Jahrgang 
1881
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franzöſiſchen Stücke des Uebungsbuches oder an die Lektüre anſchließen, und für die der Schüler ſich vor⸗ zubereiten vermag.

Durch alle Klaſſen hindurch werden franzöſiſche Diktate in aufſteigender Schwierigkeit gegeben, um das Ohr zu üben und die Orthographie zu befeſtigen.

c. Lektüre. In den Klaſſen VI und V werden die im Uebungsbuch enthaltenen Stücke be⸗ nutzt. Von Klaſſe IV an kommt eine Chreſtomathie zur Anwendung. In der für die beiden Ober⸗ klaſſen beſtimmten müſſen die bedeutendſten Repräſentanten der franzöſiſchen Literatur durch größere Stücke vertreten ſein. In beiden Klaſſen ſind außerdem einige zuſammenhängende Werke durchzunehmen, nament⸗ lich iſt in Klaſſe I ein franzöſiſches Drama zu leſen.

Die Sprechübungen ſind an die Behandlung des grammatiſchen Stoffs und der Leſeſtücke an⸗

zuknüpfen. 4. Engliſche Sprache.

Die Schüler ſollen Sicherheit in der Ausſprache gewinnen, ſich die wichtigſten Regeln der Grammatik aneignen und außerdem ſo weit gebracht werden, daß ſie leichtere proſaiſche und poetiſche Werke der engliſchen Literatur verſtehen und einfachere deutſche Stücke mündlich und ſchriftlich ins Engliſche überſetzen können.

a. Grammatik und ſchriftliche Arbeiten. In Klaſſe IV und III iſt zunächſt die Ausſprache zu üben. Außerdem werden mit Benutzung eines Elementarbuchs die Formenlehre und die wichtigſten Regeln der Syntax eingeprägt. In Klaſſe II und I wird mit Benutzung einer ſyſtematiſchen Grammatik der in den vorhergehenden Klaſſen durchgenommene Stoff repetiert und der Unterricht in der Grammatik zum Abſchluß gebracht..

Für die ſchriftlichen Arbeiten und Diktate gelten dieſelben Beſtimmungen wie im Franzöſiſchen.

b. Lektüre. Es werden zunächſt die im Elementarbuche enthaltenen Leſeſtücke benutzt. Später wird eine Chreſtomathie eingeführt. In Klaſſe II und namentlich in I ſind auch zuſammenhängende Werke zu leſen. Zu Sprechübungen bietet ſich hinlängliche Gelegenheit bei Behandlung der Grammatik

und der Lektüre. 5. Geſchichte.

Die Schüler ſollen eine hinlängliche Kenntniß der wichtigſten hiſtoriſchen Thatſachen erwerben und den inneren Zuſammenhang derſelben nach Kräften erkennen lernen. Durch Bekanntwerden mit her⸗ vorragenden Perſönlichkeiten und Handlungen ſollen Charakter und Gemüth gebildet und die Liebe zum Vaterlande geweckt werden.

Dem Unterricht iſt ein Lehrbuch zu Grunde zu legen. Die Schüler ſind von den unterſten Klaſſen an zu gewöhnen, den behandelten Stoff in zuſammenhängender Weiſe frei nachzuerzählen.

In den Klaſſen VI und V kommt die Geſchichte der alten Kulturvölker, namentlich die der Griechen und Römer, in einzelnen Bildern zur Behandlung.

In Klaſſe IV wird dann die Geſchichte der Römer bis zum Ausgang des weſtrömiſchen Reichs im Zuſammenhang durchgenommen.

Für die 3 oberen Klaſſen vertheilt ſich der Stoff in folgender Weiſe:

Klaſſe III. Das Mittelalter bis Rudolf von Habsburg.

Klaſſe II. Geſchichte von Rudolf von Habsburg bis zum weſtfäliſchen Frieden.

Klaſſe I. Geſchichte vom weſtfäliſchen Frieden bis zur Gegenwart.

In dieſen 3 Klaſſen tritt die deutſche Geſchichte in den Vordergrund, wobei die Geſchichte des Großherzogthums Heſſen beſonders zu berückſichtigen iſt. Im Anſchluß an ſie kommt das Wichtigſte aus der Geſchichte der übrigen Völker zur Darſtellung.

6. Geographie.

Das Ziel iſt: Ueberſichtliche Kenntniß der Erdoberfläche nach ihrer Geſtaltung, ihren Eigen⸗ thümlichkeiten und wichtigſten Produkten, Bekanntſchaft mit der politiſchen Geographie und den Haupt⸗ lehren der phyſikaliſchen und mathematiſchen Geographie.

Die Ueberladung der Schüler mit einer allzugroßen Fülle von politiſchem und ſtatiſtiſchem Material iſt zu vermeiden. Die wichtigſten Verkehrslinien, Eiſenbahnen, Kanäle u. ſ. w. ſind zu berück⸗ ſichtigen. Mit dem geſchichtlichen Unterricht iſt angemeſſene Verbindung zu erhalten.

Zur Ausbildung der Vorſtellung dienen außer den Karten einfache Skizzen, welche der Lehrer an der Tafel entwirft und auch von den Schülern entwerfen läßt.