich die Hefte mit den beurteilten ſchriftlichen Arbeiten in den Händen der Schüler befinden, damit die Eltern von den Fortſchritten ihrer Kinder durch Einſicht in deren ſchriftliche Leiſtungen fortlaufend Kenntnis nehmen können. Auf der erſten Seite der Hefte für die Klaſſenarbeiten, die in beſtimmten Zwiſchenräumen geſchrieben werden, ſind die Wochentage angegeben, an denen die Arbeit geſchrieben und den Schü⸗ lern zenſiert zurückgegeben werden ſoll.

Der Lehrerrat kann bis zu 5% der letztjährigen durchſchnittlichen Schülerzahl der Real⸗ ſchule Freiſtellen in ganzen oder ſog. halben Stellen vergeben. Solche Befreiungen von der Ent⸗ richtung des Schulgeldes werden immer nur für ein Jahr bewilligt und ſetzen gute Befähigung, tüch⸗ tiges Streben und tadelfreies Betragen des Schülers voraus. Die Geſuche, die auch von den ſeit⸗ bei gen Inhabern erneuert werden müſſen, ſind vor dem 10. Mai dieſes Jahres an die Direktion zu richten.

Wir ſehen uns veranlaßt, immer wieder darauf hinzuweiſen, daß der fakultative Latein⸗ unterricht in Klaſſe VI beginnt. In dieſe Klaſſe ſollen die Schüler mit dem neunten Lebensjahre eintreten. Die Eltern der Schüler, die an dem Lateinunterricht teilnehmen ſollen, erſuchen wir, uns ſolches mündlich oder ſchriftlich mitteilen zu wollen. Wenn Schüler der Klaſſe IIb ſpäter auf die