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An Geſchenken wurden der Realſchule im Laufe des verfloſſenen Schuljahres zugewendet:
1. Von der Verlagsbuchhandlung von Coppenrath in Münſter; Aufgaben für das theoretiſche und praktiſche Rechnen. 1. Theil von Dr. Schellen. 10. Auflage. Münſter. 1873..
2. Von der Verlagsbuchhandlung von Gottlob Winter in Heidelberg: Leitfaden der Weltgeſchichte für mittlere und untere Gymnaſialklaſſen oder lateiniſche Schulen, Real⸗ und Bürgerſchulen, Pädagogien und andere Anſtalten von Dr. Heinrich Dittmar. 7. Auflage. Heidelberg. 1873. 6
3. Von der Verlagsbuchhandlung von Jäger in Frankfurt a./M. a. Lehrbuch der allgemeinen Geo⸗ graphie von Caſſian, bearbeitet von Lüben. Frankfurt a./M. 1873. b. Handbuch der allgemeinen Weltgeſchichte von Caſſian. Frankfurt a./M. 1873.„„2. e Th. 1.—
4. Von Großh. Oberſtudiendirection: a. Lehrbuch der ebenen Geometrie von Wagner. Hamburg. 1874. b. Jahresberichte der Realſchule zu Meiningen 1874, des Progymnaſiums zu Saalfeld. 1874. c. Notizblatt des Vereins für Erdkunde. Jahrgang 1873. f3„*
874 5. Von der Verlagsbuchhandlung von Lüderitz in Berlin: Müller, Geographie der alten Welt. Berlin. 1.*——,. 1 3 7 1 3 1214 7 1 11 41. 1 6. Von dem Realſchüler Machenhauer: Ein Schwerſpathkryſtall..
7. Von Herrn Barbier Speitel: Eine Kokosnußſchale. 3 1—
8. Von Herrn Buchbinder Kehrer: a. Aus den guten alten Zeiten von F. Hoffmann. b. Die Stimme des Herrn von demſelben. c. Von den zwei Savoyarden⸗Büblein von demſelben. d. Der Lebensgang George Waſhingtons von W. O. v. Horn. 271 t
9. Von Herrn Oberſtudienrath Wagner: Reeb, Rechenbuch für höhere Lehranſtalten. Gießen. 1874.
10. Von Herrn Dr. Weyprecht: Eine Mineralienſammlung aus circa 80 Species beſtehend.
Indem wir für dieſe Geſchenke im Namen der Schule unſern wärmſten Dank ausſprechen, erlauben wir uns, Freunde der Schule und abgehende Schüler darauf aufmerkſam zu machen, welchen Nutzen ſie durch Uebermachung literariſcher und namentlich naturwiſſenſchaftlicher Gegenſtände an der Schule ſtiften können.
ABZreigaben. a. Aufgaben für die ſchriftliche Prüfung der Abiturienten im Herbſt 1873.
Deutſch, bei Herrn Reallehrer Litt. 1.„Des Sängers Fluch von Uhland.“— Der Schüler hatte außer der Wiedergabe des Inhalts in Proſa, Alles anzuführen, was er über Dichtungsart, Versart, poetiſche Schönheit, ſittliche Idee ꝛc. zu ſagen wußte. 2. Brief.— Mittheilung an einen Freund über die letzten Lebensmomente, den Tod und die Beerdigung eines gemeinſchaftlichen Freundes.
Franzöſiſch, bei Herrn Reallehrer Kromm. Kindliche Liebe. Der Sieg bei Leuktra(de Leuctres) hatte auf Epaminondas die Augen und die Bewunderung aller benachbarten Völker gerichtet(attirer), welche ihn als den Wiederherſteller Thebens(Thèͤbes) und als den Befreier von ganz. Griechenland betrachteten. Mitten unter dieſen allgemeinen Beifallsbezeugungen ſagte Epaminondas:„Die We welche die Nachricht meines Sie⸗ ges meinem Vater und meiner Mutter verurſachen wird, macht mir mehr Vergnügen, als alle Lobſprüche, die mir die Völker Griechenlands ſpenden.(faire.)—— 86 9., 22 Trigonometrie, bei dem Director. 1. Man ſoll sin. a+ sin. b+ sin. e unter der Vorausſetzung daß a+ b e= 2 Rin ein Product verwandeln. 2. Man ſoll aus der Tangente des einfachen Winkels die Tangente des doppelten Winkels ausdrücken und dieſen Ausdruck beweiſen. 3. Man ſoll sin. Za durch sin. und cos. des einfachen Winkels ausdrücken. 4. Von einem Dreieck iſt gegeben die Seite a= 87,25 Km. Die Seite 1 fech429, Km., der eingeſchloſſene Winkel C= 31 ⁰2 54“. Man ſoll hieraus den Flächeninhalt des Dreiecks
erechnen. 1 171 3 Darſtellende Geometrie, bei dem Director. 1. Es ſind zwei ſich ſchneidende Linien, ſowie ein Punkt durch ihre Projectionen gegeben; man ſoll unterſuchen, ob der Punkt in der durch die Linien gegebenen Ebene liegt. 2. Ein zweiſchneidiger Sphenisk mit rechteckiger Baſis ſoll in orthogonaler Parallelprojection unter, der Voraus⸗ ſetzung projicirt werden, daß ſeine Baſis auf der Horizontalebene ſteht und ſeiue Grundkanten zur Baſis geneigt ſind.
Allgebra, bei dem Director. 1. Die preußiſche Lebens⸗ und Garantie⸗Verſicherungs⸗Actien⸗Geſellſchaft „Friedrich Wilhelm“ fordert für eine Ausſteuerverſicherung von 100 Thlr., zahlbar bei Vollendung des 25. Jahres von einem 10 jihrigen Kinde eine einmalige Prämie von 52 Thlr. 15 Sgr. Man ſoll dieſe Forderung mit der Rechnung
vergleichen und hierbei 4% annehmen. 2. Man ſoll die Gleichung x*2 ‿6VX 2 x 5= 11 auflöſen. 3. Ein Ehepaar, bei dem der Mann 36, die Frau 29 Jahre alt iſt, hat welche Wahrſcheinlichkeit für die folgenden 20 Jahre: a. daß beide Ehegatten zugleich noch leben. b. daß beide zugleich nicht mehr leben. e. daß der Mann noch lebt, die Frau aber geſtorben iſt. d. daß die Frau noch leht, der Mann aber geſtorben iſt. e. daß beide geſtorben ſind. f. daß beide noch nicht, geſtorben ſind. 4. Eine Geſellſchaft ſollte eine gemeinſchaftliche Schuld von 144 Thlr. be⸗ zahlen. Weil aber zwei Perſonen kein Geld hatten, ſo mußte jeder der übrigen 1 Thlr. mehr bezahlen, als wenn


