Namen Künftiger
der Schüler. Klaſſe. Geburtsort. Beruf. Bemerkungen. 16. Egner, Albrecht III Erbach 1. Mai 1880. 17. Schmucker, Gottlieb III Steinbach 5. Mai geſtorben. 18. Luſt, Konrad II Zell Lehrer. 12. Mai 1880. Präp. Lindenfels. 19. Kredel, Georg II Hüttenthal Oekonom. 12. Mai 1880. 20. Straßheimer, Philipp IV Steinbach b. Frankf. Maurer. 14. Mai 1880. 21. Steffens, Friedrich IV Berlin Soldat. 30. Juni 1880. 22. Lang, Adelbert IV Gammelsbach 16 Juni 1880. 23. Delp, Karl Auguſt II Gernsheim Lehrer. 10. Juli 1880 durch Verſetzung d. Eltern. 24. Delp, Philipp Johann VI Langen Desgleichen. 25. Delp, Ernſt Emil Vorſch. Langen Desgleichen. 26. Reubold, Karl II Michelſtadt 24. Juli 1880. 27. Graf, Wilhelm III Michelſtadt Koch. 7. September 1880. 28. Lang, Friedrich VI 18. September. 29. Schnur, Adolf IV 30. Sept. 1880 durch Verſetz. d. Eltern. 30. Schnur, Guſtav IV Desgleichen. 31. Schnur, Auguſt Vorſch. Desgleichen. 32. Selg, Eugen III ulm Kaufmann. 30. September 1880. 33. Krämer, Moſes VI Höchſt 30. October 1880. 34. Schöner, Wilhelm III]Erbach 24. Januar 1881.
4. Chronik der Anſtalt.
Der Turnunterricht an der Realſchule und Vorſchule hat nach Fertigſtellung der Turnhalle und Beſchaffung der neuen Turngeräthe im Herbſte 1879 begonnen.
Durch Verfügung Großherzoglichen Miniſteriums des Innern und der Juſtiz, Abtheilung für Schulangelegenheiten, vom 17. September 1879 ſoll der Beginn des Schuljahres wieder auf das Früh⸗ jahr verlegt werden, wie dieß bis zum Jahr 1871 hier eingeführt war. Für dieſe Verlegung ſprachen ſehr wichtige Gründe. Vorerſt treten die aus der Volksſchule kommenden Schüler meiſtens im Frühjahre ein, da die Volksſchule ihren Curſus im Frühjahre ſchließt, was bei unſerer ſeitherigen Einrichtung namentlich in den fremden Sprachen ſehr ſtörend wirkte, da der Curſus an unſerer Schule dann ſchon vor einem halben Jahr begonnen hatte. Wenn auch dieſe Schüler ihren Eintritt auf den Herbſt ver⸗ ſchoben, ſo blieben ſie entweder bis dahin ohne Unterricht in dieſen Gegenſtänden, oder ſie wurden doch nicht genügend vorbereitet. Dann treten nach der Confirmation Realſchüler aus, die das Klaſſenziel ſeither nicht erreichten und uns bei den öffentlichen Prüfungen und bei dem Actus fehlten. Das Sommer⸗ halbjahr iſt ferner durch das Ausſetzen des Unterrichts an heißen Nachmittagen, durch die Ferien zu Pfingſten und im Sommer unterbrochen und eignet ſich überhaupt nicht ſo wie das Winterhalbjahr zu angeſtrengter Arbeit, wie ſie für die Vorbereitung für das Schlußexamen und für den Actus nothwendig iſt. Auch die höheren Ortes angeordnete Verlegung des Rechnungsjahres auf Frühjahr ſprach für die neue Einrichtung. Endlich haben auch die meiſten anderen höheren Lehranſtalten unſeres Landes ihren Jahresſchluß zu Oſtern, und es wurde von Eltern, Lehrern und Schülern als nachtheilig empfunden, daß unſere Schule ſich nicht an dieſelben in dieſer Beziehung anſchloß. Bei der im Jahr 1871 durch hohe Schulbehörde angeordneten Verlegung des Schulſchluſſes auf Herbſt hegten wir die Hoffnung, daß dieſe Einrichtung allgemein an allen höheren Lehranſtalten durchgeführt würde. Da dieß jedoch in der Folge nicht geſchah, ſo fiel auch jeder Grund zur Beibehaltung der ſeitherigen Einrichtung weg.
In Folge der Verlegung des Schuljahres wurde ein halbjähriger Curſus vom Herbſt 1879 bis Oſtern 1880 eingeſchoben, in welchem das ſeitherige Jahrespenſum in ſeiner ſeitherigen Ausdehnung, wenn ſchon nicht in der nothwendigen Vertiefung durchgenommen wurde, um den braven und fleißigen Schülern Gelegenheit zu geben, ſchon nach einem halben Jahre in die höhere Klaſſe aufzurücken. Das in dieſem halben Jahre durchgenommene Penſum wolle man daher in dem vorjährigen Programm er⸗ ſehen, die Nachricht über die Schüler haben wir indeſſen für dieſen Zeitraum dem diesjährigen Programm


