tenen Bahn rüſtig voranſchreiten und in eurer geiſtigen und ſittlichen Vervollkommnung nicht ſtehen bleiben. So nur könnt ihr euren Eltern und Lehrern die vielen Mühen, Sorgen und Anſtrengungen lohnen, ſo nur könnt ihr Gott, der euch mit Anlagen und Kräften ausrüſtete und zu euerem Ringen und Schaffen ſeinen göttlichen Segen gab, in Demuth euren Dank abſtatten.
Und nun noch einige Worte an euch, liebe Schüler, welche ihr heute von euren Lehrern und Mitſchülern, von dieſer Schule, welche im Verein mit euren Eltern die allſeitige Ausbildung eurer Anlagen und Kräfte erſtrebte, Abſchied nehmen wollt, um euren künftigen Lebensberuf anzutreten. Erinnert euch unter allen Verhältniſſen des Lebens des hohen Zieles, das euch Schule und Haus ſtets vorgehalten hat und gedenket in dankbarer Geſinnung der treuen Arbeit eurer Lehrer und Eltern. Welches auch euer künftiger Lebensberuf ſein mag, er wird neben Rüſtigkeit und Gewandtheit des Körpers einen geſchulten Geiſt, einen Fonds von nützlichen Kenntniſſen und Fertigkeiten, eine auf wahrer und thätiger Frömmigkeit beruhende Charakterfeſtigkeit von euch fordern. Wohl euch dann, wenn ihr in dank⸗ barer Erinnerung der Stätten gedenket, wo man euch unter vielen Sorgen und Mühen nicht allein jene Lebensziele kennen lehrte, ſondern euch auch zu befähigen ſuchte, denſelben nachzuſtreben. Mögen dann aber⸗ mals Stürme über unſer liebes Vaterland kommen, mögen die Grundfeſten unſerer ſtaatlichen und geſell⸗ ſchaftlichen Einrichtungen wanken, mögen auch euch äußere und innere Gefahren auf eurem Lebenswege be⸗ drohen, ihr ſtehet dann feſt, denn ihr ſeid innerlich gegründet, gegründet auf die ſicheren Grundlagen eines ſorgfältig entwickelten Geiſtes⸗ und Gemüthslebens. Dieſe feſte Anhänglichkeit an die Schule und das Haus, dieſe dankbare Erinnerung an die treue Arbeit beider wird in gefährlichen Augenblicken euch ſchützend und behütend zur Seite ſtehen, euch ſtets auf der rechten Bahn erhalten und euch ſicher euer himmliſches Ziel erreichen laſſen.
II. Nachricht
über Uie öffentlicken Prüſungen und die damit verbundlene
Schlußfeier.
1. Ordnung der dieszährigen Brüfungen. a. Prüfung der Realſchule.
Montag den 23. September.
Anfang Morgens 8 Ahr. Geſang: Ach bleib mit deiner Gnade.— Gebet.
— 9 Evangeliſche Religionslehre Klaſſe V u. IV(Herr Becker.) 9— 9 ½ Franzöſiſch„ V„ Dr. Burger.) 9 ½— 10 Geographie„ F„ Becker.) 10 ¼— 10 ¾ Arithmetik„ VI u. IV„ Dr. Burger.) 10 ¼— 11 ¼ Deutſch(Grammatik)„ V u. IV„ Becker) 11 ¼— 12 Zoologie„ VI u. IV„ dKitt.)


