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Lokale wird Küferei, Schreinerei betrieben, Das Ab⸗und Anfahren won Wagen, die mit Wolle oder Frucht
beladen ſind, die Aufſtellung abe ban Whund in— achen Störungen für die Schule.
Die vorſtehenden Anſtände hemmen nicht atlein die Erziehung und den Unterricht der Jugend, ſie
Und zugleich theitweiſe der Geſundheit derſelben nachtheilig und können beim Ausbruch von Epidemien ver⸗ hängnißvoll werden. 1 ef rldi; 1u 1 Endlich darf die unterzeichnete Direction 617 onin 15nd ern 1 Ans
8 die Eventualität nicht außer Acht laſſen, daß die Nothwendigkeit einer alsbaldigen Räumung
der Lokalitäten eintreten könnte. Eine ſolche aber würde bei der Ausdehnung der Schule und dem Mangel
an geeigneten Lokalen in hieſiger Stadt die Exiſtenz der Schule gefährden.
Michelſtadt, den 17. December 1873. 11⸗ 1
Großzherzogliche Direction der Realſchule
Becker.
Von Großh. Kreismedicinalamt Erbach, ſowie von Großh. Kreisbauamt Erbach, welche bei der Commiſſion vertreten waren, wurden beſondere Gutachten eingeſendet.—
Die weiteren auf die Lokalfrage bezüglichen Verhandlungen ſind nicht zu unſerer Kenntniß ge⸗ kommen. Von competenter Seite iſt uns jedoch mitgetheilt worden, daß der Fortbeſtand der Realſchule in Michelſtadt davon abhängig gemacht wird, daß die Gemeinde die geeigneten Lokalitäten rechtzeitig beſchafft. Das Bedürfniß iſt durch die geſteigerte Frequenz noch größer geworden, ſo daß wir in dieſem Herbſte bei Herſtellung der 6 Klaſſen eine weiteres Klaſſenzimmer nöthig haben. Die äußerſt nothdürftige Herrichtung dieſes Klaſſenzimmers im oberen Stocke des Lokales erfordert nicht allein die Verlegung des ſeitherigen Directionszimmers, ſondern vermehrt auch mehrere der oben genannten Uebelſtände in höchſt bedenklicher Weiſe, wenn überhaupt der hohe Beſitzer des Lokales ſeine Einwilligung zu einer ſo weſentlichen baulichen Umänderung ertheilt. 1 1 4425 4
Durch Verfügung Großh. Oberſtudien⸗Direction vom 28. April d. J. wurde Reallehrer Heuß⸗ lein zum proviſoriſchen Lehrer an der hieſigen Realſchule ernannt. Derſelbe wurde Montag den 4. Mal in ſeinen Dienſt eingeführt. Er gibt über ſeinen Lebensgang folgende Notizen zu den Acten:
Engelbert Heußlein, geboren den 1. Januar 1846 zu Groß⸗Steinheim, Sohn des Kreis⸗ wundarztes Dr. Engelbert Heußlein daſelbſt, beſuchte das Gymnaſium zu Hanau von Oſtern 1859 bis Oſtern 1865, ſodann das Gymnaſium zu Bensheim, bezog dann die Univerſität Gießen, wo er bis Herbſt 1869 Philologie ſtudierte und Mitglied des philologiſchen Seminars war. Er machte hierauf die philoſophiſche und die Definitorialprüfung und wirkte dann als Erzieher bei Frau Caſſinone in Carlsruhe. Von Herbſt 1871 bis Herbſt 1872 machte er ſeinen Acceß am Gymnaſium in Bensheim, von wo er hierher verſetzt wurde. Bei dem Eintritt des neuen Lehrers wurden die ſeit Herbſt ausgefallenen Stunden, nämlich;
in Klaſſe V 1 Stunde Religion,
4„f Zoologie,
„ Deutſcher Styl, 5 Zeichnen, Religion, „ Doologie, „ Deutſcher Styl, „ Zeichnen,
in Klaſſe III a u. b 1 Stunde Schreiben,
in Klaſſe II 1 Stunde Deutſcher Styl, wieder erſetzt. Da aber die hieſige Realſchule ſeit ihrer Gründung zugleich als Vorbereitungsſchule für das Gymnaſium dienen mußte, die Gymnaſien aber in letzterer Zeit ihre Ziele bedeutend erhöht haben, da zugleich mit dem Entſtehen der Realſchnlen I. Ordnung, welche die lateiniſche Sprache als obligatoriſchen Lehrgegenſtand betrachten, unſeren Schülern der Uebergang auch auf dieſe Anſtalten ermöglicht werden mußte, ſo ſahen wir uns genöthigt, folgende Stunden hinzuzufügen:
in Klaſſe IV
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