Jahrgang 
1890
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b) Zu Oſtern und im Laufe des Schuljahres ausgetreteu.

Namen Künftiger der Schiler. Klaſſe. Beruf. Bemerkungeu. 1. Klingler, Philipp IV. Kaufmann Oſtern 1889 ausgetreten. 2. Schott, Friedrich II. Kaufmann 3. Winter, Auguſt III. 4. Lang, Johann III. 5. Hübner, Philipp V. 6. Haas, Otto III. 7. aas, Karl III. 8. Steiner, Eugen II.. 9. Müller, Friedrich IV.. 10. Breidenbach, Heinrich IV. 11. Weyrauch, Friedrich IV. 12. Schwinn, Jakob II. 13. Hohm, Daniel III. 6. Auguſt 1889 ausgetreten. 14. Streuber, Georg IV. 4. September 1889 durch Verſetz. d. Eltern. 15. Kredel, Johann IV. 16. November 16. Hretmann, Peter VI. 24. Dezemher 17. Meyer, Auguſt VI. 2 18. Meyer, Anton VII. 2

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4. Geſchichte der Anſtalt.

Dienſtag den 25. Juni unternahmen wir unſeren größeren Sommerausflug. Um den Be⸗ dürfniſſen aller Altersſtufen gerecht zu werden, wurden drei verſchiedene Ausflüge angeordnet. Die beiden oberen Klaſſen fuhren unter Leitung der Reallehrer Sturmfels und Dr. Reutzel, den Ordi⸗ narien dieſer Klaſſen, nach Niederramſtadt, gingen von da über den Frankenſtein nach dem Felsberg und kehrten über Auerbach mit der Bahn wieder zurück. Die Klaſſen III und IV fuhren unter Führung der Ordinarien Reallehrer Kleinen und Falkenhagen, ſowie Reallehrer Heußlein nach Hetzbach, gingen von da durch das Gammelsbachthal nach Eberbach und kehrten mit der Bahn über Hetzbach, wo ſie mit den Unterklaſſen zuſammentrafen, zurück. Die drei Unterklaſſen V, VI und Vorſchule fuhren unter Leitung der Ordinarien, Reallehrer Hilß, Weis und Kaffenberger, ſowie des Unterzeich⸗ neten gleichzeitig mit den Klaſſen III und IV von hier nach Hetzbach, gingen dann über das Reißen⸗ kreuz auf den Krähberg, durch das Himbächelthal in die Marbach und fuhren von Hetzbach wieder nach Hauſe zurück. Der Unterzeichnete ergriff auf dem Reißenkreuz, von welchem aus ſich die hier auslaufenden Thäler, das Mümling⸗, Sensbacher und Itterthal hinabſenken, und die Waſſer ſich ſcheiden, das Wort, um die Schüler darauf aufmerkſam zu machen, daß wir heutzutage bei Ausflügen mit deutſchen Schulen nicht nur der herrlichen Natur, der Berge und Thäler, der lachenden Fluren und der waldumkränzten Höhen, der munter dahin eilenden Bäche und Flüſſe, der deutſchen Art und Sitte der Bewohner, der deutſchen Mutterſprache und der glorreichen Geſchichte unſeres Volkes uns erfreuen dürfen, ſondern vor allem der Segnungen, welche die Einigung aller deutſchen Stämme durch die Wiederaufrichtung des deutſchen Reiches uns gebracht hat. Er ſchilderte dann in kurzen Zügen die Beſtrebungen, die zur Erreichung dieſes hohen Gutes ſeit dem Untergang des deutſchen Reiches im Jahre 1806 gemacht worden ſind, er zeigte, daß das Geſchlecht der Hohenzollern von der Vorſehung dazu beſtimmt war, die Einigung durch weltgeſchichtliche Begebenheiten zu vollbringen