Jahrgang 
1889
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b) Zu Oſtern und im Laufe des Schuljahres ausgetreten.

Namen g. Künftiger 9 der Schüler. Klaſſe. Beruf. Bemerkungen. 1. Schmidt, Ernſt III. Kaufmann 1. März ausgetreten. Hoſpitant. 2. Naſſauer, David IV. 1. März ausgetreten. 3. Müller, Karl III. Mechanikus Oſtern 1888 ausgetreten. 4. Bär, Wilhelm III. Landwirt 5. Schwinn, Wilhelm IV. Landwirt. 6. Hartmann, Heinrich V. Kaufmann 7. Horlebein, Leonhard IV. Steinhauer,, 8. Hach, Leonhard III. Kaufmann 9. Gottwald, Chriſtian VI. 5 Privatſchule Kornthal. 10. Gärtner, Heinrich IV. Bedingungsw. in IV aufgenommen, bei der Rück⸗ verſ. nach V wurde er am 2. Mai abgemeldet. 11. Weirauch, Johann III. 6. Mai 1888 ausgetreten. 12. Rexroth, Willi II. 6. Mai ausgetreten. 13. Ittmann, Theodor VII. 15. Juni, durch Verſetz. der Eltern. 14. Schwamb, Ludwig III. 30. Juli 1888 zu den Eltern nach St. Ludwig (Baſel) zur Confirm.

15. Faatz, Karl I. 10. Sept. nach Amerika ausgewandert. 16. Schwöbel, Johann IV. 30. Sept. Ackerbauſchule Darmſtadt. 17. Oppenheimer, Hugo VI. 10. Oct. 1888 ausgetreten. 18. Hedrich, Heinrich II. Poſtfach 26. Oct. 1888 ausgetreten. 19. Göbes, Ludwig V. 4. Dez. 1888 wegen Erkrankung. 20. Wolf, Wilhelm VI. 19. Dez. 1888 durch Verſetz. der Eltern.

4. Geſchichte der Anſtalt.

Am Ende des vorigen Schuljahres, nachdem bereits die Vorbereitungen für die Prüfungen und die Schlußfeier gemacht und das Programm gedruckt und abgeſendet war, traf die erſchütternde Kunde von dem Ableben Sr. Majeſtät des deutſchen Kaiſers Wilhelm ein und verſetzte alle deutſchen Herzen in die tiefſte Trauer. Wir beſchloſſen ſogleich, noch ehe die hierauf bezügliche Verfügung Großherzoglichen Miniſteriums des Innern und der Juſtiz, Abteilung für Schulangelegenheiten, eingelaufen war, eine Trauerfeier am 16. März, dem Tage der Beiſetzung des Kaiſers, zu veran⸗ ſtalten und unſere Schulfeier ausfallen zu laſſen. Nachdem die Schüler an dem bezeichneten Tage den Trauergeſang von Vogler vorgetragen hatten, gab der Unterzeichnete in kurzen Worten dem Schmerze Ausdruck, der alle Deutſchen auf dem weiten Erdenrund bei der Nachricht von dem Heim⸗ gange des erhabenen Kaiſers ergriffen hatte. Er wies darauf hin, daß wir ſtehen am Grabe des erſten deutſchen Kaiſers, der das neue deutſche Reich gründete und zu nie geahnter Größe, Macht und Herrlichkeit erhob, an dem Grabe des weiſen und gerechten Fürſten, der alle edlen Beſtrebungen efördert und den Frieden nach innen und außen erhalten hatte, an dem Grabe des Vaters des Vaterlandes, der ſeinem Volke in allen menſchlichen Tugenden vorangeleuchtet hatte. Er zeigte dann die Verdienſte des verewigten Herrſchers nach dieſen drei Richtungen und ſchloß anknüpfend an die Worte des Trauergeſangs:Mächtiger Gott! O, rüſte uns aus mit Stärke mit dem Ge⸗ bet um den Beiſtand Gottes in dem tiefen Leid, das uns durch den Hingang des Kaiſers und das Leiden ſeines Nachfolgers betroffen hat. Aber unſere Trauer, ſo ſchloß der Ünterzeichnete, iſt durch⸗